Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP).

Informationen für Patienten mit künstlicher Hüfte.

Durch den Einsatz einer Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP) lässt sich die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich verbessern.

Durch den Einsatz einer Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP) lässt sich die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich verbessern.

Unser Hüftgelenk ist enormen Belastungen ausgesetzt: Auf einem fünf Kilometer langen Spaziergang wird das Hüftgelenk über 3.000 Mal mit dem doppelten Körpergewicht belastet. Die Gelenke unseres Körpers können verschleißen: Belastungen, Unfälle, Fehlstellungen, Übergewicht, das Alter oder sonstige Erkrankungen können dazu führen, dass Hüftgelenke ihre Funktion verlieren. Zunächst schmerzt die Hüfte unter Belastung, später auch im Ruhezustand. Anfangs helfen Krankengymnastik, Elektrotherapie und Medikamente gegen die Schmerzen und die zunehmende Unbeweglichkeit. Doch irgendwann sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft. Hüftpfanne und Hüftkopf müssen dann durch ein künstliches Gelenk (Hüft-TEP) ersetzt werden.

 

Heute ein Routineeingriff: Die Hüft-Endoprothese.

Seit über 60 Jahren ist der Einsatz einer Hüft-Endoprothese eine erfolgreiche Operation: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 200.000 Hüft-TEPs implantiert. Vor jeder Operation werden Sie durch unsere Ärzte sorgfältig über die Operation und die verschiedenen Prothesensysteme aufgeklärt.

Wie kann ich mich auf die Hüft-TEP-Operation vorbereiten, wie verläuft der Eingriff und was erwartet mich in der Reha? Unser Ratgeber gibt Antworten.

 

ENDO AKTIV - Patienteninfo Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP).

Vorbereitung - Maßnahmen vor Ihrer Hüft-TEP-OP.

So können Sie selbst zum Operationserfolg beitragen.

 

Seien Sie so aktiv wie möglich!

Auch schon vor einer Hüft-TEP-Operation sorgt Bewegung für eine schnellere Genesung nach dem Eingriff.

Auch schon vor einer Hüft-TEP-Operation sorgt Bewegung für eine schnellere Genesung nach dem Eingriff.

Falls es Ihre Schmerzen zulassen, sollten Sie die Zeit bis zur Operation so aktiv wie möglich verbringen: Leichte Bewegungsübungen, Gehen und Schwimmen tragen mit dazu bei, dass Sie sich nach der Operation schneller wieder erholen.

Wir haben auf dieser Seite einige leichte Übungsbeispiele und weitere Tipps für die Zeit bis zu Ihrer OP zusammengestellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, Ihren Operateur oder einen der anderen Ansprechpartner aus dem Behandlungsteam zu kontaktieren.

 

Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Nikotin, Teer und andere Giftstoffe verzögern den Wundheilungsprozess und können Komplikationen der Atemwege begünstigen. Wir empfehlen, mindestens vier, besser acht Wochen vor der OP mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Ernähren Sie sich bewusst!

Übergewicht belastet Ihr ohnehin geschädigtes Gelenk und nach der Operation auch das neue Hüftgelenk. Ernähren Sie sich deshalb gesund, um die Lebensdauer der Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP) nicht zu verkürzen und eine vorzeitige Lockerung zu vermeiden.

 

Listen Sie Ihre Medikamente und Allergien auf!

Die Einnahme von Medikamenten und bestehende Allergien sollten vor der Hüft-OP mit dem Arzt besprochen werden.

Die Einnahme von Medikamenten und bestehende Allergien sollten vor der Hüft-OP mit dem Arzt besprochen werden.

Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder unser Behandlungsteam, welche Medikamente Sie vor der Hüft-Endoprothesen-Operation absetzen sollten. Auch Allergien sollten wir unbedingt kennen, damit wir bei Ihrer Behandlung darauf Rücksicht nehmen können.

 

Häufige Allergien:

  • Medikamente (z.B. Antibiotika, Kontrastmittel, Lokalanästhetika etc.)
  • Latex
  • Nahrungsmittel (z.B. Eier, Milch, Soja, Nüsse, Weizen etc.)
  • Insektengift (z.B. Bienen, Wespen etc.)
  • Heuschnupfen, Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare etc.
 

Bleiben Sie gesund!

Zahnabszesse, Blasenentzündungen, Beingeschwüre, Erkältungen, Grippe – all das sollte vor einer Operation ausgeheilt sein, da sich ansonsten Bakterien während der Operation über den Blutweg in Ihrem Körper ausbreiten und das neue Gelenk infizieren können. Informieren Sie den operierenden Arzt umgehend, falls bei Ihnen eine Infektion oder auch nur der Verdacht darauf besteht. Aber auch Jahre nach einer Gelenkprothesen-Operation können bei chronischen Infektionen (z.B. Zahnentzündungen, bakterielle Ansiedlungen auf Herzklappen etc.) Bakterien über den Blutweg auf das neue Gelenk übergreifen.

Achten Sie deswegen bitte besonders darauf, dass Infekte zügig behandelt werden.

Voraussetzungen für Ihre Hüft-TEP-Operation:

  • Fieberfreiheit seit mindestens einer Woche
  • Keine Erkältung, Infektion (z.B. Herpes), entzündeten Zähne, offenen Wunden
  • Absetzung bestimmter Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt
  • Keine Antibiotika-Einnahme seit mindestens 10 Tagen
 

Planen Sie für die Zeit nach der Operation!

Vielleicht brauchen Sie nach der Operation für einige Zeit Hilfe bei der Heimfahrt, beim Einkaufen etc. Besprechen Sie dies mit Ihrer Familie, engen Freunden, Ihrem behandelnden Arzt oder dem Krankenhauspersonal. Kleine Vorbereitungen können Ihnen die Rückkehr in Ihren Alltag erleichtern:

  • Entfernen Sie Stolperfallen wie z.B. lose Fußmatten. Auch vorbereitete und tiefgekühlte Speisen können Ihnen die ersten Wochen zu Hause etwas erleichtern.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung oder oft genutzte Gegenstände in Reichweite und Griffhöhe abgelegt sind. So müssen Sie sich zum Erreichen dieser Dinge nicht bücken oder auf einen Hocker steigen.
 

Kofferpackliste für den Klinikaufenthalt.

  • Schlafanzug/Nachthemd
  • Zahnbürste, Seife, Pflegecreme etc.
  • Trainingsanzug mit weitem Fußeinstieg
  • Flache geschlossene Schuhe mit rutschfesten Sohlen
  • Schuhlöffel mit langem Stiel
  • Eigene Gehstützen, falls Sie welche besitzen
  • Wichtige Adressen und Telefonnummern
  • Eigene Medikamente für die ersten Tage
 

Vorbereitung - Übungen vor der künstlichen Hüfte.

Übungsprogramm zur Vorbereitung der Hüft-TEP-Operation.

Bereits vor der Hüft-Endoprothese ist die Kräftigung der Muskulatur sinnvoll.

Bereits vor der Hüft-Endoprothese ist die Kräftigung der Muskulatur sinnvoll.

Um eine bessere und zügigere Rehabilitation zu erreichen, ist es sinnvoll, die Zeit bis zu Ihrer Operation aktiv zu nutzen. Hierfür haben wir Ihnen Tipps und Übungen unter den Punkten "Training"  für die optimale Vorbereitung zusammengestellt. Teilweise können Sie die erlernten Übungen nach der Operation in Absprache mit Ihrem Therapeuten weiterführen. Sie können selbst mit zum Operationserfolg beitragen. Seien Sie deshalb schon jetzt so aktiv wie möglich!

  • Aktivitäten wie Gehen und Schwimmen tragen dazu bei, dass Sie sich nach der OP schneller wieder erholen.
  • Übergewicht belastet Ihr ohnehin geschädigtes Gelenk. Ernähren Sie sich gesund!
  • Durch angewöhnte Schonhaltungen aufgrund des Schmerzes sind Muskeln verkürzt. Das kann später zu einer Bewegungseinschränkung führen.

Bitte sehen Sie das vorgestellte Programm als eine Art „Basisprogramm“. Je nach individuellem Trainings- und Leistungsstand Ihres Körpers können Sie dieses selbstverständlich durch weitere Aktivitäten wie Schwimmen/Wassergymnastik, Spazierengehen und Ähnliches ergänzen und erweitern.

 

Schnellere Rehabilitation durch trainierte Muskulatur.

Je besser der Zustand Ihrer Muskulatur vor der Hüft-TEP-Operation ist, desto positiver wird Ihre Rehabilitation verlaufen! Versuchen Sie, das Übungsprogramm in Ihren Alltag zu integrieren. Eine feste Zeit und Regelmäßigkeit erleichtern dieses. Planen Sie bereits jetzt einen Zeitpunkt, an dem Sie sich täglich ca. 20–30 Minuten mit Ihren Übungen beschäftigen können.

 

Vorbereitung - Training zur Kräftigung der Muskeln.

So kräftigen Sie vor einer Hüft-TEP Ihre Muskulatur.

Beginnen Sie mit den gezeigten Übungen ca. vier Wochen vor der OP mit täglich zehn Wiederholungen. Steigern Sie die Anzahl der Wiederholungen nach Möglichkeit jede Woche bis auf je 20 Mal bis zur OP. Trainieren Sie bei einseitigen Übungen immer beide Beine!

 

1. Aufstehen/Hinsetzen.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, Füße gesamt auf dem Boden...

 

Übung: Oberkörper/Körpergewicht nach vorne verlagern und über die Beinkraft aufstehen, dann wieder langsam, kontrolliert hinsetzen, ohne zu plumpsen/fallen.

 

2. Bridging.

Ausgangsstellung: flache Rückenlage, beide Beine sind angestellt.

 

Endo Aktiv Uebung Huefte Knie 1-2

Endo Aktiv Uebung Huefte Knie 1-2

Übung: Das Gesäß wird angehoben und kurz in der Luft gehalten (fünf bis zehn Sekunden), ohne ein Hohlkreuz zu machen. Dann langsam wieder absinken lassen.

 

3. Spiel-/Standbein.

Ausgangsstellung: Aufrechter Stand, Stand auf einem Bein, evtl. mit Unterstützung/Festhalten am Stuhl.

 

Übung: Das nicht belastete Bein tippt mit der Ferse nach vorne, dann mit der Zehenspitze nach hinten auf den Boden.

 

Vorbereitung - Training zur Dehnung der Muskeln.

Dehnen hilft gegen Verkürzung der Muskulatur.

Führen Sie die folgenden Übungen im Anschluss an die Kräftigung mit je drei Wiederholungen pro Bein durch. Halten Sie die Dehnung für ca. 20–30 Sekunden.

 

1. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Aufrechter Stand mit gespreizten Beinen, Füße zeigen nach vorne, das zu dehnende Bein ist gestreckt, evtl. mit Unterstützung bzw. Festhalten am Stuhl.

Übung: Das andere Bein beugen, dabei das Gewicht hierhin verlagern, bis im gestreckten Bein ein Zug an der Oberschenkelinnenseite zu spüren ist.

 

2. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Flache Rückenlage, ein Bein liegt flach auf der Unterlage, das andere Bein wird so weit wie möglich zum Körper hin in der Hüfte gebeugt und in der Kniekehle mit den Händen oder einem Handtuch gehalten/fixiert.

 

Übung: Den Fuß anziehen, dabei das Bein/Knie so weit wie möglich strecken, so dass die Ferse in Richtung Decke bewegt wird. (Die Dehnung sollte in der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu spüren sein).

 

3. Dehnübung.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz. Ein Bein strecken, Zehenspitzen hochziehen, Kniekehle durchdrücken.

 

Übung: Der gerade Oberkörper und das Becken wird so weit nach vorne geneigt, bis ein Ziehen im hinteren Oberschenkelbereich/Kniekehle zu spüren ist.

 

Operation - Implantation der Hüft-Endoprothese.

Der Operationstag.

Sie werden spätestens am Tag der Operation bei uns aufgenommen. Zunächst informieren Sie über Ihren Aufenthalt, die Essenszeiten und die Menü-Auswahl. Sie haben hier auch Gelegenheit, noch offene Fragen zu klären. Ein Mitarbeiter aus dem OP-Team wird am Operationstag eine kurze Visite durchführen und mit Ihnen zusammen die zu operierende Seite markieren. Nach der Operation bringen wir Sie auf Ihr Zimmer.

Mit dem Anästhesie-Team entspannt und schmerzfrei durch die Operation.
In Ihrem Bett werden Sie zur OP-Schleuse gefahren, wo Sie das OP-Team in Empfang nimmt. Nach Umlagerung auf den OP-Tisch werden Sie in den Vorbereitungsraum der Anästhesie gefahren. Dabei ist die ganze Zeit eine Pflegekraft bei Ihnen.

 

Die Operation der Hüft-Endoprothese.

Während der Hüft-Operation kümmern sich die Anästhesisten um Ihre Schmerzfreiheit.

Während der Hüft-Operation kümmern sich die Anästhesisten um Ihre Schmerzfreiheit.

Hüft-Operationen werden in unserem Haus meist in Spinalanästhesie (Rückenmarksanästhesie) durchgeführt. Diese ist unkompliziert und wird wegen ihrer Vorteile auch bei vielen anderen Operationsverfahren (z.B. bei einem Kaiserschnitt) angewendet: Sie sind dabei während der gesamten Operation schmerzfrei. Eine künstliche Beatmung ist normalerweise nicht notwendig. Trotzdem besteht auch die Möglichkeit, dass Sie während der Operation zum Schlafen ein leichtes Schlafmittel bekommen. Im Vergleich zur Allgemeinanästhesie („Vollnarkose“) kommen unangenehme Begleiterscheinungen wie beispielsweise die postoperative Übelkeit und Erbrechen wesentlich seltener vor. Nach der Operation werden Sie in Ihrem eigenen Bett in den Aufwachraum gefahren. Dort angekommen dürfen Sie, wenn es Ihnen gut geht, eine erste kleine Mahlzeit zu sich nehmen.

Das Anästhesie-Team begleitet Sie während der gesamten Zeit im OP-Bereich und steht Ihnen auch später noch bei Fragen zur Verfügung.

 

Die ersten Schritte zurück zur Selbstständigkeit.

Sobald Sie in Ihrem Zimmer sind, werden wir frühzeitig nach der Operation das erste Mal mit Ihnen aufstehen: Mitarbeiter der Pflege und Physiotherapie helfen Ihnen, sich Ihre private, bequeme Kleidung und festes Schuhwerk anzuziehen. Dann geht es los! Das ganze Team unterstützt Sie nach allen Kräften, so viel wie möglich selbst zu leisten. Schließlich wollen Sie schnellstmöglich wieder selbstständig und aktiv sein! Die meisten unserer Patienten gehen schon am OP-Tag aus dem Zimmer bis auf den Flur und wieder zurück. Wir möchten Sie allerdings bitten, in den ersten 24 Stunden (oder bis Ihnen der/die Physiotherapeut/in dieses erlaubt) nicht alleine aufzustehen.

Uns ist es wichtig, dass Sie sich sicher fühlen und Ihr Kreislauf stabil genug ist. Nach Operationen kann in manchen Fällen der Kreislauf in Mitleidenschaft gezogen sein. In diesem Fall werden wir das gemeinsame Aufstehen später noch einmal mit Ihnen versuchen. Es ist sehr wichtig, Ihren Kreislauf zu aktivieren, um so Komplikationen wie Thrombosen zu verhindern. Daher sollten Sie so früh wie möglich mit der Kreislaufaktivierung beginnen. Übungen hierzu zeigen Ihnen die Kollegen aus der Physiotherapie. Beispiele finden Sie aber auch in Ihrem Übungsprogramm.

 

Die Tage danach.

Bereits kurze Zeit nach der OP werden unsere Patienten mit einer Hüft-Enoprothese mobilisiert.

Bereits kurze Zeit nach der OP werden unsere Patienten mit einer Hüft-Enoprothese mobilisiert.

Ein Wundschmerz in der ersten Zeit nach der Operation ist durchaus normal und wird rasch abklingen. Gemeinsam werden Sie nun von Tag zu Tag mit Ihrem Physiotherapeuten Ihr individuelles Trainingsprogramm erarbeiten, um Ihre Muskulatur Schritt für Schritt zu kräftigen und Ihr Bewegungsausmaß zu erweitern. Ebenso wird ein sicheres Gangbild an Unterarmstützen auf der Ebene und der Treppe mit Ihnen erarbeitet. Obwohl die Streckung und Beugung Ihres neuen Hüftgelenks in manchen Fällen aufgrund von Schwellungen und Blutergüssen etwas unangenehm sein können, sind die Übungen für die Beweglichkeit Ihres neuen Gelenkes sehr wichtig. Die Kollegen der Physiotherapie werden Ihnen hierzu Übungen und Hilfen zeigen, die Sie selbstständig mehrfach am Tag durchführen sollten.

 

Nachsorge - Von der OP in die Reha nach Hüft-TEP.

Jetzt geht es noch einen Schritt weiter.

Bereits wenige Tage nach der Hüft-TEP Operation können die meisten Patienten wieder selbstständig Treppen steigen.

Bereits wenige Tage nach der Hüft-TEP Operation können die meisten Patienten wieder selbstständig Treppen steigen.

Wir möchten, dass Sie eine optimale medizinische Behandlung erhalten. Deshalb haben wir Kriterien erstellt, die Sie bei der Entlassung nach Hause oder in die Reha erreicht haben sollten. Bei den meisten Kriterien handelt es sich um Aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. selbstständiges Duschen, eine ausreichende Gehstrecke zurücklegen, Treppensteigen, selbstständiges An- und Auskleiden etc.

Selbstverständlich gehören auch Kriterien wie reizlose und trockene Wundverhältnisse dazu. Die meisten unserer Patienten erreichen diese Entlassungskriterien bereits ca. 4 Tage nach der OP. Den für Sie optimalen Zeitpunkt stimmen Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte mit Ihnen ab.

 

Diese Unterlagen bekommen Sie bei Ihrer Entlassung mit:

  • Röntgenbilder
  • Entlassungsbrief
  • Pflegeüberleitung
  • Physiotherapiebericht
 

Nachsorge - Rehabilitation und Rückkehr nach Hause.

Möglich ist eine stationäre oder ambulante Reha.

Ziel der Reha bei einer Hüft-TEP ist die Förderung von Kraft und Beweglichkeit.

Ziel der Reha bei einer Hüft-TEP ist die Förderung von Kraft und Beweglichkeit.

Sie haben die Möglichkeit, eine Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie dies wünschen, stellen wir einen entsprechenden Antrag und beginnen bereits am Tag Ihrer OP mit der Organisation eines solchen Platzes. In den meisten Fällen werden die Kosten hierfür von Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Rentenversicherung übernommen.

Ihre Rehabilitation kann in einer stationären/ambulanten Einrichtung oder durch niedergelassene Physiotherapeuten erfolgen. Selbstverständlich können Sie diese auch in einer Reha-Klinik der Schön Klinik durchführen. Dies hat für Sie als Patient viele Vorteile.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Enger Kontakt zwischen Operateuren und weiterbehandelnden Reha-Ärzten
  • Therapeuten und Ärzte der Reha-Klinik sind vollständig über die bisher erfolgten Therapien, Aufbelastungsmaßnahmen und bislang durchgeführten Übungen informiert und kennen das Behandlungskonzept vor, während und nach der Operation
  • Eine nahtlose Fortsetzung der begonnenen Schön Aktiv-Nachbehandlung ist somit optimal gewährleistet

Unabhängig, für welche Nachsorgen oder welche unserer Kliniken Sie sich  entscheiden: Mit dem Schön Aktiv-Programm werden Sie anderen immer einen Schritt voraus sein.

 

Was muss ich alles in die Rehaklinik mitbringen?

Wir haben für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen für Ihren Aufenthalt in der Reha-Klinik erstellt. Bitte denken Sie daran, dass Ihr stationärer Aufenthalt in unserem Haus zwei Wochen betragen kann, wobei in den meisten unserer Reha-Kliniken Waschmaschine und Trockner zur Verfügung stehen. Wertsachen sollten möglichst nicht mitgebracht bzw. an der Rezeption hinterlegt werden.

Dokumente:

  • Krankenversicherungskarte
  • Rentenversicherungsnummer (Deutsche Rentenversicherung, Knappschaft Bahn See etc.)

Medikamente:

  • Ein Muster aller Medikamente, die Sie derzeit einnehmen müssen

Garderobe:

  • Bademantel, Badeanzug bzw. Badehose
  • Bequeme Kleidung für die Krankengymnastik
  • Wetterfeste Kleidung für Spaziergänge außerhalb des Hauses
  • Feste Schuhe

Alles für Ihren persönlichen Bedarf:

  • Hygiene-Artikel
  • Badehandtuch (kleine Handtücher sind auf Station vorhanden)

Bei uns in der Rehabilitationsklinik angekommen, trainieren wir mit Ihnen intensiv weiter und führen nahtlos das Ihnen aus dem Akutbereich bekannte Behandlungskonzept fort. Die bereits in der Akutklinik begonnenen Therapien werden weiter durch eine individuelle Kombination aus Physiotherapie,
Physikalischen Therapien, Gesundheitsberatung und weiteren Bausteinen intensiviert. So werden Sie optimal vorbereitet und sind bald wieder fit genug für Ihre Rückkehr in den Alltag oder ins Berufsleben.

Sie können entscheidend zum Behandlungserfolg beitragen, indem Sie frühzeitig eigene Ziele für Ihre Rehabilitationsphase formulieren (siehe S. 21). Wir sprechen bei Aufnahme mit Ihnen darüber und helfen Ihnen, Ihre Ziele realistisch einzuschätzen. Ihr Rehabilitations-Team hilft tatkräftig mit, um gemeinsam mit Ihnen diese Ziele zu erreichen.

 

Rückkehr nach Hause.

Sie haben mit uns intensiv gelernt und geübt, wie Sie Ihr Training eigenständig nach Ihrer Entlassung aus der Rehabilitation fortführen können. Nach unserem Behandlungskonzept im Akut- und Rehabilitationsbereich sind nur in den wenigsten Fällen weitere ambulante Termine für Krankengymnastik und andere Behandlungen notwendig.

 

Nachsorge - Rückkehr in den Alltag mit einer Hüft-TEP.

Tipps und Tricks für Ihr Leben mit der Hüft-Endoprothese.

In der ersten Zeit nach einer Hüft-TEP-OP helfen Gehstützen, das operierte Bein zu entlasten und Schonhaltungen zu vermeiden.

In der ersten Zeit nach einer Hüft-TEP-OP helfen Gehstützen, das operierte Bein zu entlasten und Schonhaltungen zu vermeiden.

Sowohl zementfreie als auch zementierte Hüft-Endoprothesen werden während der Operation fest im Knochen verankert. Sie können sie also in der Regel sofort belasten. Die vernähten Weichteile lassen eine moderate Belastung und Beweglichkeit im Rahmen des normalen Gehens zu und verheilen wieder vollständig in den ersten Wochen nach der Operation. Insbesondere in der Anfangszeit sollten Sie jedoch noch ein wenig „nachsichtig“ mit Ihrer Hüfte sein. Am besten denken Sie jede Bewegung „aus der Hüfte“.

 

Aufstehen nach einem Sturz.

Sind Sie auf den Rücken oder das Gesäß gefallen, drehen Sie sich zuerst in die Bauchlage – wenn möglich, über die operierte Seite. Versuchen Sie dann, sich auf alle Viere zu begeben. Gegebenenfalls krabbeln sie zu einem Hocker und stützen sich an diesem hoch.

 

Bücken.

Bücken Sie sich nur soweit, wie Ihr Hüftgelenk es zulässt ohne Druck und Gewalt. Dieses gilt auch für das Anziehen von Schuhen oder Strümpfen. Neigen Sie sich nur soweit vor, wie es problemlos möglich ist.

 

Duschen und Baden.

Sie sollten in der ersten Zeit besser duschen statt baden. Eine rutschfeste Unterlage hilft Ihnen dabei, das Gleichgewicht besser zu halten. Stellen Sie zum Duschen zuerst das bevorzugte Bein in die Duschkabine. Die Stützen bleiben außerhalb in Reichweite. Treten Sie beim Verlassen der Dusche zuerst mit dem bevorzugten Bein heraus.

 

Autofahren.

Wir empfehlen das Autofahren erst wieder, wenn Sie sicher ohne Unterarmstützen und ohne starke Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen gehen können. Nach den gesetzlichen Vorgaben (§ 315c StGB) dürfen Sie erst dann wieder Auto fahren, wenn Sie in der Lage sind, „das Fahrzeug sicher zu führen“. Ein fester Zeitraum kann hier nicht angegeben werden. Vielmehr werden wir den Zeitpunkt nach medizinischen Gesichtspunkten und anhand individueller Faktoren gemeinsam mit Ihnen entscheiden. Sofern Sie am linken Bein operiert wurden, können Sie ein Auto mit Automatikgetriebe wahrscheinlich frühzeitiger wieder fahren.

 

Radfahren.

Generell sollten Sie sicher ohne Stützen gehen können, um bei einer plötzlichen Behinderung oder gefährlichen Situation adäquat reagieren zu können. Falls Sie nach der Operation zunächst Schwierigkeiten haben, auf ein Herrenrad aufzusteigen, empfehlen wir, auf ein Damenrad mit einem niedrigeren Einstieg auszuweichen.

 

Gehen mit Hilfen/Stützen.

Unmittelbar nach der Operation mobilisieren Sie zuerst mit einem Gehwagen, bei ausreichender Sicherheit dann mit zwei Unterarmgehstützen. Für einen balancierten Gang benutzen Sie diese immer beide! Wann Sie auf die Gehhilfen verzichten können, hängt von Ihrer Muskelkraft ab: Sie dürfen beim Gehen nicht mehr schaukeln oder hinken und sollten sich auch auf Pflastersteinen und unebenen Böden sicher fühlen.

 

Schuhe.

Tragen Sie feste Schuhe ohne hohe Absätze, am besten mit dämpfender Sohle. In Pantoffeln stolpert man leicht oder knickt um. Verwenden Sie zum Schuhe-Anziehen möglichst einen Schuhlöffel.

 

Tragen von Lasten.

Solange Sie Unterarmgehstützen brauchen, benutzen Sie am besten einen Rucksack, später sollten Sie die Lasten gleichmäßig verteilen.

 

Häufige Fragen rund um die Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP).

Welche Sportarten kann ich ausführen, welche sollte ich vermeiden?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Je extremer Sie sich bewegen, desto mehr wird das neue Gelenk belastet. Ob und ab wann sich das negativ auf das neue Gelenk auswirkt, lässt sich leider heutzutage noch nicht sagen. Wenn Sie vor der Operation regelmäßig eine Sportart ausgeführt haben, liegt es in Ihrem Ermessen, dies auch weiterhin in Maßen zu betreiben. Mit dem Wissen, dass Ihr Körper an die sportartspezifischen Bewegungsabläufe gewöhnt ist, das Gelenk dabei aber damit auch verstärkt belastet wird.

Wir würden allerdings davon abraten, Sportarten mit hohem Belastungspotenzial neu zu beginnen. Ratsam sind Sportarten mit gleichmäßigen, fließenden Bewegungen, z.B. Schwimmen mit Kraulschlag der Beine, Radfahren, Wandern ohne Steigung bzw. Gefälle, Skilanglauf und Gymnastik. Ungünstig sind alle Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen, Stoßbelastungen, Erschütterungen und Drehbewegungen.

 

Bin ich nach der Entlassung auf Hilfe angewiesen?

Ziel des stationären Aufenthalts ist es, dass Sie bei der Entlassung aus der Reha nach Hause die Dinge des täglichen Lebens selbstständig bewältigen können. Falls Sie Hilfsmittel benötigen, zeigen wir Ihnen noch während des Aufenthalts, wie Sie diese benutzen.

 

In Form bleiben – was kann ich tun?

Bewegen Sie sich! Schon kurz nach der Operation können Sie wieder Sport treiben, wenn Ihre Muskelkraft das zulässt. So tragen Sie aktiv zur Heilung bei, bleiben fit, stärken Ihre Muskeln und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

 

Seien Sie also motiviert, aber nicht zu ehrgeizig!

Achten Sie bei aller Motivation darauf, dass aktiven Phasen auch Ruhephasen folgen.

 

Patienteninformation Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP).

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Behandlungserfolg & Qualität

Patienten, die mit unserem neuen Behandlungskonzept versorgt wurden, können in der Regel schon sehr schnell mit der Rehabilitation beginnen.

Hüft-OP, Knie-OP - Erfolgschancen

Unsere TEP-Spezialkliniken

Experten für Gelenkersatz: An diesen Standorten bieten wir unseren Patienten das Schön Klinik Endo Aktiv Programm für Knie & Hüfte an.

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