Wieder laufen lernen.

Mit Endo Aktiv sind Patienten schnell wieder mobil.

Kurz nach der OP selbstständig und ohne Schmerzen bereits Treppen steigen. Die Patienten sind begeistert.

Kurz nach der OP selbstständig und ohne Schmerzen bereits Treppen steigen. Die Patienten sind begeistert.

Die Schmerzen kamen schon mit Mitte 40. Marlies Henkel* hat eine angeborene Hüftdysplasie. Hüftgelenk und Hüftpfanne passen nicht richtig ineinander. Heute werden Säuglinge auf Hüftdysplasie untersucht und gegebenenfalls sofort behandelt. Früher war die Untersuchung oberflächlicher. Bei Marlies Henkel wurde die Hüftdysplasie übersehen und so nahm der Gelenkverschleiß seinen Lauf. Das Gelenk war instabil, nutzte sich schnell ab und sorgte bald für Schmerzen im ganzen Körper. Ein Gelenkersatz musste her.

Denn eine Hüftfehlstellung schmerzt nicht nur in der Hüfte, sondern im ganzen Körper, auch im Rücken, im Nacken, im Kopf. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, die Abstände zwischen den Schmerztabletten immer kürzer. Da entschloss sich Marlies Henkel, nachdem sie die OP fünf Jahre hinausgezögert hatte, sich in der Schön Klinik Harthausen in Bad Aibling dem Endo Aktiv Programm zu unterziehen. Drei Wochen nach der Operation ist sie froh, es gewagt zu haben. 

 

Gut informiert in die OP.

Eine neue Hüfte mit 52?! Der Entschluss fiel Marlies Henkel nicht leicht. Anders ging es aber auch nicht mehr. Als sie vom Programm „Endo Aktiv“ der Schön Klinik hörte, war sie doch ein wenig beruhigt. Eine milde Narkose, eine schonende Operationsmethode, genau angepasster Einsatz von Schmerzmedikamenten und vor allem eine schnelle Mobilisierung. Da klang das Wort „Gelenkersatz“ schon nicht mehr so schlimm – und vor allem nicht nach monatelanger Bettruhe.

 

Aus dem OP auf die Beine.

Einen Tag nach der Operation bereits auf dem Gang unterwegs.

Einen Tag nach der Operation bereits auf dem Gang unterwegs.

Wie schnell sie tatsächlich wieder auf den eigenen Beinen stand, hat Marlies Henkel aber dann doch überrascht, obwohl sie im Vorfeld gut informiert war. „Morgens um halb acht wurde ich operiert. Am Nachmittag des gleichen Tages kam die Physiotherapeutin und half mir aus dem Bett. Einen Tag später war ich auf dem Gang und am dritten Tag im Treppenhaus unterwegs. Anfangs ging ich noch mit Gehstützen, heute, also drei Wochen nach der OP, laufe ich weitgehend ohne Hilfe.“  

 

Nicht Patient, sondern Partner.

Die extrem schnelle Mobilisierung hat für den Patienten mehrere Vorteile. Zum einen lernt er zügig wieder Laufen, zum anderen fühlt er sich nicht so ausgeliefert. Zwar braucht der Patient am ersten Tag noch Hilfe beim Aufstehen. 24 Stunden nach der Operation kann er sich aber selbstständig bewegen, unabhängig davon, ob er ein neues Knie- oder Hüftgelenk bekommen hat. Das bedeutet viel im Klinikalltag, wenn der Weg zur Toilette oder Dusche selbst bewältigt werden kann. Wer sich bewegen kann, ist nicht Patient, sondern Partner im eigenen Genesungsprozess. Und wer sich nicht krank fühlt, sondern eigenmächtig, ist insgesamt motivierter. Kein Wunder, dass auch Marlies Henkel schon wieder erstaunlich mobil ist. 

 

In der Reha: Trainingsprogramm fordert Eigeninitiative.

Bewegungsübungen in der Gruppe.

Bewegungsübungen in der Gruppe.

Wer bei einem Rehaaufenthalt vor allem an Langeweile denkt, muss beim Endo Aktiv Programm ein wenig umdenken. Marlies Henkel hat zeitweise einen randvollen Stundenplan. Sie geht zur Gruppentherapie, zur Lymphdrainage, radelt auf dem Ergometer, macht Einzelgymnastik, liegt auf dem Schlingentisch. „Manchmal habe ich ein ziemlich volles Programm. Vieles mache ich aber auch alleine, Radeln und Treppensteigen zum Beispiel. Zwischendurch muss der Körper sich aber auch noch ein wenig erholen.“ Insgesamt ist die Patientin sehr aktiv. Auch deshalb wird sie in drei Tagen entlassen.   

 

Nach der Reha.

Wie es nach dem Klinikaufenthalt weitergehen wird, weiß Marlies Henkel noch nicht genau. „Alles in allem ist es bei mir optimal gelaufen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich noch relativ jung bin für einen Gelenkersatz. Meistens gehe ich heute frei, für längere Strecken nehme ich sicherheitshalber die Stützen mit.“ Die schlimmen Schmerzen, die sie früher durch den Alltag begleitet haben, sind einem leichten Druckgefühl gewichen. Auch das wird noch verschwinden. „Ich bin jetzt noch zwei bis drei Wochen krankgeschrieben, danach geht es zurück zur Arbeit.“ Darauf, dass die Muskeln weiter aufgebaut werden und sich das Gelenk gut einfügt, wird sie auch weiterhin achten. Vielleicht braucht sie noch Krankengymnastik, vielleicht geht sie in der Schön Klinik zum Medizinischen Aufbau Training, kurz MAT. Das MAT ist wie ein Fitnessstudio mit Therapeuten, die man zwischendurch fragen kann. Außerdem wird Marlies Henkel selbst weiter trainieren. Zuhause, im Alltag, auf dem Fahrrad, mit ihren Kindern. Bis die neue Hüfte sich so anfühlt, als sei es nie anders gewesen. 

 

*Der Name wurde geändert und ist der Redaktion bekannt