Rheuma. Diagnostik & Therapie | Schienentherapie

Welchem Zweck soll eine Schiene bei Rheuma dienen?

Je nach Einsatzzweck kann eine Schiene der Korrektur von Fehlstellungen oder der Funktionsunterstützung bei Rheuma dienen.

Je nach Einsatzzweck kann eine Schiene der Korrektur von Fehlstellungen oder der Funktionsunterstützung bei Rheuma dienen.

Um eine Schienentherapie einzuleiten, ist eine exakte Indikationsstellung die Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz einer Schiene. Dabei ist es wichtig zu entscheiden, ob die Schiene zur Lagerung oder zur Funktionsunterstützung der Hand dienen soll. Einen besonderen Fokus sollte man auf bestehende Funktionsstörungen, Fehlstellungen und den Hautproblemen, wie der sogenannten Pergamenthaut, legen.

 

Möchte der Patient eine Schiene tragen?

Grundsätzlich spielt bei der Schienenversorgung die Motivation des Patienten eine große Rolle. Im Vorfeld sollte deshalb abgeklärt werden, ob der Patient bereit und fähig ist, eine Schiene zu tragen. Manche Patienten finden Schienen unpraktisch, unbequem und zu zeitaufwendig. Wichtig ist auch, dass der Patient zu seiner Krankheit steht, da eine Schiene der Umwelt deutlich signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Das Nachfragen der Anderen ist für den Patienten manchmal peinlich.

 

Individuelle Anpassung durch Thermoplast-Material.

Nach Absprache mit dem Arzt und/oder Therapeuten sowie dem Patienten fertigt der Ergotherapeut die jeweilige Schiene aus leichtgewichtigem Thermoplast an. Dies ist ein Kunststoff, der sich durch Wärme verformen lässt. Das thermoplastische Material gibt es in verschiedenen Farben, Stärken und Strukturen, so dass auf bestimmte Wünsche Rücksicht genommen werden kann. Langfristig zu tragende Schienen sollten schließlich auch von der Ästhetik her ansprechend sein, um die Akzeptanz der Schiene zu fördern. Außerdem sollten die Schienen für Rheumatiker besonders leicht und gut luftdurchlässig sein. Die Schienen werden individuell direkt an der Hand angepasst. Jede Schiene ist somit ein Unikat und passt nur seinem "Besitzer und Träger".

 

Rheumaschienen: Antiulnardeviationsspange.

Bei Abweichung der langen Finger wird die Antiulnardeviationsspange getragen.

Bei Abweichung der langen Finger wird die Antiulnardeviationsspange getragen.

Indikation für diese Schiene ist eine Abweichung der Langfinger nach ulnar, also Richtung Elle bzw. kleinem Finger sowie der Verlust des Quergewölbes der Fingergrundgelenke. Auch nach Synovektomien (Entfernung der Gelenkinnenhaut) und Arthroplastiken der Fingergrundgelenke (das erkrankte Gelenk wird entfernt und durch körpereigene Strukturen ersetzt) kann das Tragen dieser Schiene sinnvoll sein. Die Schiene hat den Zweck, das Quergewölbe aufzurichten und die Abweichung der Langfinger zu vermeiden bzw. zu korrigieren. Da eine achsengerechte Führung der Langfinger angestrebt wird, sollte die Schiene generell bei allen Tätigkeiten, die einen Faustschluss erfordern, getragen werden.

 

Rheumaschienen: Schwanenhalsring.

Der Schwanenhalsring verhindert die Überstreckung der Mittelgelenke.

Der Schwanenhalsring verhindert die Überstreckung der Mittelgelenke.

Die Schwanenhalsdeformität der Langfinger, d.h. die Überstreckung des Mittelgelenkes und die Beugestellung des Endgelenkes, kann durch einen gleichnamigen Schwanenhalsring korrigiert werden. Ziel ist es, die Überstreckung des Mittelgelenkes zu verhindern, die Beugung jedoch zu ermöglichen. Diese Schiene sollte tagsüber möglichst regelmäßig getragen werden.

 

Rheumaschienen: Handgelenkschiene.

Bei schmerzender, instabiler und luxationsgefährdeter Hand kann eine Handgelenksschiene getragen werden.

Bei schmerzender, instabiler und luxationsgefährdeter Hand kann eine Handgelenksschiene getragen werden.

Hierbei handelt es sich um eine klassische Grundschiene, die das Handgelenk lagert, ruhigstellt, fixiert und korrigiert, jedoch alle Langfinger freilässt. Die Indikation für eine Handgelenksschiene im konservativen Bereich ist das schmerzende, instabile und luxationsgefährdete Handgelenk; es besteht also die Gefahr, dass sich das Handgelenk ständig ausrenkt. Die eingeschränkte Handkraft wird durch die Stabilisierung von außen positiv beeinflusst. Es resultiert eine bessere Kraftübertragung und somit eine Vergrößerung der Greifkraft. Die Tragedauer und der Einsatz der Schiene variiert von Patient zu Patient sehr stark. Je nach Befund und Beschwerden reichen die Angaben über den Einsatz vom gelegentlichen Tragen bei beanspruchenden Arbeiten bis hin zum ständigen Tragen.

 

Postoperativer Einsatz der Handgelenksschiene.

Postoperativ kommt die Schiene zum Einsatz nach einer Synovektomie, also der Entfernung der Gelenkinnenhaut,  des Handgelenkes, einer Arthrodese/Teilarthrodese (d.h. Versteifung) oder Implantation eines künstlichen Handgelenkes. Die Handgelenksschiene soll dabei das Handgelenk vor belastenden Bewegungen schützen. Oft ist jedoch im postoperativen Bereich eine Versorgung mit Gips sinnvoll. Maßgebend sind deshalb die Vorgaben des Operateurs.

 

Rheuma

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen meist die Gelenke des Körpers und sind überwiegend Autoimmunstörungen.

Rheuma

Diagnostik & Therapie

Je nach Stadium können entzündlich-rheumatische Erkrankungen mit Medikamenten, konservativer Therapie oder einer OP behandelt werden.

Diagnostik & Therapie bei Rheuma

 

Ärzte & Therapeuten

Hier finden Sie alle Ärzte und Orthopäden der Schön Klinik, die sich auf entzündlich-rheumatische Erkrankungen spezialisiert haben.

Ärzte & Therapeuten

Spezialisierte Kliniken

Unsere Fachkliniken sind auf die Behandlung von Rheuma spezialisiert und verfügen über langjährige Erfahrung mit der Krankheit.

Spezialisierte Kliniken