Rheuma.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind überwiegend Autoimmunstörungen

Rheuma betrifft meist die Gelenke. Typisch sind Schmerzen, Schwellungen und Steifheitsgefühle.

Rheuma betrifft meist die Gelenke. Typisch sind Schmerzen, Schwellungen und Steifheitsgefühle.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind überwiegend Autoimmunstörungen, sie können Entzündungen in allen Organen auslösen, nicht nur in den Gelenken. Wenn auch die rheumatoide Arthritis am bekanntesten ist und im Allgemeinen dies ist, was unter Rheuma verstanden wird, beschäftigt sich die Rheumatologie mit weiteren Erkrankungen. Zu nennen wäre der Morbus Bechterew, die Psoriasis-Arthritis, reaktive Erkrankungen auf Infektionen wie Yersinien-Arthritis, Borreliose oder Lyme-Arthritis, aber insbesondere die entzündlichen Bindegewebserkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes, die Mischkollagenose, die Poly- und Dermatomyositis, das Sjögren-Syndrom und die Sklero-dermie. Aber auch die seltenen Erkrankungen wie die Blutgefäßentzündungen (Vasculitiden) werden in der Rheumatologie diagnostiziert und behandelt wie Morbus Wegener, Riesen-zellarteriitis bei Polymyalgia rheumatica, das Aortenbogen-Syndrom (Takayasu-Arteriitis), die mikroskopische Polyangiitis oder die Panarteriitis nodosa. Nicht zuletzt das Fibromyalgie-Syndrom, welches zum weiteren und heterogenen Spektrum der weichteilrheumatischen Störungen gehört, wird im Rahmen der Rheumatologie überwie-gend teilstationär behandelt.

Fibromyalgie-Syndrom

Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch chronische ausgedehnte spontane Schmerzen vorwiegend in der Muskulatur und im Verlauf von Sehnen und Sehnenansätzen. Die Schmerzschwelle ist auf Druck erniedrigt, dies wird geprüft an 18 definierten anatomischen Schmerzpunkten (tender points). Die Erkrankung ist assoziiert mit einer Vielzahl vegetativer Funktionsstörungen, Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen und psychopathologischen Symptomen. Eine umfassende und sinnvolle Diagnostik und Therapie ist z.B. durch die enge Zusammenarbeit mit der Psychosomatischen Abteilung des Klinikums Eilbek gewährleistet.

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die unbehandelt rasch zur dauerhaften Schädigung vieler Gelenke und damit zu zunehmender Bewegungseinschränkung führt. Auch innere Organe können miteinbezogen sein. Für den Patienten bedeutet dies Entwicklung von Arbeitsunfähigkeit und Verlust der Teilnahme am sozialen Leben. Durch die Früherkennung der Erkrankung, den frühen Einsatz krankheitsmodifizierter Medi-kamente gelingt es immer mehr, diesen Prozess zu stoppen, eine Remission herbeizuführen, dem Patienten ein „normales“ Leben zu ermöglichen.

Fachliche Betreuung

Wollenhaupt

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Jürgen Wollenhaupt