Oberschenkelhalsfraktur. Ursachen & Symptome
Wie erkennt man einen Oberschenkelbruch?
Hüftgelenksnahe Oberschenkelbrüchen sind leicht zu erkennen. Sie führen in der Regel zu sofortiger Immobilität. Das betroffene Bein erscheint oft verkürzt und nach außen verdreht.
Bei inkompletten Brüchen (Fissuren) oder schleichender Entstehung ohne Unfall ist die Symptomatik weniger eindeutig. Meistens klagen die Patienten über Hüft- oder Leistenschmerzen bei Belastung. Manchmal projiziert sich der Schmerz auch auf das Kniegelenk. Kommt es zusätzlich zu einer zunehmenden Verkürzung des Beines, ist ein Ermüdungsbruch des Schenkelhalses wahrscheinlich.
Ursachen. Wie entsteht ein Oberschenkelbruch?
Typischer Unfallmechanismus für einen hüftgelenknahen Oberschenkelbruch beim älteren Menschen ist das so genannte „Niederrasanztraumen“, also ein einfacher Sturz auf das Hüftgelenk. Die Entstehung eines Knochenbruches wird dabei durch die Osteoporose unterstützt. Im Vergleich zu normalen Knochen junger Menschen brechen leicht osteoporotische Knochen etwa 15mal-, und schwer osteoporotische Knochen über 20mal häufiger bei gleicher Belastung. Dabei wird insbesondere bei den älteren Patienten die Wahrscheinlichkeit von Sturzereignissen durch Symptome wie Gangunsicherheit, Schwindel, Fehlsichtigkeit, Herzrhythmusstörungen oder Schwäche deutlich erhöht: Hüftgelenknahe Oberschenkelbrüche kommen bei über achtzigjährigen 20mal häufiger auf als bei unter 65-jährigen.
Hüftgelenknahe Oberschenkelbrüche bei jüngeren Patienten sind in der Regel Folge von „Hochrasanztraumen“. Damit sind schwere Verkehrsunfälle, oft mit komplizierten Mehrfachverletzungen gemeint.
Selten können hüftgelenksnahen Oberschenkelbrüchen ohne Unfall „schleichend“ auftreten. Ursache dafür können ausgeprägt Osteoporose oder Knochenmetastasen sein. Spontanfrakturen bei jüngeren Patienten resultieren aus Überlastung durch Sport oder Fehlernährung bei Magersucht.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Florian Krug