Oberschenkelhalsfraktur. Diagnostik
Bei Verdacht auf einen hüftgelenksnahen Oberschenkelbruch reicht in der Regel ein Röntgenbild des Beckens und eine Aufnahme der betroffenen Hüfte in einer zweiten Ebene aus, um den Bruch sicher einschätzen zu können.
Sind die Röntgenbilder unauffällig und bestehen trotzdem weiterhin starke Schmerzen, kann es notwendig sein, ein Kernspintomogramm des Hüftgelenks anzufertigen um inkomplette Brüche oder Ermüdungsbrüche mit schleichender Entstehung zu diagnostizieren. Eine Osteoporosediagnostik gehört immer dazu.
Besteht der Verdacht auf einen Bruch infolge eines Tumors, muss sehr schnell geklärt werden, ob es sich um einen einzelnen Tumor handelt, der durch einen ausgedehnten Eingriff geheilt werden kann, oder ob mehrere Knochenmetastasen vorliegen, die nur noch eine palliative (lindernde) Stabilisierung des Knochenbruches ohne vollständige Heilung ermöglichen. Hierzu eignet sich vor allem die Skelettszintigraphie. Unter Umständen müssen auch zunächst kleine Gewebeproben zur mikroskopischen Beurteilung entnommen werden.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Florian Krug