Morbus Perthes. Ursachen & Symptome
Wie entsteht ein Morbus Perthes?
Verletzungen im Bereich der Hüfte können Gefäße abklemmen, was die Durchblutung im Hüftkopf verschlechtern kann.
Die Ursachen für Morbus Perthes konnten bis heute noch nicht geklärt werden und daher werden verschiedene Theorien diskutiert. Grundsätzlich ist die Blutversorgung in der Hüft- und Beckenregion besonders in der Kindheit sehr anfällig für Störungen. Es genügen bereits geringe Anlässe, um die Durchblutung im betroffenen Bereich einzuschränken.
Da direkte Verwandte deutlich risikoanfälliger für Morbus Perthes sind, könnten genetische Faktoren eine Rolle spielen. Zur Diskussion über die Ursachen stehen außerdem mögliche vorliegende Gefäßfehlbildungen, die auch bei normalem Gefäßbett die Durchblutung des Hüftkopfes beeinträchtigen. Experten vermuten, dass es durch mehrfache Mikrotraumen, zum Beispiel unterschwellige Stauchungen, Stöße oder gestörte Gelenkmechaniken, zu kleinen Frakturen im kindlichen Hüftkopf kommt. Ein Indiz dafür ist, dass die Erkrankung häufig bei überaktiven Kindern auftritt. Operationen und Knochenbrüche im Bereich des Oberschenkels oder der Hüfte können ebenfalls dazu führen, dass die zuführenden Gefäße abgeklemmt oder abgerissen werden.
Was sind die Symptome eines Morbus Perthes?
Anfangsstadium
Eltern beobachten bei ihren Kindern ein leichtes Hinken, das jedoch erst bei körperlichen Aktivitäten, wenn überhaupt, schmerzhaft ist. Zu Beginn der Krankheit sind die klinischen Anzeichen unspezifisch und äußerst wechselhaft. Die Kinder klagen zunächst über langsam einsetzende Hüftschmerzen, die besonders unter Belastung auftreten. Allerdings leidet nur weniger als die Hälfte der Betroffenen unter diesen typischen Symptomen. Beschwerden im Oberschenkel, insbesondere im Kniegelenk, können auf einen Morbus Perthes hindeuten, da die Schmerzen auch in diese Körperregionen ausstrahlen. Bei Knieschmerzen im Kindesalter sollte eine Hüfterkrankung ausgeschlossen werden. Auch schnelle Ermüdbarkeit ist ein mögliches Anzeichen. Hinzu kommen Lauffaulheit und Leistenbeschwerden.
Im fortgeschrittenem Stadium
Im weiteren Verlauf ist die Hüfte in ihrer Bewegung behindert. So lässt sich das Bein schlechter abspreizen und nur eingeschränkt nach innen und außen drehen. Da die Muskulatur weniger beansprucht wird, kann dies zu Muskelschwund an der betroffenen Seite führen.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Sean Nader