Hohlfuß, Plattfuß. FAQ / Häufige Fragen
Kann ein Plattfuß mit Einlagen behandelt werden?
Das kommt darauf an was das Problem ist. Einlagen funktionieren gut bei flexiblen Füßen und bei weniger ausgeprägten Deformitäten. Gerissene Sehnen können mit Einlagen nicht dauerhaft geheilt werden. Hier ist eine operative Therapie angezeigt, ist dies nicht möglich, ist ein über knöchelhoher orthopädischer Schuh möglich.
Muss der Plattfuß meines Kindes mit Einlagen behandelt werden?
Der Plattfuß ist beim Kind eine natürliche Phase in der Entwicklung. Normalerweise richtet sich das Gewölbe bis zum 6-8 Lebensjahr auf. Einlagen haben auf diese Entwicklung keinen positiven Effekt. Wesentlich wichtiger ist es dem Kind häufiges barfuß Laufen zu ermöglichen um eine möglichst natürliche Fußentwicklung zu unterstützen.
Ich bin bereits über 50 Jahre und habe in den letzten Jahren einen Plattfuß bekommen und auch immer wieder Schmerzen am Innenknöchel. Was muss ich beachten?
In dieser Altersgruppe ist bei einem neu aufgetretenen Plattfuß am häufigsten ein Riss der Tibialis posterior Sehne die Ursache. Diese Sehen stabilisiert normalerweise das Längsgewölbe. Bei einem Riss kann die Kraft des Muskels nicht mehr auf den Fuß übertragen werden, so dass sich ein Plattfuß entwickelt. Hier sollte rasch eine weitere Untersuchung beim Orthopäden erfolgen, da sonst irreversible Schäden auftreten können. Wird die Erkrankung in der Frühphase behandelt, so kann meist eine normale Fußfunktion erhalten werden, was in späteren Stadien oft nicht mehr möglich ist.
Meine Einlagen sind bereits 5 Jahre alt – brauche ich neue?
Die Haltbarkeit von Einlagen liegt bei 6-12 Monaten. Einerseits kann sich der Fuß in dieser Zeit verändern, andererseits altert das Material. Daher sollten Einlagen einmal pro Jahr neu angepasst werden. Noch kürzere Abstände sind bei Kindern aufgrund des Wachstums notwendig.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Markus Walther