Morbus Dupuytren.

Krumme Finger durch Wucherungen des Bindegewebes.

Beim Morbus Dupuytren kommt es zu Bindegewebswucherungen, die die Beweglichkeit der Finger zunehmend einschränken.

Beim Morbus Dupuytren kommt es zu Bindegewebswucherungen, die die Beweglichkeit der Finger zunehmend einschränken.

Bei der Dupuytren`schen Erkrankung oder Morbus Dupuytren handelt es sich um eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hand. Das Bindegewebe bildet Wucherungen, die die Fingersehnen blockieren. Daher können die Finger im Verlauf der Erkrankung nicht mehr gestreckt werden und es kommt durch die Wucherungen zu einer Beugung der Finger. Meist sind der kleine und der Ringfinger davon betroffen. In der Regel haben die Patienten keine Schmerzen.

Der Morbus Dupuytren kann innerhalb mehrerer Monate wie auch mehrerer Jahre fortschreiten. Mit der Zeit können die Funktion und die Leistungsfähigkeit der Hand so weit beeinträchtigt sein, dass selbst einfache Tätigkeiten nur noch erschwert möglich sind. Meistens ist dann eine Operation nötig, doch es gibt auch erfolgreiche Alternativen zur großen OP.

 

Ursachen und Symptome von Morbus Dupuytren.

Information. Was versteht man unter Morbus Dupuytren?

Was versteht man unter einem Morbus Dupuytren?

Bei Morbus Dupuytren kommt es zu einer krankhaften Veränderung des Bindegewebes an der Hand. Die Folge sind Einschränkungen der Fingerbeweglichkeit - meist ist die Streckung nicht mehr möglich.

Bei Morbus Dupuytren kommt es zu einer krankhaften Veränderung des Bindegewebes an der Hand. Die Folge sind Einschränkungen der Fingerbeweglichkeit - meist ist die Streckung nicht mehr möglich.

Mediziner zählen den Morbus Dupuytren zu den fibromatösen Erkrankungen. Darunter versteht man krankhafte Veränderungen des Bindegewebes, welche nicht nur an den Händen, sondern auch an anderen Teilen des Körpers auftreten können. Nerven und Sehnen der Hand sind von einem festen Bindegewebe (Palmaraponeurose) das direkt unter der Haut liegt geschützt. Das Krankheitsbild Morbus Dupuytren ist geprägt von einer krankhaften Veränderung dieser Bindegewebsschicht: Es kommt zu einer vermehrten Bildung von knotigem und strangförmigem Bindegewebe in der Handfläche und an den Fingern. Die Knoten und Stränge sind unter der Haut tastbar. Dieses strangförmige (fibromatöse) Gewebe kann sich weiter verdicken und zusammenziehen, wodurch sich die betroffenen Finger im weiteren Verlauf der Erkrankung in eine Beugestellung zur Handinnenfläche verkrümmen. Ihre Bewegung ist beeinträchtigt und sie können nicht mehr vollständig gestreckt werden (Streckhemmung oder Beugekontraktur).

 

Namensgeber war der Chirurg Guillaume Dupuytren.

Benannt wurde sie nach dem französischen Chirurgen Baron Guillaume Dupuytren, der die Erkrankung 1832 erstmals beschrieb. Er erkannte, dass nicht die Beugesehne, sondern die oberhalb der Beugesehne gelegene Bindegewebsschicht erkrankt ist. Der häufig verwendete Begriff „Beugesehnenverkrümmung“ ist deshalb nicht korrekt, da sich die Finger nicht verkrümmen, weil die Beugesehnen sich verkürzen, sondern weil die Wucherungen des Bindegewebes die Bewegung der Finger blockieren.

 

Wie häufig ist der Morbus Dupuytren?

Der Morbus Dupuytren tritt überwiegend im Norden Europas, seltener in Südeuropa auf. Es findet sich eine zunehmende Häufung ab dem 50. Lebensjahr, Männer sind 5-Mal häufiger betroffen. In Deutschland schätzt man die Zahl der Betroffenen zwischen 1,3 und 1,9 Millionen. Es besteht sicher eine erbliche Komponente, da in bestimmten Familien der Morbus Dupuytren gehäuft auftritt. In 70-80% der Fälle sind beide Hände betroffen.

 

Gibt es ähnliche Erkrankungen auch in anderen Körperregionen?

Unter den Fußsohlen ist eine fibromatöse Erkrankung bekannt, die als Morbus Ledderhose beschrieben wird. Hier kommt es ebenfalls in der derben Bindegewebsschicht zur knotigen Veränderungen, die dann zu erheblichen Beeinträchtigungen beim Gehen und im Schuhwerk führen können. Ebenso können Verhärtungen im Penis, bezeichnet als Induratio penis plastica (IPP) auftreten. Es ist beschrieben, dass 20-30% der von der IPP betroffenen Männer gleichzeitig auch einen Morbus Dupuytren aufweisen.

 

Symptome. Beschwerden bei Morbus Dupuytren

Was sind die Symptome eines Morbus Dupuytren?

Bei Morbus Dupuytren können die Finger nicht mehr vollständig gestreckt werden.

Bei Morbus Dupuytren können die Finger nicht mehr vollständig gestreckt werden.

In der zwischen Haut und Beugesehnen liegenden Schicht sind zu Beginn knotige sowie strangförmige Verhärtungen tastbar. In der Regel bestehen keine Schmerzen. Entgegen der häufigen Annahme, sind die Beugesehnen dabei nicht betroffen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breiten sich diese Wucherungen weiter aus und die Finger verkrümmen sich aufgrund der Zugbelastung durch das verkürzte Gewebe immer mehr. Dies führt dazu, dass die Finger nicht mehr vollständig ausgestreckt werden können.

Durch die Gewebswucherung können Nerven und Gefäße in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, und es kann zu Gefühlsstörungen in den Fingern oder zu Durchblutungsstörungen kommen. Das Hauptproblem ist jedoch, dass der Betroffene durch die Einschränkung der Fingerstreckung in seiner Greiffunktion der Hand erheblich eingeschränkt ist und häufig mit den betroffenen Fingern an Gegenständen hängen bleibt.

 

Ursachen. Wie entsteht ein Morbus Dupuytren?

Ursachen eines Morbus Dupuytren.

Der Morbus Dupuytren kann neben weiteren Auslösern auch erblich veranlagt sein.

Der Morbus Dupuytren kann neben weiteren Auslösern auch erblich veranlagt sein.

Bis heute ist die genaue Ursache des Morbus Dupuytren ist noch nicht geklärt. Neben der erblichen Veranlagung, werden äußere Faktoren als Auslöser diskutiert, wie beispielsweise eine Verletzung. Aber auch ein Einfluss von Wachstumshormonen auf zellulärer Ebene wird angenommen. Neben einer familiären Häufung wird ein Morbus Dupuytren auch vermehrt bei Diabetikern und Epileptikern sowie in Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum beschrieben. Zu Beginn der Erkrankung bilden sich Stränge und knotige Veränderungen meist in der Hohlhand. Später ist die bereits erwähnte Streckhemmung / Beugekontraktur der Finger zu beobachten. Am häufigsten tritt ein Morbus Dupuytren an Klein- und Ringfinger auf; seltener sind die anderen Finger einschließlich des Daumens betroffen.

 

Diagnostik & Therapie

Jahrelang konnten Patienten mit verkrümmten Fingern nur mit einer Operation behandelt werden. Jetzt gibt es ambulante Alternativen.

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