Mittelfußbruch. Diagnostik & Therapie

Die Behandlung hängt von Art & Schweregrad der Fraktur ab.

Je nach Schweregrad und Lokalisation kann ein Mittelfußbruch konservativ oder operativ behandelt werden.

Je nach Schweregrad und Lokalisation kann ein Mittelfußbruch konservativ oder operativ behandelt werden.

Welche Behandlung bei einem Mittelfußbruch am besten geeignet ist, richtet sich immer nach Art und Schweregrad der Fraktur. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, welche und wie viele der Mittelfußknochen an der Verletzung beteiligt sind.

Sind die Knochenteile nicht gegeneinander verschoben, kann ein Mittelfußbruch meist im Rahmen einer konservative Therapie behandelt werden – durch einen Gips oder Spezialschuh in Verbindung mit Entlastung und Ruhigstellung. Nur bei komplizierten Brüchen ist eine Operation am Fuß erforderlich. Hierbei werden die Knochenfragmente wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht und dort fixiert.

 

Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Mittelfußbruch.

Diagnostik. So wird ein Mittelfußbruch festgestellt

Zuerst erfolgt die äußere Untersuchung des Fußes.

Der Arzt wird zuerst die Vorgeschichte erfragen, wie es zu dem Unfall kam und was genau passierte. Dann wird er den Fuß genauer in Augenschein nehmen. Deutliche Anzeichen einer Verletzung des Fußes sind eine Schwellung, Schmerzen, Einblutungen und eine geringe oder gar keine Belastbarkeit des Fußes. Ein lokaler Druckschmerz, eine Fehlstellung des Fußes und eine verminderte Sensibilität des Fußes oder der Zehen können Aussagen über die Art der Verletzung geben. Ist ein Gelenk ausgerenkt, kann der Arzt den Knochen gegebenenfalls unter der Haut ertasten.

 

Röntgenaufnahmen helfen dabei, die Diagnose zu sichern.

Röntgenbilder können den Fuß in bis zu drei Ebenen darstellen. Frakturen können so gut erkannt werden.

Röntgenbilder können den Fuß in bis zu drei Ebenen darstellen. Frakturen können so gut erkannt werden.

Die Grundlage für jede bildgebende Diagnostik stellen Röntgenbilder des Fußes in bis zu drei Ebenen dar. Falls möglich, können diese im Stand durchgeführt werden. Auf den Röntgenaufnahmen können die Bruchlinien und die Gelenkstellungen beurteilt werden. Dabei können dann Aussagen über eine Lageveränderung der Knochen oder deren anatomische Stellung getroffen werden. 

Bei speziellen Fragestellungen können auch die Kernspintomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT) eingesetzt werden. Dabei wird dann nicht nur das Verletzungsausmaß beurteilt sondern ob auch eine Notwendigkeit zur Operation besteht.

 

Konservative Behandlung. Therapie ohne OP

Ruhigstellung und Entlastung fördern den Heilungsprozeß.

Die Entlastung des Fußes mit Gehstützen und speziellen Schuhen fördert den Heilungsprozess am Knochen.

Die Entlastung des Fußes mit Gehstützen und speziellen Schuhen fördert den Heilungsprozess am Knochen.

Ermüdungsbrüche werden in der Regel, von wenigen Ausnahmen abgesehen, konservativ behandelt.

Die konservative Therapie beinhaltet dabei die nachfolgenden Elemente:

 

  • Ruhigstellung im Unterschenkelgips/Gipsstiefel/Walker für sechs bis acht Wochen
  • Entlastung/Teilbelastung an Unterarmgehstützen
  • Thromboseprophylaxe bis zum Erreichen der Vollbelastung im Konfektionsschuh
  • Ggf. abschwellende Maßnahmen (z.B. Lymphdrainage)  


Bei Patienten, bei denen die Knochenheilung ausbleibt oder nur verzögert eintritt, kann niederfrequenter Ultraschall zur Anregung der Knochenheilung eingesetzt werden. Dies geschieht häufig dann, wenn eine Operation aufgrund der schlechten Knochenheilung zu riskant ist.

 

Operative Versorgung bei Mittelfußbruch.

Therapie des Ermüdungsbruchs oder Stressfraktur mit OP.

Sind die Knochen deutlich verschoben oder die Knochen heilen trotz konsequenter Ruhigstellung nur sehr langsam, sollte über eine operative Therapie nachgedacht werden. Der Bruch wird dann in die korrekte anatomische Stellung gebracht und die Knochenheilung kann eventuell durch die Injektion von Wachstumsfaktoren aus Eigenblut angeregt werden. Liegen größere Defekte vor, können diese mit Knochen aus dem Fersenbein oder dem Beckenkamm aufgefüllt werden.

 

Therapie der Jones-Fraktur / Bruch der Basis des fünften Mittelfußknochens.

Die Schraube nimmt die Zugkraft der Sehne des kurzen Wadenbeinmuskels auf und leitet sie über den Bruch weg, so dass dieser in Ruhe ausheilen kann.

Die Schraube nimmt die Zugkraft der Sehne des kurzen Wadenbeinmuskels auf und leitet sie über den Bruch weg, so dass dieser in Ruhe ausheilen kann.

Ist der Bruch der Basis des fünften Mittelfußknochens nur ein wenig verschoben und liegen zwei Knochenfragmente vor, wird häufig ein Schraubenimplantat eingesetzt. Das Implantat wird durch einen kleinen Hautschnitt minimal-invasiv eingesetzt. Unter Röntgenkontrolle wird ein Draht in den Schaft des fünften Mittelfußknochens eingeführt und die Frakturfragmente wieder in die korrekte anatomische Lage zueinander gebracht. Über diesen Draht wird anschließend nach Vorbohren eines Kanals eine stabile Schraube in den Schaft eingedreht. Durch den sehr kleinen Hautschnitt minimiert sich das Risiko einer Wundinfektion oder Wundheilungsstörung. Die Schraube nimmt die Zugkraft der Sehne des kurzen Wadenbeinmuskels auf und leitet sie über den Frakturspalt weg, so dass dieser in Ruhe ausheilen kann. Dadurch kann bei einfachen Brüchen ein schnellerer Belastungsaufbau gewährleistet sein. Der operierte Fuß wird für sechs Wochen im Gipsstiefel/Walker ruhiggestellt. Danach kann man den Fuß wieder leicht belasten und nach zwei bis drei Wochen kann die Belastung langsam gesteigert werden, bis man den Fuß wieder voll belasten kann.

 

Plattenosteosynthese bei Trümmerbruch.

Bei Brüchen mit mehreren Fragmenten und ausgeprägter Lageveränderung der Fragmente zueinander wird die offene Plattenosteosynthese angewendet. Hier werden die einzelnen Knochenfragmente Schritt für Schritt wieder zusammengesetzt und mittels einer Kombination von Schrauben und einer Platte in der korrekten Stellung gehalten. Aufgrund der komplexen Verletzung und der filigranen Fragmente muss der Fuß sechs Wochen lang im Walker entlastet werden.

 

Therapie bei Lisfranc-Gelenkbruch-/ausrenkung.

Bei einem Lisfranc-Gelenkbruch werden die Gelenke z.B. mittels Schrauben in die korrekte Stellung gebracht.

Bei einem Lisfranc-Gelenkbruch werden die Gelenke z.B. mittels Schrauben in die korrekte Stellung gebracht.

Bei komplexen Verletzungsmustern wie den Verrenkungsbrüchen an der Lisfranc-Gelenklinie ist eine rasche operative Versorgung notwendig. Die Gelenkstellung wird über einen Schnitt am Fußrücken wieder hergestellt und die Gelenke mittels Schrauben oder Drähte für acht bis zwölf Wochen ruhiggestellt. Während dieser Zeit ist eine Belastung des Fußes nicht möglich. Die Nachbehandlung erfolgt im Unterschenkelgips oder Gipsstiefel bei vollständiger Entlastung an Unterarmgehstützen. Nach 6 - 8 Wochen werden die Schrauben oder Drähte mittels einer kleineren zweiten Operation entfernt. Dann kann man vorsichtig mit dem Belastungsaufbau beginnen. Wie lange es dauert, bis man den Fuß wieder voll belasten kann hängt davon ab, wie stark die Gelenkflächen durch die Verletzung zerstört wurden.

 

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