Mittelfußbruch. FAQ / Häufige Fragen

Warum habe ich einen Ermüdungsbruch, obwohl ich seit 30 Jahren jogge?

Eine Stressfraktur, häufig auch Ermüdungsbruch genannt,   entsteht immer aus einem Missverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung des Knochens. Gerade bei älteren Patienten kann daher auch ein schwächer werdender Knochen bei gleich bleibender Belastung zu einer Stressfraktur führen. Die Behandlung ist grundsätzlich die gleiche, allerdings sollten die Ursachen für den "zu weichen Knochen" weiter untersucht und ggf. behandelt werden.

Ich habe nach einem Verdrehtrauma des Fußes Schmerzen bei Belastung, in den Röntgenbildern wurde ein Knochenbruch ausgeschlossen. An was muss ich sonst noch denken?

Neben den Knochen können bei Verdrehtraumen des Fußes auch Bänder im Mittelfuß geschädigt werden. Diese Verletzungen (z.B. Lisfranc-Ligament-Verletzung) führen zu anhaltenden Schmerzen mit reduzierter Belastbarkeit des Fußes. Daher sollte bei anhaltenden Beschwerden und unauffälligem Röntgenbild eine Kernspintomographie (MRT) durchgeführt werden. Im MRT können Bandverletzungen erkannt und eine entsprechende Behandlung geplant werden.

Muss man jeden Mittelfußbruch operieren?

Viele Mittelfußbrüche können konservativ, d.h. mit Entlastung und Ruhigstellung in einer Schiene behandelt werden. Es gibt aber Faktoren, bei denen man im Einzelfall überlegen muss, welche Behandlungsform risikoärmer und erfolgversprechender ist. Das kann bei komplexeren Verletzungen auch die Operation sein, z.B. wenn:  

  • der Bruch in einer Zone mit erfahrungsgemäß schlechter Heilungstendenz liegt 
  • der Bruch verschoben ist
  • der Bruch durch die umliegenden Muskeln und Sehnen nicht ruhig gestellt werden kann

Fachliche Betreuung

Dreyer

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Florian Dreyer