High Heels: So vermeiden Sie Folgeschäden.

Barfuß laufen ist die beste Wahl.

Schuhe gibt es für jeden Anlass, für jeden Zweck und in den verschiedensten Farben und Mustern. Zwar sehen High Heels im Theater, in der Disco oder auf dem roten Teppich super aus, doch ihre Trägerinnen nehmen dafür oft schmerzende Füße in Kauf.  Der Chefarzt am Zentrum für Sprung- und Fußgelenkchirurgie der Schön Klinik München Harlaching, Prof. Markus Walther, weiß, wie sich Folgeschäden verhindern lassen.

 

Herr Prof. Walther, welche Schuhe tragen Sie gerade?

Ich trage einen flexiblen, luftigen Laufschuh mit dünner Sohle. Da kann ich meine Zehen gut bewegen und den ganzen Tag unterwegs sein, ohne dass mir abends die Füße weh tun. 

 

Welche Schuhe, also außer Joggingschuhen, sind aus orthopädischer Sicht empfehlenswert?

Barfuß laufen ist die beste Wahl.

Barfuß laufen ist die beste Wahl.

Ganz einfach, gar keine. Doch da es in unseren Breitengraden im Winter sehr kalt ist und auch sonst der Untergrund nicht so weich ist wie in der Savanne, empfiehlt sich ein flaches, flexibles, weiches und luftiges Schuhwerk. Zum Schutz vor der Witterung, Steinen und Scherben. Generell gilt: Je flacher und flexibler die Schuhe, umso besser. Chucks, also modische Turnschuhe aus Leinen oder Leder, lassen den Zehen genug Spielraum und sorgen für eine angenehme Luftzirkulation.

 

Das hören Frauen, die am liebsten High Heels tragen, jedoch nicht so gern. Müssen Sie auf Ihre geliebten 10 oder 12 Zentimeter hohen Absätze verzichten?

Es gibt auch bei High Heels nicht nur eine schwarz-weiß-Sicht der Dinge.

Es gibt auch bei High Heels nicht nur eine schwarz-weiß-Sicht der Dinge.

Nein, das nicht. Es gibt auch bei High Heels nicht nur eine schwarz-weiß-Sicht der Dinge. Es ist eine Frage der Dosierung. Wenn Sie bei Social Events Schuhe mit hohen Absätzen tragen, einen gesunden Fuß haben und anschließend Füße und Zehen zum Ausgleich bewegen und dehnen, ist das völlig in Ordnung. Wenn Frauen jedoch ausschließlich High Heels tragen ohne entsprechende Ausgleichsgymnastik, kann es über Jahrzehnte hinweg durchaus zu Schäden kommen.

 

Wo liegt genau das Problem?

Bei High Heels liegt die Belastung beim Gehen auf einem sehr kleinen Areal im Vorfuß. Zudem rutscht der Fuß und die Zehen in die Schuhspitze. In diesem Dreieck werden die Zehen zusammengequetscht, sie können sich nicht bewegen und zudem verkümmert die Fußmuskulatur. Auf lange Sicht führt das zu Zehenfehlstellungen und einem Verkürzen der Wadenmuskulatur. Manche Frauen können daher in Schuhen ohne Absatz gar nicht mehr gehen, weil sie mit der Ferse nicht mehr auf den Boden kommen. Außerdem haben High Heels-Trägerinnen ein mechanisches Risiko: Nämlich umzuknicken und sich bei einem instabilen Fußgelenk ein Trauma zuzuziehen.

 

Bei welchen Beschwerden sollte ich zum Orthopäden gehen?

Wenn Sie beim barfuß laufen zuhause in der Wohnung oder im Freibad, aber auch in bequemen, weit geschnittenen Schuhen Schmerzen haben, würde ich vorsorglich einen Arzttermin vereinbaren.

 

Jetzt kommt ja der Sommer und mit ihm die Flip-Flop-Saison. Was halten Sie von den minimalistischen Plastik- oder Ledersandaletten?

Solange Flip-Flop-Liebhaber nicht ständig die Zehen krallen müssen, um das Schuhwerk am Fuß zu halten, spricht nichts dagegen. Das Problem sind Haltungen und Bewegungen von Fuß und/oder Zehen, die konstant in eine Richtung gehen. Die können langfristig zu Zehenfehlstellungen führen.

 

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