Diabetischer Fuß. Therapie
Die Behandlungsstrategie beim diabetischen Fuß
Die Behandlungsstrategie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und nach dem Stadium sowie den Begleiterkrankungen.
Diabetischer Fuß. Konservative Behandlung
Wird die Erkrankung in Frühstadien diagnostiziert, kann durch eine konservative Behandlung eine weitere Zerstörung des Fußskelettes gebremst oder aufgehalten werden. Je nach Ausmaß wird durch eine Stabilisierung von außen, z. B. mit Gips oder Schienen bzw. mit einem Diabetikerschuh, versucht, die Form des Fußes zu erhalten, um ein Zusammenbrechen der Knochen zu verhindern. Kann hierdurch die kritische Phase der „weichen Knochen“ überbrückt werden, so stabilisiert sich häufig der Knochen wieder so weit, dass dauerhaft eine Versorgung mit Diabetikerschuhen möglich ist.
Diabetischer Fuß. Operative Behandlung
Sind Durchblutung und Haut intakt, wird in den fortgeschrittenen Stadien durch eine Operation der abgestorbene und aufgeweichte Knochen entfernt. Die intakten Knochen werden mit Schrauben und Platten stabil verbunden, die Lücken werden mit Knochen vom Beckenkamm aufgefüllt. Zusätzlich können Knochenwachstumsfaktoren eingebracht werden. Bei schlechten Durchblutungsverhältnissen oder offenen Stellen mit Infektion von Haut und Knochen, wird eine Stabilisierung mit einem äußeren Spanner (Fixateur externe) durchgeführt. Hier werden die infizierten Weichteil- und Knochenbezirke entfernt und das Skelett von außen mit Hilfe eines Stahlgestells stabilisiert. Bis eine genügende Stabilität erreicht ist, muss das Gestell oft über viele Monate getragen werden. Häufig sind mehrere Operationen notwendig bis Infektionen ausgeheilt sind. Ziel aller dieser Maßnahmen ist es, einen belastungsfähigen Fuß zu erhalten. Ist aufgrund völlig desolater Verhältnisse eine Amputation unumgänglich, was glücklicherweise heute die Ausnahme ist, so wird diese auf das absolut notwendigste beschränkt. Häufig ist die Entfernung einzelner Knochen völlig ausreichend. Die beim diabetischen Fuß immer wieder vorgeschlagene Unterschenkelamputation stellt für den Patienten die funktionell schlechteste Lösung dar. Auch haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass bei über der Hälfte der Patienten nach Unterschenkelamputation innerhalb von 4 Jahren auch auf der Gegenseite eine Amputation durchgeführt werden muss, ein weiterer Grund alles zu tun um eine Amputation zu vermeiden.
Diabetischer Fuß. Rehabilitation
Die Heilung verläuft beim Diabetespatienten etwa halb so langsam wie beim gesunden Patienten. Es wird eine optimale Einstellung des Blutzuckers angestrebt. Zusätzlich kann in Einzelfällen eine Verbesserung der Durchblutungssituation durch gefäßchirurgische Maßnahmen erreicht werden. Abgesehen von sehr frühen Stadien mit geringer Ausprägung, dauert es meist 6 Monate bis wieder ein belastungsfähiger Fuß erreicht ist. Je nach Mobilität kann der Patient diese Zeit an Unterarmgehstützen überbrücken. Alternativ kann auch ein Rollstuhl verwendet werden. Die alleinige Gipsruhigstellung unter Vollbelastung des Fußes ist in den seltensten Fällen ausreichend.
Diabetischer Fuß. Diagnostik
Für die Diagnostik müssen verschiedende Untersuchungen des Fußes erfolgen.
Diagnostik
Ärztlicher Rat
Die Prophylaxe und die rechtzeitige Behandlung ist der Schlüssel zum Erfolg.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Markus Walther