Arthrose im oberen Sprunggelenk.

Gelenkverschleiß. Wenn das Sprunggelenk Probleme macht

Geht die schmierende und dämpfende Knorpelschicht im Sprunggelenk verloren, spricht man von einer Sprunggelenksarthrose.

Geht die schmierende und dämpfende Knorpelschicht im Sprunggelenk verloren, spricht man von einer Sprunggelenksarthrose.

Drei Knochen. Ein Gelenk. 1000 Schritte täglich. Das Sprunggelenk muss einiges aushalten und ist für den reibungslosen Bewegungsablauf unverzichtbar. Fuß aufsetzen. Fuß abrollen. Bein nach vorne bringen – all das wäre ohne das Gelenk nicht möglich. Fühlt es sich aber an wie ein rostiges Türscharnier, können Verschleißerscheinungen dafür verantwortlich sein; medizinisch korrekt: Arthrose im Sprunggelenk.

Natürlich ist das Sprunggelenk kein Türscharnier, aber es kann trotzdem verschleißen und quietschen – beziehungsweise Reibegeräusche erzeugen. Dem Türscharnier fehlt Öl. Dem Sprunggelenk schmierender Gelenkknorpel. So schmerzt es bei jedem Schritt und mit jedem weiteren scheinen sich die Beschwerden der Arthrose im Sprunggelenk zu verstärken.

 

Schritt für Schritt schreitet die Arthrose im Sprunggelenk voran.

Ein Gelenk kann sich durch starke Inanspruchnahme schneller abnutzen – wie alles, das viel und häufig gebraucht wird. Treten Verletzungen auf, können diese den Verschleiß beschleunigen. Und hierfür ist gerade das Sprunggelenk von Sportlern sehr anfällig. Wer hat sich nicht schon einmal den Knöchel verstaucht?

Schonhaltungen und wenig Bewegung sind für das Sprunggelenk allerdings ebenfalls fatal: Bei zu wenig Bewegung trocknet der Gelenkknorpel aus und verliert zusätzlich seine schützende Dämpferfunktion. Ein Teufelskreis.

 

Gute Behandlungsmöglichkeiten dank intensiver Forschung.

Da Arthrose im Sprunggelenk zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führt, wurde an Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung innerhalb der letzten 15 Jahre intensiv geforscht. So lassen sich die Beschwerden einer Arthrose im Sprunggelenk heute gut und individuell behandeln. In der Schön Klinik haben wir uns darauf spezialisiert. 

 

Arthrose im Sprunggelenk. Definition, Symptome & Ursachen

Information. Was ist eine Arthrose im Sprunggelenk?

Arthrose – Was ist das?

Arthrose ist der medizinische Fachausdruck für Gelenkverschleiß. Denn ein Gelenk unterliegt nicht nur regulären Altersprozessen. Es kann sich durch starke Inanspruchnahme und große Lasten schneller abnutzen – wie alles, das viel und häufig gebraucht und bewegt wird. Treten Verletzungen auf, können diese den Verschleiß beschleunigen.

 

Geht die schützende Knorpelschicht im Sprunggelenk verloren, spricht man von einer Sprunggelenksarthrose.

Geht die schützende Knorpelschicht im Sprunggelenk verloren, spricht man von einer Sprunggelenksarthrose.

In einem Gelenk stoßen mehrere Knochen beweglich aufeinander. Das Sprunggelenk sitzt zwischen Unterschenkel und Fuß und wird unterteilt in oberes Sprunggelenk und unteres Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk, umgangssprachlich auch Knöchelgelenk genannt,  besteht aus drei Knochen: den jeweiligen Enden von Schienbein und Wadenbein sowie dem Sprungbein.

Damit die beteiligten Knochen nicht bei jeder Bewegung schmerzhaft aneinander reiben und sich gegenseitig verletzten, ist ihre Auflagefläche innerhalb des Gelenks durch eine weiche Knorpelschicht gefedert. Geht dieser schützende Knorpel verloren, spricht man von Gelenkverschleiß, oder – medizinisch korrekt – Arthrose im Sprunggelenk.

 

Wenn dem Gelenk der Stoßdämpfer fehlt.

Gerade das Sprunggelenk ist anfällig für Verletzungen. Einmal beschädigt, schreitet der Abnutzungsgrad des Knorpelgewebes unweigerlich voran. Wie bei einem Steinschlag in der Windschutzscheibe: Ein kleiner Stein erzeugt einen kleinen Riss. Im Laufe der Fahrt weitet sich dieser über die ganze Scheibe aus. Oder anders: Ein kleiner Stein im Schuh sorgt nach mehreren Metern Fußmarsch für eine unliebsame Druckstelle. Nach mehreren Kilometern hat sich bereits eine schmerzhafte Blase gebildet und zwingt zur Pause.

Bei einer Arthrose fehlt dem Sprunggelenk zwangsläufig der Stoßdämpfer. Die Knochen stehen näher aufeinander, der sogenannte Gelenkspalt wird schmaler. „Die Breite des Gelenkspalts kann man bereits auf einem Röntgenbild erkennen und vermessen. “, erklärt Professor Dr. Markus Walther, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Schön Klinik München Harlaching. „Er ist ein guter Hinweis auf das Stadium der Arthrose.“

 

Symptome. Beschwerden bei Arthrose im Sprunggelenk

Typische Beschwerden bei einer Sprunggelenksarthrose.

Der Körper hat ein gut funktionierendes Signal für Verletzungen eingerichtet: Schmerzen! Schmerzen im Sprunggelenk sind daher die ersten Anzeichen, die eine Arthrose ankündigen. Auch können in fortgeschrittenem Stadium Knack- oder Reibegeräusche auftreten.

„Baut sich der Knorpel innerhalb des Gelenks ab, kann dieses verknöchern“, weiß Professor Dr. Markus Walther, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Schön Klinik München Harlaching. Es bilden sich kleine Knochenwucherungen im Gelenk. „Dann“, so Professor Walther, „kann ein Patient auch Schwierigkeiten haben, seinen Fuß flüssig zu bewegen. Er hat das Gefühl, als blockiere ihn etwas im Gelenk. So als sei ein Türscharnier schwer zu bewegen und müsste dringend geölt werden.“

 

Typisch: Schmerzen bei Belastung und Ruhestellung.

Erste Anzeichen einer Arthrose im Sprunggelenk: Schmerzen nach dem Sport. Bei übermäßiger Belastung kann das Gelenk schnell anschwellen und sich entzünden.

Erste Anzeichen einer Arthrose im Sprunggelenk: Schmerzen nach dem Sport. Bei übermäßiger Belastung kann das Gelenk schnell anschwellen und sich entzünden.

Anfänglich treten die Beschwerden nur bei großer Belastung, wie beim Sport oder langen Fußmärschen auf. Je mehr Knorpel sich aber im Gelenk abbaut, je weiter die Arthrose also fortschreitet, desto häufiger und länger treten Schmerzen in der Bewegung auf. Manche Betroffene berichten auch über Anlaufschmerzen – wenn der Fuß lange geruht hat, sind die ersten Schritte sehr beschwerlich. Das Gelenk muss sich erst „warmlaufen“, um beschwerdefreies Gehen zu ermöglichen. Das Gelenk ist dann auch häufig geschwollen oder verformt.

In einem fortgeschrittenen Stadium der Arthrose im Sprunggelenk treten auch Ermüdungsschmerzen oder Schmerzen selbst in vollkommener Ruhestellung des Gelenks auf. Bei einigen wird der Fuß durch die Arthrose auch steif.

Typischen Beschwerden bei Arthrose im Sprunggelenk:

  • Stärkere Schmerzen zu Beginn einer Bewegung (Anlaufschmerz)
  • Schmerzen bei längerer Belastung (Belastungsschmerz)
  • Schmerzen beim Treppensteigen, Laufen auf unbefestigten Wegen oder beim Sport
 

Ursachen. Wie entsteht eine Arthrose im Sprunggelenk?

Die häufigste Ursache: Verletzungen.

Ursache für eine Sprunggelenksarthrose sind häufig Verletzungen, wie etwa ein Knöchelbruch.

Ursache für eine Sprunggelenksarthrose sind häufig Verletzungen, wie etwa ein Knöchelbruch.

Sporthalle. Sturz. Schmerz. Verletzt! Bei etwa 80 Prozent unserer  Patienten entwickelt sich eine Arthrose im Sprunggelenk in Folge einer Verletzung. Je schwerer ein Knöchelbruch und je stärker die tragenden Gelenkanteile beteiligt sind, desto größer ist das Risiko über die Jahre eine Arthrose zu entwickeln.

Bei der Heilung können die Gelenkknochen zum Beispiel knöcherne Auswüchse zur Stabilisation ausbilden – denkbar ungünstig für den Knorpel. Denn dann gleitet bei jeder  Bewegung der knöcherne Auswuchs über die Knorpelschicht und trägt diese Schicht für Schicht ab.

 

Risikogruppe Hallensportler und Rheumapatienten.

Besonders Hallensportler wie Basketball- oder Fußballspieler stauchen oder brechen sich häufig den Knöchel, also das obere Sprunggelenk. Auch Skateboardfahrer gehören zur Risikogruppe. Untersuchungen haben ergeben, dass bei dieser zum Teil noch jungen Patientengruppe häufig  Entzündungen der Gelenkinnenhaut sowie Verkürzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern zu finden sind – Faktoren, die eine Arthrose begünstigen.

Professor Dr. Markus Walther, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Schön Klinik München Harlaching erklärt: „Lockere Bänder und Sehnen sorgen dafür, dass das Sprunggelenk nicht mehr ordentlich gehalten wird. Sitzen die Gelenkknochen dann nicht ordentlich und passgenau aufeinander, geht durch die erhöhte Reibung Knorpel verloren.“

 

Risiko Entzündungen.

Entzündungen begünstigen ebenfalls einen schnellen Verlust des wertvollen Dämpfungsmaterials Knorpel. So ist auch Rheuma mit 12 Prozent der Betroffenen die  zweithäufigste Ursache einer Arthrose im Sprunggelenk. Die chronische Entzündung der Gelenkschleimhaut führt im Laufe der Zeit zu einer schweren Schädigung des Gelenkknorpels und nachfolgend zu einer Zerstörung des gesamten Gelenks.

 

Weitere Ursachen: Erbanlagen, Übergewicht.

Genetische Veranlagung.

Bei einigen Betroffenen entwickelt sich eine Arthrose auch ohne erkennbare Ursachen. Nach intensiver Forschung in den letzten Jahren geht man davon aus, dass bei diesen Patienten eine genetisch bedingte Störung des Knorpels vorliegt. Ihr Gelenkknorpel ist meist weicher und damit verletzlicher. Typischerweise entwickeln diese Patienten nicht nur eine Arthrose im Sprunggelenk, sondern auch in weiteren Gelenken, wie zum Beispiel Hüft- oder Kniegelenk.

Diabetes, Kinderlähmung...

Erkrankungen des Nervensystems erhöhen ebenfalls das Risiko. So kann auch eine lang anhaltende Zuckerkrankheit Auslöser einer Arthrose sein. Auch Bandscheibenvorfälle oder Kinderlähmung kommen als Ursache in Frage.

Übergewicht.

Zunehmender Auslöser für die Entwicklung einer Arthrose ist zudem das Übergewicht vieler Patienten. Gelenke, die über Jahre mit zu viel Körpermasse zusätzlich belastet wurden, zeigen verstärkten Gelenkverschleiß.

 

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