Achillessehnenriss. Achillessehnenentzündung. Therapie
Chronische Achillessehnenerkrankungen
Der wichtigste Behandlungsansatz ist ein konsequentes Dehnen der Achillessehne (sog. exzentrisches Trainingsprogramm). Über die Effektivität dieser Behandlungsmethode gibt es zahlreiche wissenschaftliche Belege. Der Schlüssel zum Erfolg ist die konsequente Übung durch den Patienten selbst . Ergänzend können Ultraschall-Anwendungen, Eisabreibungen und Friktionsmassagen erfolgen. Eine weitere konservative Behandlungsmaßnahme ist die Stoßwelle. Die exakte Wirkungsweise ist noch nicht abschließend geklärt. Man nimmt an, dass die Stoffwechselaktivität der Sehne erhöht wird, zusätzlich werden die Schmerzrezeptoren in ihrer Empfindlichkeit herabgesetzt. Degenerative Sehnenerkrankungen gehen oft einher mit einer abnormalen Gefäßentwicklung in der Sehne. Es gibt Hinweise dafür, dass eine Verödung dieser Gefäße ebenfalls zu einer Linderung der Beschwerden führt. Ob sich durch die Verödung der Gefäße langfristig Risiken für die Durchblutung und Stabilität der Sehne als solches ergeben, ist noch nicht abschließend geklärt. Lassen sich die Beschwerden durch die nicht operativen Behandlungsoptionen nicht beherrschen, so muss über eine operative Behandlung nachgedacht werden. Das Prinzip hierbei ist sämtliches krankhaftes Gewebe zu entfernen, um den Körper zu ermöglichen wieder neues Gewebe aufzubauen.
Haglund-Exostose
Bei der Haglund-Exostose handelt es sich ein mechanisches Problem. Der prominente Knochen des Fersenbeins reibt an der Sehne. Es besteht entweder die Möglichkeit, das Schuhwerk an die Form der Ferse anzupassen, oder den Knochenvorsprung im Rahmen einer Operation abzutragen. Hierbei wird gleichzeitig der entzündete Schleimbeutel entfernt. Stoßwellenbehandlungen und Friktionen sowie eine Dehnungsbehandlung sind bei diesem mechanischen Problem weniger Erfolg versprechend.
Ansatztendinose
Stoßwellenbehandlung und Friktionen sowie Ultraschall in Verbindung mit einer exzentrischen Dehnungsbehandlung sind die Domäne bei Erkrankungen des Überganges der Sehne in den Knochen. Klingen die Beschwerden hierdurch nicht ab, sind häufig Verkalkungen in der Sehne die Ursache. Die kleinen Kalkstückchen führen zu einer ständigen Irritation. Hier muss überlegt werden, die Verkalkungen operativ zu entfernen.
Riss der Achillessehne
Prinzipiell kann ein Riss der Achillessehne operativ und konservativ behandelt werden. Beide Behandlungsformen haben spezielle Vor- und Nachteile, so dass mit dem Patienten sorgfältig zu besprechen ist, welche speziellen Risiken für ihn besonders schwer wiegen. Bei nahezu allen konservativ behandelten Achillessehnenrupturen kommt es zu einem erheblichen Kraftverlust, da die Sehne immer mit einer gewissen Verlängerung ausheilt, was die Vorspannung des Muskels und damit die Kraftentwicklung nachhaltig beeinflusst. Der Kraftverlust ist bei einer operativen Behandlung geringer, da hier exakt die Länge wieder eingestellt werden kann. Durch die notwendige, mehrwöchige Schonung kommt es aber auch hier häufig zu einem Kraftverlust, der sich erst durch intensives Training über viele Monate wieder zurückbildet. Auch hier ist es möglich, dass ein Kraftdefizit zur gesunden Seite verbleibt. Das Hauptrisiko der operativen Behandlung sind Störungen der Wundheilung. Man versucht dieses Problem zu umgehen, indem die Sehne über sehr kleine Schnitte genäht wird. Dies ist möglich, wenn sich die beiden Stümpfe in der Sehnenhülle gut zusammenschieben lassen. Ist dies nicht möglich, z. B. weil die Sehne völlig zerfetzt ist, ist nach wie vor eine offene Operation indiziert.
Rehabilitation
Kann durch ein exzentrisches Dehnungsprogramm eine Besserung von Achillessehnenbeschwerden erreicht werden, so ist es sinnvoll dieses Dehnungsprogramm über mehrere Monate fortzusetzen. Gerade bei Menschen die zu einer Verkürzung der Achillessehne neigen, kann es sinnvoll sein, Dehnungsübungen für die Achillessehne lebenslang in das Trainingsprogramm zu integrieren. Werden krankhafte Sehnenanteile bei einer Operation entfernt, so richtet sich die Dauer der Schonung und Entlastung am Ausmaß der Schwächung der Sehne. Der typische Zeitraum für das Tragen einer Schiene (z. B. Vacoped-Stiefel) beträgt 4-8 Wochen. Während dieser Phase wird die Belastung langsam gesteigert. Sowohl bei der operativen als auch der konservativen Behandlung einer Achillessehnenruptur wird die betroffene Sehne über 8 Wochen im Vacoped-Stiefel entlastet. Durch eine Spitzfußstellung lässt sich Zug auf die Sehne vermeiden, obwohl das Bein belastet wird. Der Belastungsaufbau erfolgt stufenweise nach Abschluss der Wundheilung. Sklerosierungsbehandlungen und Stoßwelle führen zu einer Schwächung der Sehne, so dass für 3 Monate eine Reduktion der sportlichen Aktivitäten, vor allem Sprung- und Sprintbelastungen, empfohlen wird. Radfahren und Schwimmen ist möglich.
Diagnostik
Mit einer Kernspintomographie lassen sich Verletzungen/ Entzündung gut identifizieren.
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Spezialisierte Kliniken
Unsere spezialisierten Kliniken für die Behandlung von Verletzungen/Entzündungen der Achillessehne.
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