Achillessehne. Erkrankungen & Achillessehnenriss

Erkrankungen & Verletzungen der Achillessehne.

Die kräftigste Sehne des Körpers ist häufig von Entzündungen oder einem Achillessehnenriss betroffen.

Die kräftigste Sehne des Körpers ist häufig von Entzündungen oder einem Achillessehnenriss betroffen.

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne im Körper des Menschen und auch die am stärksten beanspruchte. Zugkräfte bis zu 500 kg können auftreten, wenn man beispielsweise die Treppe hinaufspringt. Daher sind Abnutzungen und Verschleiß-Erkrankungen der Achillessehne sowie ein Achillessehneriss relativ häufig. In der Therapie ist allerdings genau zu unterscheiden, welche Bereiche der Sehne betroffen sind. Liegt beispielsweise ein Problem am Übergang der Sehne in den Fersenknochen vor, ist das Vorgehen anders, als wenn die Sehne selbst betroffen ist oder ein Teilriss der Sehne vorliegt. Weiterhin gibt es einige Medikamente, wie z. B. Chinolone (z. B. Ciprobay), welche das Auftreten von Achillessehnenerkrankungen begünstigen können. Auch entzündliche Gelenkerkrankungen (z. B. Morbus Bechterew), können zu Achillessehnenbeschwerden oder einem Achillessehnenriss führen.

 

Übersicht: Erkrankungen & Verletzungen der Achillessehne.

Welche Arten von Achillessehnenerkrankungen gibt es?

Schmerzen durch Verschleiß, Verletzung, Riss, Entzündung oder Reizung der Achillessehne.

  • Achillessehnenruptur, Achillessehnenriss:
    Teilweiser oder kompletter Riss der Achillessehne. Je nach Lokalisation wird von einem körpernahen oder körperfernen bzw. zentralem Riss gesprochen.
  • Ansatztendinose der Achillessehne:
    Entzündung des Überganges der Sehne in den Knochen. Durch die chronische Entzündung können sich Verkalkungen innerhalb der Sehne bilden, die zu dauerhaften Beschwerden führen.
  • Haglund-Exostose:
    Ein knöcherner Vorsprung an der Oberkante des Fersenbeins führt zu einer mechanischen Irritation der Sehne, meist in Verbindung mit einem chronisch entzündeten Schleimbeutel. Der chronische Entzündungsreiz führt zu einem weiteren Knochenwachstum, sowie zur Bildung von Narbengewebe, so dass die Ferse immer dicker wird und die Beschwerden tendenziell zunehmen.
  • Degenerative Achillessehnenerkrankungen:
    Die Sehnenhülle (Paratenon) oder die Achillessehne selbst können im Lauf des Lebens durch Verschleiß und Abnutzung Beschwerden verursachen. Hier ist meist der mittlere Sehnenanteil betroffen.
 

Symptome. Achillessehnenriss & Sehnenerkrankungen

Oft schmerzhaft: Die Sehne und der Sehnenübergang.

Je nach betroffener Struktur ist entweder die Achillessehne selbst schmerzhaft oder der Übergang der Sehne in den Knochen.

 

Achillessehnenriss, Achillessehnenruptur.

Bei einem Achillessehnenriss wird die Achillessehne ruckartig durchtrennt. Da hier oft starke Zugkräfte wirken, reißt die Sehne in den meisten Fällen mit einem lauten Geräusch, ähnlich einem Peitschenknall. Die plötzlich auftretende Verletzung wird häufig als sehr schmerzhaft empfunden. Die wichtigsten Fuß-Beugemuskeln in der Wade haben nun keinen Ansatzpunkt mehr - der Zehenstand ist nach einem Achillessehnenriss nicht mehr möglich.

 

Achillessehnenerkrankungen.

Degenerative Achillessehnenerkrankungen zeichnen sich durch einen Anlaufschmerz aus. Dies bedeutet, dass zum Beginn einer sportlichen Aktivität vermehrt Beschwerden vorhanden sind. Ist die Sehne „warm gelaufen“, werden die Schmerzen geringer. Dafür kann die Sehne nach Beendigung des Sports wieder um so mehr schmerzen.

 

Ansatztendinosen und Haglund-Exostose.

In der 3D-CT-Aufnahmen der Achillessehne lässt sich eine Haglundexostose gut erkennen.

In der 3D-CT-Aufnahmen der Achillessehne lässt sich eine Haglundexostose gut erkennen.

Ansatztendinosen und auch die Haglund-Exostose führen durch die chronische Entzündung fast immer zu Konflikten mit dem Schuhwerk. Durch das prominente Fersenbein kommt Druck auf den Sehnenansatz, während in offenen Schuhen die Beschwerden deutlich geringer sind. Bei einem teilweisen oder vollständigen Riss berichtet der Patient über ein Gefühl, als hätte man ihm ein Messer in die Sehne gestochen. Ein stärkster Schmerz, der verbunden ist mit dem Unvermögen in den Zehenstand zu gehen und den Sport weiter auszuüben, macht die Diagnose sehr wahrscheinlich.

 

Chronische Achillessehnenveränderungen.

Bei chronischen Achillessehnenveränderungen findet sich meist eine Verdickung im mittleren Teil der Sehne. Ist die Sehne gerissen, lässt sich eine Delle tasten.

 

Ursachen. So entstehen Achillessehnenriss & Erkrankungen

Auf die Achillessehne wirken starke Kräfte ein.

Besonders bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln kommt es häufiger zu einem Achillessehnenriss.

Besonders bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln kommt es häufiger zu einem Achillessehnenriss.

Die hohe mechanische Beanspruchung der Achillessehne erklärt die Häufigkeit der Beschwerden in diesem Bereich: Bei einer Achillessehnenruptur (ASR) kommt es zu einem vollständigen oder teilweisen Riss der kräftigen Sehne am Fuß. Auslöser hierfür sind oft sportliche Aktivitäten, eine ruckartige Anspannung der Wadenmuskulatur, das Umknicken des Fußes nach außen und innen oder eine heftige Überbeugung des Fußes im Sprunggelenk. In einigen Fällen führen aber auch chronische Reizungen mit lokaler Entzündung des Sehnen-Gleitgewebes, wie z.B. Spondylarthropathien oder Rheuma, zu einer Verdickung und Erweichung der Achillessehne vor dem Ansatz am Fersenbein - meistens begleitet von einer schmerzhaften Schleimbeutel-Entzündung. Bei einer derartigen chronischen Entzündung kann dann auch eine verhältnismäßig geringe Anspannung, ohne wesentliche äußere Einwirkung, zu einem plötzlichen Achillessehnenriss führen.

Je nach Lage und Grad des Risses kann ein Achillessehnenriss entweder konservativ behandelt oder operativ versorgt werden. Betroffen sind meist Sportler und Menschen ab dem 40. Lebensjahr. Die Häufigkeit der Achillessehnenrupturen in den verschiedenen Altersgruppen zeigt, dass nur ausnahmsweise junge Erwachsene betroffen sind

Häufig betroffen: Sportler nach längerer Trainingspause.

In den meisten Fällen ereignet sich ein Achillessehnenriss, wenn nach einer längeren Trainingspause wieder mit sportlichen Aktivitäten begonnen wird. Am verletzungsgefährdeten sind dabei Sportler, die Sportarten mit schnellen Richtungswechseln betreiben, wie z.B. Handball, Fußball oder Tennis.

Bestimmt Medikamente begünstigen einen Riss.
Verschiedene Medikamente können bei längerer Einnahme zu einer Veränderung der Sehnenstruktur und so zu einer Schwächung der Achillessehne führen. Nachgewiesen wurde eine solche sehnenschädigende Wirkung etwa bei bestimmten Antibiotika und Kortisonpräparaten.

 

Diagnostik & Therapie

Um die bestmögliche Behandlung einleiten zu können, muss die Ursache der Achillessehnen-Erkrankung gefunden werden.

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