Arthrose in der Schulter. Therapie
Wie kann eine Schulterarthrose behandelt werden?
In Frühfällen einer Arthrose im Schultergelenk behandeln wir in der Schön Klinik die Beschwerden unserer Patienten zunächst konservativ – also ohne Operation. Denn bereits die Kombination aus Schmerztherapie und Krankengymnastik kann einen ungünstigen Verlauf verlangsamen oder sogar stoppen. Und die Lebensqualität unserer Patienten enorm verbessern.
Schmerztherapie bei Schulterarthrose.
Gegen akute Schmerzen kann eine Infiltration, also eine Injektion direkt in die Schulterkapsel oder den oberen Gleitraum Linderung bringen. Auch eine direkte Injektion in das Schultergelenk mit schmerzbetäubenden Medikamenten, meist mit Kortisonanteil, ist möglich. Über diese schmerz- und entzündungslindernden Medikamente kann eine allgemeine Schmerzfreiheit und Reduktion des Reizzustandes (Entzündung) im Gelenk bewirkt werden.
Physiotherapie bei Schulterarthrose.
Ein guter Weg, um Beschwerden zu lindern: Durch Physiotherapie werden Fehlhaltungen korrigiert, Bänder und Muskeln gekräftigt.
Sind die akuten Schmerzen medikamentös gelindert, kann gezielte Physiotherapie den Heilungsprozess ebenfalls unterstützen. Verkürzte Muskeln bedingt durch Schon- oder Fehlhaltungen der Schulter werden gezielt gedehnt, die gesamte Schultermuskulatur gekräftigt. Auch eine mögliche Fehlhaltung in den oberen Abschnitten der Wirbelsäule lässt sich hierdurch verbessern.
Oftmals wirkt eine Kältebehandlung mit Kaltluft oder Eis günstig bei Schmerzen. Alternativ kann mit einer Röntgenreizbestrahlung das Fortschreiten der Arthrose gemindert werden. Auch Therapien unter dem Einsatz von Mikrowellen, diadynamischem Strom oder Ultraschall wirken sich positiv in der Therapie bei Schulterarthrose aus. So kann auch nach der medikamentösen Schmerzbehandlung die Schmerzfreiheit durch eine verbesserte Haltung unserer Patienten erreicht werden.
Operation bei Schulterarthrose.
Bei anhaltenden Beschwerden sollte über weitere Maßnahmen nachgedacht werden. Dann ist eine Operation eventuell sinnvoll.
Sind vor allem benachbarte Gelenke des Schultergürtels für die Beschwerden des Patienten verantwortlich, ist eine Korrektur dieser Gelenke zu empfehlen: Der Gleitraum in der Schulter kann operativ erweitert, eine Rekonstruktion der Rotatorenmanschette durchgeführt oder die Entlastung bzw. Entfernung von Anteilen des Schultereckgelenkes vorgenommen werden.
Sind Gelenke instabil oder hat sich der Patient eine Verrenkung zugezogen, kann im Einzelfall eine Wiedereinrenkung mit Stabilisierung des Schultergelenkes angestrebt werden.
Gelenkersatz bei Schulterarthrose.
Eine OP heißt nicht zwangsläufig Gelenkersatz. Wenn aber das alte Gelenk gegen ein künstliches ausgetauscht werden muss, werden Modelle individuell ausgesucht und angepasst.
Bei ausgeprägter Arthrose des Schultergelenkes sollte aber auch über ein Kunstgelenk nachgedacht werden. Unser erklärtes Ziel ist dabei, den Schmerz langfristig zu lindern sowie die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit zu verbessern. Eine Vielzahl unserer Patienten kann ihr Implantat sehr viel länger als zehn Jahre nutzen. Die statistische Funktionsfähigkeit eines künstlichen Gelenks liegt bei etwa zehn bis 15 Jahren. Problematisch wird nur die Stabilität, wenn bereits zwei oder drei künstliche Gelenke im Laufe mehrerer Jahrzehnte eingesetzt werden mussten.
Auch die Haltbarkeit von inversen Prothesen liegt meist unter zehn, meist bei sechs bis acht Jahren. Bei einer inversen Prothese wird der Gelenkkopf zur Gelenkpfanne und die Pfanne zum Kopf – die Aufgaben werden also getauscht. Hierdurch entsteht allerdings durch die bestehenden Knochen, auf denen das künstliche Gelenk montiert ist ein größerer Abrieb. Das künstliche Gelenk kann sich deshalb schneller lockern, sitzt nicht mehr passgenau und muss früher ersetzt werden.
Möglich sind Teilprothesen:
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Kappenprothesen (meist ohne Pfannenersatz)
Vorteil: knochensparend
Voraussetzung: gute Pfannensituation, eher jüngerer Patient, guter Knochen
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Kurzprothese mit Pfannenersatz
Vorteil: knochensparend, längerfristig bessere Funktion durch Pfannenprothese
Voraussetzung: eher jüngerer Patient, guter Knochen
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Oberarmkopfprothese (mit oder ohne Zement)
Voraussetzung: keine Schaftverbindungen, gute Pfannensituation
Vorteil: einfache, komplikationsarme Implantationstechnik
Nachteil: langfristig schlechtere Funktion ohne Pfannenersatz
und Vollprothesen:
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Schultertotalprothese
Vorteil: bessere Schulterfunktion zu erwarten
Voraussetzung: Implantierbarkeit eines Pfannenersatzes ist gegeben
Nachteil: eventuelle kurz- oder längerfristige Risiken durch Pfannenimplantat
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Inverse Schulterprothese
Hierbei wird die Pfanne zum Kopf, der Oberarmkopf zur Pfanne. So bessert sich die Kraftentwicklung der umgebenden Schultermuskulatur.
Vorteil: bessere aktive Beweglichkeit, höhere Stabilität hinsichtlich Ausrenktendenz
Nachteil: höheres Risiko einer Lockerung der Kopfkomponente und eines Infektes, deshalb nur bei Patienten über 68- 70 Jahre bei ausgedehntem Sehnendefekt, chronischer Instabilität, massiver knöcherner Destruktion und zur Ausführung einer Wechseloperation
Rehabilitation
Eine operierte Schulter braucht Zeit, um zu heilen. Und weitere Wochen, um Bewegungsmuster wieder neu zu erlernen.
Rehabilitation
Spezialisierte Kliniken
Diese Kliniken sind auf die Behandlung einer Arthrose in der Schulter spezialisiert.
Spezialisierte Kliniken