Arthrose der Hüfte (Hüftarthrose). Therapie

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Hüftarthrose gibt es?

Es muss nicht immer gleich eine künstliche Hüfte sein. Wenn möglich, behandeln wir in der Schön Klinik unsere Patienten zunächst konservativ – also ohne Operation. Oberste Priorität hat dabei immer die Schmerztherapie. Mit Hilfe einer Kombination aus schmerz- und entzündungslindernden Medikamenten, kann eine allgemeine Schmerzfreiheit und Rückgang der Entzündungswerte im Gelenk erreicht werden.

Ist die Arthrose der Hüfte bereits so weit fortgeschritten, dass das Gelenk erheblich beschädigt oder gar zerstört ist, empfiehlt sich jedoch eine Operation. Es kann entweder das eigene Gelenk repariert oder gegen ein künstliches ersetzt werden. Hierfür stehen heutzutage viele individuelle Lösungen zur Verfügung.

Physiotherapie gegen Fehlhaltungen & zur Kräftigung.

Hüftarthrose ist nicht gleichbedeutend mit Gelenkersatz: Auch ein Bewegungsbad kann Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lindern.

Hüftarthrose ist nicht gleichbedeutend mit Gelenkersatz: Auch ein Bewegungsbad kann Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lindern.

Sind die akuten Schmerzen medikamentös gelindert, kann gezielte Physiotherapie den Heilungsprozess unterstützen. Verkürzte Sehnen und Muskeln, die durch Schon- oder Fehlhaltungen der Hüfte entstanden sind, werden gezielt gedehnt und die gesamte Muskulatur gekräftigt. Elektrotherapie, Bewegungsbad oder auch Röntgenbestrahlung wirken sich ebenfalls positiv auf den Verlauf der Arthrose aus. Im Einzelfall können auch Knorpelaufbaupräparate eine Linderung der Beschwerden bewirken.

„Auch ohne OP gibt es viele Möglichkeiten, eine Hüftarthrose zu behandeln“, so Prof. Dr. Pavel Dufek, Chefarzt der Orthopädie in der Schön Klinik Neustadt. „Durch gezielte Physiotherapie können wir für viele Patienten mit einer Arthrose im Anfangsstadium auch nach der medikamentösen Schmerzbehandlung häufig eine Schmerzfreiheit oder zumindest Linderung erreichen.“

Umstellungsoperation bei Hüftarthrose.

Damit der Hüftkopf wieder korrekt in der Hüftpfanne liegt, müssen Fehlstellungen korrigiert werden.

Damit der Hüftkopf wieder korrekt in der Hüftpfanne liegt, müssen Fehlstellungen korrigiert werden.

Bei anhaltenden Beschwerden oder einem schnellen Fortschreiten der Hüftarthrose sollte eine Operation in Betracht gezogen werden. „Entscheidendes Kriterium für den richtigen Operationszeitpunkt ist immer die eigene Lebensqualität“, weiß Dr. Prof. Dr. Pavel Dufek aus zahlreichen Gesprächen mit Patienten.  „Wenn durch den Gelenkverschleiß die Bewegungsfreiheit des Patienten erheblich gemindert ist, die Schmerzen kaum erträglich sind und die konservativen Maßnahmen nicht zu einer Besserung geführt haben, dann ist sicher der richtige Zeitpunkt für eine Operation gekommen.“

Bei einer Umstellungsoperation wird das Gelenk wieder in Form gebracht: Die Formübereinstimmung bzw. die Einstellung des Gelenks wird überprüft und entsprechend neu justiert – wie ein unrund laufender Reifen, der ausgewuchtet wird. So kann eine fortschreitende Arthrose durch starken Abrieb gestoppt werden. Auch die Entfernung von überschießenden Knochenwucherungen kann die Arthrosebeschwerden verbessern und somit Schmerzen reduzieren.

Gelenkersatz bei Hüftarthrose.

Ist das Hüftgelenk stark beschädigt, wird eine Total-Endoprothese (TEP) eingesetzt. Dabei werden Hüftpfanne und Hüftkopf durch eine Prothese ersetzt.

Ist das Hüftgelenk stark beschädigt, wird eine Total-Endoprothese (TEP) eingesetzt. Dabei werden Hüftpfanne und Hüftkopf durch eine Prothese ersetzt.

Ist das Gelenk durch die Arthrose bereits erheblich beschädigt oder gar zerstört, empfiehlt sich ein künstliches Hüftgelenk. Mediziner sprechen hierbei von einer Endoprothese des Hüftgelenkes. Das zerstörte eigene Hüftgelenk wird dann entweder teilweise oder komplett gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Durch das Kunstgelenk wird versucht, die Funktion und Struktur des eigenen Hüftgelenkes bestmöglich nachzuahmen.

Abhängig von der Ausdehnung der Arthrose, der Knochenqualität und dem jeweiligen Knochenbau, wählen wir in Absprache mit unseren Patienten im Vorfeld der Operation das bestmögliche Implantat aus. Denn so individuell der Körper- und Knochenaufbau jedes Menschen, so individuell sind auch die angebotenen Modelle der Hersteller: Frauen- und Männerhüften unterscheiden sich in Größe und Form. Auch spielen das Alter unserer Patienten, Knochendichte, Körpergewicht und nicht zuletzt die Aktivitäten des täglichen Lebens eine Rolle.

Oberflächenersatz- oder Kappenendoprothesen.

Hüftimplantat mit einem Oberflächenersatz: lediglich die behädigte Gelenkoberfläche ist ersetzt worden.

Hüftimplantat mit einem Oberflächenersatz: lediglich die behädigte Gelenkoberfläche ist ersetzt worden.

Hier werden lediglich die geschädigten Gelenkoberflächen durch das Implantat ersetzt. Somit kann viel Knochen bei der Implantation erhalten werden. Ein möglicher Austausch des Materials nach 10 bis 15 Jahren ist deshalb einfacher. Außerdem erlaubt diese Prothese einen großen Bewegungsumfang: Diese Gelenke kugeln bei größeren Verrenkungen selten aus.

  • Voraussetzung: Oberflächenersatz- oder Kappenendoprothesen werden vorzugsweise bei normalen anatomischen Ausgangsbedingungen eingesetzt. Es darf also noch keine großflächige Zerstörung stattgefunden haben.
  • Nachteil: Für Patienten mit Nickel-, Cobalt- und/oder Chromallergie sind diese Prothesen wegen der Implantatlegierrungen nicht geeignet.

Kurzschaft- oder Schenkelhalsendoprothesen.

Auch dieser Prothesentyp kann knochensparend mit Erhalt des eigenen Oberschenkelhalses implantiert werden. Zudem eignet er sich besonders für so genannte minimalinvasive, gewebeschonende Operationen.

  • Vorteil: Beim Einsetzen dieser Prothese können die Hautschnitte besonders klein gehalten werden und es müssen nur sehr wenige Muskelansätze abgelöst oder durchtrennt werden. Hierdurch wird die Förderung der Bewegungsfähigkeit nach der Operation erleichtert und Wundschmerzen reduziert.
  • Ebenfalls vorteilhaft: Diese Implantate sind aus Titanlegierungen gefertigt und können daher auch bei Patienten mit Metallallergie verwendet werden.

Standardschaftendoprothesen.

Auch dieses Hüftimplantat wird mit gewebeschonenden Operationstechniken implantiert. Die raue Titanoberfläche verwächst gut mit dem eigenen Knochen und wird somit langfristig stabil.

  • Vorteil: Die Gleitpaarung Hüftkopf und Hüftpfanne können aus verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten (Kunststoff-Metall, Kunststoff-Keramik, Keramik-Keramik, Metall-Keramik) zum Vorteil unseres Patienten zusammengestellt werden.
  • Ebenfalls vorteilhaft: Titanlegierungen sind sehr gewebefreundlich, begünstigen den Knocheneinwuchs und sind auch bei Metallallergien meist unbedenklich einzusetzen.

Modulare zementfreie Schaftprothese.

Diese Prothese erlaubt ebenfalls eine sichere, primäre zementfreie Fixierung im Knochen. Denn ihr Bausteinprinzip gewährleistet eine optimale Anpassung an die individuellen anatomischen Verhältnisse unserer Patienten – wie maßgeschneidert.

  • Vorteil: Wir empfehlen diese Hüftprothese insbesondere unseren Patienten mit ausgeprägten angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen der eigenen Hüfte.

Modulare Sonderprothesen.

In besonderen Fällen mit sehr ausgeprägten knöchernen Defekten und Schäden am Gelenk, zum Beispiel nach mehrfachen Wechseloperationen oder bei Tumoren, können auch Sonderprothesen angefertigt werden. Selbst ein Totalersatz des Oberschenkelknochens ist heutzutage möglich.

Golfphysiotherapie nach Hüft-OP

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Hüftarthrose. Rehabilitation

Fit für den Alltag werden: Das ist das Ziel. Für unsere Patienten entwickeln wir deshalb individuelle Therapiepläne.

Spezialisierte Kliniken

Sieben Schön Kliniken sind auf die Behandlung von Hüftarthrose spezialisiert. Finden Sie die passende die in Ihrer Nähe.

Fachliche Betreuung

Dufek

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. habil. Pavel Dufek


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