Hüftarthrose (Arthrose der Hüfte, Coxarthrose).

Arthrose in der Hüfte. Ein Gelenk verschleißt...

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Auto. Bei jeder Fahrt hören Sie ein Klappern im hinteren rechten Reifen. Er läuft unrund. Mit jeder Drehung wird das Geräusch lauter, verschlechtert sich der Zustand des Reifens. Das Problem schaukelt sich auf. Ein kleiner Stein oder auch nur eine lose Schraube zwingen Sie jetzt, eine Werkstatt aufzusuchen, weil Sie sonst nicht mehr fahren können.

Der unrunde Reifen ist im wahren Leben Ihre Hüfte. Nur wenn ein Gelenk unrund läuft, erzeugt es Schmerzen. Bei jedem Schritt. Und bei jedem weiteren scheinen sich die Schmerzen zu verstärken. Schuld daran sind Abnutzungserscheinungen im Hüftgelenk; medizinisch korrekt Hüftathrose bzw. Coxarthrose. Auch hier hat sich ein kleiner Schaden kräftig aufgeschaukelt.

 

Wenn jeder Schritt weniger Bewegung möglich macht.

Ist das Knorpelgewebe beschädigt, reiben Oberschenkelknochen und Hüftpfanne aufeinander. Eine Hüftarthrose entsteht.

Ist das Knorpelgewebe beschädigt, reiben Oberschenkelknochen und Hüftpfanne aufeinander. Eine Hüftarthrose entsteht.

Das Hüftgelenk besteht aus Oberschenkelkopf und Hüftpfanne. Damit die Knochen nicht schmerzhaft aneinander reiben und sich dabei gegenseitig abschleifen, liegt zwischen ihnen eine schützende Schmierschicht: Das Knorpelgewebe. Verschleißt das Gelenk, ist das schützende Knorpelgewebe beschädigt oder teilweise ganz abgetragen. So wird bei jeder weiteren Bewegung innerhalb des Gelenks mehr Gewebe abgetragen. Irgendwann reiben die beiden Knochen des Gelenks ungeschützt aufeinander. Das schmerzt.

Aber eine Hüftarthrose (Coxarthrose) ist gut behandelbar. Und das heißt nicht automatisch Operation und künstliches Hüftgelenk – auch, wenn das bei vielen Patienten mit Arthrose in der Hüfte irgendwann unausweichlich ist. Wir haben in der Schön Klinik mit individuellen Physiotherapiekonzepten in Kombination mit schmerzstillenden Medikamenten gute Erfahrungen gesammelt. Zudem wenden wir operative Verfahren an, die den Zeitpunkt für ein künstliches Hüftgelenk (Hüftprothese) hinauszögern können.

 

Hüftarthrose (Coxarthrose). Informationen von A-Z

Information. Was passiert bei einer Hüftarthrose?

Arthrose – was ist das?

Arthrose ist der medizinische Fachausdruck für Gelenkverschleiß. Besser gesagt: Übermäßiger Gelenkverschleiß – eine starke Veränderung im Gelenk, die nicht nur regulären Altersprozessen unterliegen. Denn ein Gelenk kann sich abnutzen – wie alles, was viel und häufig benutzt und bewegt wird. Prinzipiell zeigen alle Gelenke des Körpers früher oder später Gebrauchsspuren.

Betrifft dieser Gelenkverschleiß das Hüftgelenk, spricht man von einer Hüftarthrose oder auch Coxarthrose.

 

Schritt für Schritt zur Hüftarthrose (Coxarthrose).

Hüftarthrose: Wenn sich zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne die schützende Knorpelschicht abnutzt, schmerzt das Gelenk. Zeichen einer Coxarthrose.

Hüftarthrose: Wenn sich zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne die schützende Knorpelschicht abnutzt, schmerzt das Gelenk. Zeichen einer Coxarthrose.

Ein Gelenk besteht jeweils aus zwei Knochen, die durch Knorpelgewebe geschmiert und geschützt werden. Aber genau diese Schutzhülle kann sich abnutzen –  in der Hüfte in den meisten Fällen durch eine Überbeanspruchung.  Einmal verletzt, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Knorpelgewebes (Hüftarthrose bzw. Coxarthrose). Denn durch Unebenheiten oder Fehlhaltungen in der Hüfte verlagern sich die beteiligten Knochen minimal, erhöhen aber so die Reibung innerhalb des Gelenks. Für das Hüftgelenk bedeutet das: Bei jedem Schritt wird das Gelenk ein wenig mehr beschädigt. So können auch Gelenkkapsel und Gelenkschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Baut sich in einem fortgeschrittenen Hüftarthrose-Stadium die schützende Knorpelschicht in der Hüfte teilweise ganz ab, reiben die Gelenkknochen in diesem Bereich aufeinander. Für Betroffene ist das sehr schmerzhaft. Zudem kann es durch das fortwährende Reiben der Knochen aufeinander zu Deformierungen der Knochen im Hüftgelenk selbst kommen. Das gesamte Gelenk gerät aus der Fassung wie ein unrunder Autoreifen. Dies führt wiederum zu einem schnelleren Abtragen der verbliebenen Knorpelschicht: ein Teufelskreis.

 

Symptome. Anzeichen einer Hüftarthrose (Coxarthrose)

Welche Beschwerden treten bei einer Coxarthrose auf?

Schmerzen in der Hüfte und dadurch eingeschränkte Beweglichkeit sind die Beschwerden, die Patienten mit Hüftarthrose zu uns führen. Anfangs treten diese Symptome der Hüftarthrose nur bei längerer oder größerer Belastung auf: Das Hüftgelenk schmerzt bei ausgedehnten Wanderungen, beim Treppensteigen oder beim Laufen auf unebenem Boden.

Doch hat erst einmal der Gelenkknorpel begonnen sich abzubauen, verschleißt das Hüftgelenk mit jedem Schritt weiter – das Gelenk läuft ähnlich einem Autoreifen „unrund“. So treten die anfänglichen Schmerzen und Symptome der Coxarthrose immer häufiger und früher auf.

 

Symptome bei Coxarthrose: Anlaufschmerz & Reibegeräusche.

Zunächst schmerzt die Hüftarthrose nur bei langen Wegstrecken. Später selbst beim Sitzen auf dem Sofa. Die Hüftarthrose äußert sich vor allem durch Schmerzen und damit verbundene Bewegungseinschränkungen.

Zunächst schmerzt die Hüftarthrose nur bei langen Wegstrecken. Später selbst beim Sitzen auf dem Sofa. Die Hüftarthrose äußert sich vor allem durch Schmerzen und damit verbundene Bewegungseinschränkungen.

Bei einer Coxarthrose kommt zum sogenannten „Anlaufschmerz“: Nach längeren Ruhezeiten, zum Beispiel einem gemütlichen Fernsehabend, können Patienten mit Hüftarthrose nicht sofort behände aus dem Sessel springen. Sie müssen sich erst wieder „warmlaufen“, das Gelenk dehnen und strecken, um sich schmerzfrei bewegen zu können. Häufig klagen Patienten in einem fortgeschrittenen Hüftarthrose-Stadium der Hüfte auch über Symptome wie Ermüdungsschmerzen und Schmerzen in vollkommener Ruhestellung des Hüftgelenks. Je nach Verschleißgrad können auch Reibegeräusche beim Gehen zu hören sein. Manche Patienten können bestimmte Bewegungen nicht mehr ausführen und zeigen Blockierungserscheinungen.

 

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Begleitsymptom: Rückenschmerzen durch Fehlhaltungen.

Häufig sind durch Schonhaltung oder Fehlbelastung auch angrenzende Gelenke in Mitleidenschaft gezogen. Bei einer Hüftarthrose (Coxarthrose) sind dies vor allem das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk und das Kniegelenk. Die Fehlhaltung bedingt zudem oft Rückenschäden an der Lendenwirbelsäule. Im fortgeschrittenen Arthrosestadium können deshalb auch Rückenschmerzen Leitsymptom sein.

 

Ursachen. Was verursacht die Arthrose im Hüftgelenk?

Wie entsteht eine Hüftarthrose?

Eine Hüftarthrose (Coxarthrose) kann ohne erkennbare Ursache entstehen. Ein kleiner Knorpelschaden oder eine Schädigung der umliegenden Sehnen und Gelenke gilt in diesem Falle als initialer Anstoß, der die Beschwerden verursacht und immer größer werden lässt. Denn durch den kleinen Knorpelschaden kommt es zu vermehrtem Abrieb im Hüftgelenk – ähnlich einem Stein im Schuh. Der drückt. Der tut weh. Der kann zu schmerzhaften Blasen an den Füßen führen. 

Im Hüftgelenk bedeutet ein Knorpelschaden: Erhöhte Reibung bei jeder Bewegung. Das Gelenk wird stärker belastet, der Knorpel schneller abgenutzt. Bei einer Hüftarthrose entsteht schnell eine Entzündung im Hüftgelenk. Auch diese schädigt die Gelenkfläche weiter.

 

Überlastung & Fehlhaltung begünstigen die Coxarthrose.

Täglich im Einsatz: Ein Gelenk verschleißt im Laufe der Zeit. Durch Fehlhaltungen oder Verletzungen können sich Abnutzungserscheinungen verstärken.

Täglich im Einsatz: Ein Gelenk verschleißt im Laufe der Zeit. Durch Fehlhaltungen oder Verletzungen können sich Abnutzungserscheinungen verstärken.

Fehlhaltungen und Überbelastung der Hüfte können allerdings eine Arthrose erheblich beschleunigen. Die Hüftarthrose (Coxarthrose) wird vor allem durch Hüftfehlstellungen ausgelöst, bedingt durch angeborene Missbildungen, Unfälle mit Schenkelhals-brüchen und Beckenbrüche mit Gelenkbeteiligung. Dadurch verändert sich die natürliche Statik des Gelenks, die Belastung des Knorpels nimmt zu.

Auslöser für Fehlhaltungen sind auch:

  • Hüftkopfnekrosen, ein teilweises Absterben des Hüftkopfknochens bei Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselerkrankungen
  • Entzündungen bei Rheumaerkrankungen
  • Bakteriellen Infektionen
 

Coxarthrose ist ein natürlicher Alterungsprozess.

Gelenkverschleiß ist aber auch der täglichen und lebenslangen Nutzung geschuldet und damit ein ganz natürlicher Alterungsprozess. Durch die steigende Lebenserwartung werden naturgemäß Verschleißerkrankungen in Gelenken, insbesondere der Hüfte, immer häufiger zu behandelnden Krankheitsbildern - z.B. die Hüftarthrose.

 

Diagnostik, Therapie & OP

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