„Ich bereue die Entscheidung keine Minute!“

Ein Patient erzählt von seiner Knie-Operation.

Hans Müller* war Handballer. Mit neun Jahren entdeckte er seine Liebe zum schnellen Sport, mit Mitte Zwanzig spielte er in der Regionalliga. Da hatte er schon einige Verletzungen und Operationen hinter sich. Das schnelle Stoppen, die Erschütterungen und das Umknicken forderten ihren Tribut. Bänderriss, Meniskus, Kniescheibe – kaum eine Knieverletzung, die der heute 58-jährige Kreditanalyst ausgelassen hätte. Irgendwann kamen die Schmerzen. Und blieben. Eine Arthrose hinderte ihn mehr und mehr daran, sein Bein durchzustrecken. Treppensteigen und Laufen wurde zur Qual, schmerzfrei war er nur noch auf seiner Harley Davidson. Nach langem Hin und Her entschied sich Herr Müller sich für eine Knieendoprothese (Knie-TEP). Vor zwei Wochen wurde ihm diese in der Schön Klinik Neustadt implantiert. Und er ist hochzufrieden. Ein Patient erzählt von seiner Knie-Operation.

 

Ihre Knie haben ja einiges mitgemacht!

Ja, die sind ganz schön zerschnitten. In den 70er Jahren wurde ich vier Mal operiert. Dann kam die Artrose. Die letzten fünf Jahre hatte ich immer wieder Probleme. Seit einem Vierteljahr konnte ich die Knie nicht mehr durchzustrecken. Ich ging mit eingeknickten Beinen, den Oberkörper leicht nach vorne geneigt. Entsprechend wurde mein Radius immer kleiner. Meine Freunde sagten dann, das kann doch nicht sein! Du musst was machen.

 

Wir fanden Sie den richtigen Ort für die Behandlung?

Als die Schmerzen unerträglich wurden, habe ich das bei verschiedenen Ärzten untersuchen lassen. Da hatte ich dann mehrere Termine à fünf Minuten. Das fand ich komisch. Mein Patenkind ist Physiotherapeutin, die hat mir zu Neustadt geraten und gesagt, das seien die Knie-Profis. Dort bin ich am 18. Januar hingegangen. Als der Aufruf kam, musste ich einen 20 Meter langen Gang in Richtung Doktor gehen. Der hat sich angesehen, wie ich auf ihn zukam und sagte, „das war aber schwerfällig.“ So lernte ich Dr. Olaf Stahlhut kennen, der mich wenig später operierte.

 

Wie lief die Untersuchung?

45 Minuten Gespräch - die ausführliche Beratung überzeugte.

45 Minuten Gespräch - die ausführliche Beratung überzeugte.

Als ich reinkam, hingen da meine Röntgenbilder. Außerdem war eine Prothese vorbereitet, an der mir alles erklärt wurde. Wir haben eine Dreiviertelstunde lang offen gesprochen. Da wurde mir klar: Hier bist du wer! Natürlich ist es mir nicht leicht gefallen, mich von meinem Knie zu trennen. Aber die Schmerzen waren unerträglich, das zehrte an der Lebensqualität. Nach der Beratung, in der mir der gesamte Verlauf der Operation erklärt wurde, ging es mir besser. Als der Doktor gleich einen Termin vereinbaren wollte, dachte ich schon: „Oh Gott. Jetzt wird’s ernst.“ Aber so kam es dann. Am 14. Februar kam ich in die Klinik, am 15. Februar wurde ich operiert.

 

Wie geht es Ihnen heute?

Ich bin sehr zufrieden. Die Operation ist gerade einmal zwei Wochen her und dafür, dass ich eine komplette rechte Knieprothese bekommen habe, bin ich ziemlich gut drauf. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so weit sein könnte, wie ich heute bin. Beugen und strecken geht täglich besser. Das ist phänomenal. Ich bereue die Entscheidung keine Minute.

 

Wie ging es Ihnen nach der Operation?

Mir ging es sehr schnell gut. Ab dem zweiten Tag durfte ich das Bein belasten und ab dem vierten Tag konnte ich mich wieder relativ schmerzfrei bewegen. Außerdem wurde ich auf der Station toll umsorgt. Alle Schwestern waren so was von freundlich.

 

Jetzt sind Sie in der Reha. Was wird dort gemacht?

Zum Reha-Programm gehört unter anderem Krankengymnastik in der Gruppe.

Zum Reha-Programm gehört unter anderem Krankengymnastik in der Gruppe.

Ich habe ein straffes Programm. Mit meiner festen Physiotherapeutin mache ich Einzelkrankengymnastik. Außerdem bekomme ich Thermopackungen, Massagen, Lymphdrainage, Krankengymnastik in der Gruppe und an Geräten und Übungen im Bewegungsbad. Für das Bewegungsbad muss ich in ein Spezialbecken bei dem man den Boden absenken kann, weil ich über zwei Meter groß bin. Durch die Fehlhaltung, die ich jetzt die ganzen Jahre hatte, müssen außerdem die verkürzten Bänder und Muskeln trainiert werden. Auch das wird immer schmerzfreier.

 

Ist das eine Art Wellnessaufenthalt?

Um Gottes Willen nein! Das geht richtig rein. Und ich kann das beurteilen. Ich bin Sportler. Wenn ich im Bewegungsbad war und dort 20 Minuten ohne Pause Übungen gemacht habe bei einer Temperatur von 30 Grad, dann komme ich richtig ins Schwitzen. Das ist ein volles Programm und ich ziehe das stramm durch. Ich will schließlich fit werden. Außerdem sind die Therapeutinnen klasse: hübsch, nett, freundlich – aber knallhart in der Umsetzung.

 

Sie sind noch eine Woche in der Klinik. Fühlen Sie sich schon fit für den Alltag?

Ja! Ich hätte nie gedacht, dass das so schnell geht und dass ich so bald mein Knie wieder belasten dürfte. Man stellt sich vor, alles sei furchtbar zerbrechlich. Das ist überhaupt nicht so. Am zweiten Tag reichte mir die Physiotherapeutin die Krücken und meinte „Los geht’s.“

 

Und wie geht es nach der Reha weiter?

Ich habe von meiner Ärztin erfahren, dass der Deutsche Rentenversicherung Bund eine Maßnahme anbietet, bei der ich acht Wochen lang zwei Mal die Woche Reha-Anwendungen machen kann. Das werde ich wahrnehmen.

 

Wann werden Sie wieder voll einsatzfähig sein?

Dr. Stahlhut sagte, nach drei bis fünf Monaten sei alles in Ordnung. Das muss auch so sein. Im Juni fahren wir mit unserer Motorradtruppe nämlich eine Woche nach Rumänien. Da muss ich mit! Und ich bin sicher, dass das klappt. Im September ist dann das linken Knie dran. Da machen wir jetzt die Termine. Die Entscheidung fällt mir nach der guten Erfahrung hier deutlich leichter. Ich möchte einfach wieder richtig gut zu Fuß gehen. Nie wieder „schwerfällig“...

 

*(Der Name des Patienten ist der Redaktion bekannt, wird aber zum Schutz der eigenen Privatsphäre verändert.)

 

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