Arthrose im Knie. Therapie

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose gibt es?

Arthrose heißt nicht gleich künstliches Gelenk. Für viele Patienten ist dies zwar eine deutliche Verbesserung, aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Kniearthrose zunächst konservativ zu behandeln – also ohne Operation.

Oberste Priorität hat für uns in der Schön Klinik dabei immer die Schmerztherapie. Die Kombination aus Medikamenten, Krankengymnastik, Elektrotherapie oder  Röntgenbestrahlung kann möglicherweise bereits die  Kniebeschwerden lindern – vor allem in einem frühen Stadium. Im Einzelfall können auch Knorpelaufbaupräparate eine Verbesserung erzielen.

Das eigene Gelenk erhalten – Operationen bei Kniearthrose.

Bei Meniskus- oder Knorpelschäden kann durch eine Arthroskopie das Gelenk saniert werden.

Bei Meniskus- oder Knorpelschäden kann durch eine Arthroskopie das Gelenk saniert werden.

Erst wenn alle konservativen Möglichkeiten zur Verbesserung der Schmerzen und der Beweglichkeit ausgeschöpft sind, sollte über eine Operation nachgedacht werden. Es muss nicht gleich ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Es stehen auch Operationsverfahren zur Verfügung, die das eigene Gelenk sanieren, wie zum Beispiel die Umstellungsosteotomie. Hierdurch kann ein mögliches Implantat eventuell abgewendet oder hinausgezögert werden.

Kleinere Meniskus- und Knorpelschäden werden bei einer Gelenkspiegelungs-OP (Arthroskopie) wieder in Form gebracht. Eine Umstellungs-OP (Osteotomie) kann die Statik des eigenen Gelenks verbessern. Hiermit können Fehlstellungen wie O- und X-Beine korrigiert werden. Sind Bänder beschädigt und aus diesem Grund das Kniegelenk besonders instabil, ist eine Gelenksstabilisierungs-OP empfehlenswert.

Vergleich: Gelenksanierung versus Prothese

Künstliches Gelenk? Oder lieber eine Gelenksanierung? Welche Methode für welchen Patienten geeignet ist...

Künstliches Gelenk – der richtige Zeitpunkt.

Beschädigt. Zerstört. Totalschaden: Ist die Arthrose im Knie bereits weit fortgeschritten,  ist ein künstlicher Gelenkersatz der letzte Ausweg. Wann sollten Sie sich dafür entscheiden? „Der richtige Operationszeitpunkt ist gekommen, wenn die eigene Lebensqualität erheblich leidet“, ist sich Professor Dr. Pavel Dufek, Chefarzt der Orthopädie in der Schön Klinik Neustadt, sicher.

„Wenn die Beweglichkeit erheblich reduziert ist, die Schmerzen schlecht erträglich geworden sind und die konservativen Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Besserung geführt haben – dann ist sicher der richtige Zeitpunkt für eine Operation gekommen.“

Künstliches Gelenk – was ist heute möglich?

Im Knie wird bei der Entscheidung für eine Prothese nicht das bisherige ausgebaut und das künstliche eingesetzt. Ersetzt wird lediglich die oberste Schicht des Gelenkknochens. Die Prothese wird sozusagen aufgesetzt und die Gelenkknochen bekommen eine neue Oberfläche. So übernimmt die Prothese eher die Funktion des Gelenkknorpels. Es sorgt dafür, dass Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe nicht aufeinander reiben. Es wird als Platzhalter eingebaut. Zwei verschiedene Arten von künstlichen Kniegelenken gibt es: Den teilweisen Oberflächenersatz, in der Fachsprache als unikondylärer Kniegelenk-Oberflächenersatz bezeichnet. Ein kompletter Oberflächenersatz ist auch möglich. Dieser wird als Knie-Endoprothese bezeichnet. Computergestützt milimetergenau eingepasst und eingestellt, sitzt ein künstliches Kniegelenk dann wie angegossen an seinem Platz.

Computereinsatz im OP

Künstliche Kniegelenke können unterstützt durch den Computer passgenauer eingesetzt werden.

Individuelle Knieprothesen.

Heutige Prothesen werden sehr individuell gefertigt. Das Kunstgelenk soll die Mechanik des eigenen Gelenks bestmöglich nachahmen. Abhängig von der Ausdehnung der Arthrose, der Knochenqualität, der Gelenkstabilität und Achsfehlstellung, treffen wir in der Schön Klinik im Vorfeld der Operation eine individuelle Auswahl möglicher Implantate. Hierbei spielen auch das Alter unserer Patienten, Geschlecht, Knochenqualität, Körpergewicht und nicht zuletzt die Aktivitäten des täglichen Lebens eine Rolle. Aktuell erreicht ein künstliches Gelenk eine Haltbarkeit von 8 bis 15 Jahren. Danach muss es erneuert werden.

Rehabilitation

Neues Knie. Neues Gefühl. Nach einer OP empfiehlt sich eine intensive und fachmännisch angeleitete Rehabilitation.

Spezialisierte Kliniken

In Ihrer Nähe: 7 Schön Kliniken von Norden bis Süden haben sich auf die Behandlung von Kniearthrose spezialisiert.

Fachliche Betreuung

Dufek

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. habil. Pavel Dufek


Wintersport mit Kunstgelenk

unbeschwertes Wintersportvergnügen trotz Prothese?

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