Arthrose im Knie. Diagnostik, Therapie & OP

Die Diagnostik hilft bei der Wahl der richtigen Behandlung.

Eine Arthrose im Knie kann je nach Art und Ausprägung konservativ, semi-invasiv oder operativ behandelt werden.

Eine Arthrose im Knie kann je nach Art und Ausprägung konservativ, semi-invasiv oder operativ behandelt werden.

Die Art der Behandlung bei Kniearthrose hängt in erster Linie vom Ausmaß des Gelenkverschleißes ab. Daneben spielen aber auch das Alter, Aktivitäten in Freizeit und Beruf sowie der Grad der Einschränkung von Mobilität und Lebensqualität eine wichtige Rolle. Eine gründliche Diagnostik hilft dabei, die individuell richtige Therapie bei Arthrose im Knie zu finden.

Bei leichtem Gelenkverschleiß im Knie wird zunächst versucht, die Beschwerden mit konservativen Maßnahmen zu lindern, etwa durch Physiotherapie, physikalische Anwendungen und Medikamente. Wird so keine zufriedenstellende Besserung erzielt, kann auch eine Arthroskopie mit Gelenksanierung und Knorpelglättung durchgeführt werden. Ist der Knorpel hingegen zu stark beschädigt, hilft nur noch der Ersatz des defekten Gelenks: Ein künstliches Knie.

Die SCHÖN KLINIK bieten Ihnen dabei das gesamte medizinische Behandlungsspektrum bei Arthrose im Knie an - von der Untersuchung bis hin zur Rehabilitation.

 

Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Arthrose im Knie.

Diagnostik. So wird eine Arthrose im Knie festgestellt

Wie wird eine Kniearthrose diagnostiziert?

Nach einem ausführlichen Gespräch mit unseren Patienten beurteilen wir in den Schön Kliniken bei einem Verdacht auf Kniearthrose zunächst Gang und Haltung. Dann wird in einer ersten Körperlichen Untersuchung das Knie auf Schwellungen untersucht sowie die Beweglichkeit getestet. Bewegungsabhängige Schmerzen lassen sich durch verschiedene Handgriffe und Techniken schnell abklären und erhärten einen ersten Verdacht.

Die Untersuchung ist im Normalfall schmerzfrei. Unsere Spezialisten schauen dabei auf:

  • Bewegungsausmaß
  • Kapselschwellung
  • Fehlstellungen
 

Wichtigster Wegweiser: Das Röntgenbild.

Eine Röntgenuntersuchung gibt bereits sehr detaillierte Hinweise auf eine Kniearthrose. Ultraschall und MRT können weitere liefern.

Eine Röntgenuntersuchung gibt bereits sehr detaillierte Hinweise auf eine Kniearthrose. Ultraschall und MRT können weitere liefern.

Unverzichtbar sind bildgebende Verfahren. Eine Röntgenuntersuchung ist erster und wichtigster Wegweiser. Veränderung der knöchernen Gelenkform können hiermit problemlos identifiziert werden. Der Abstand der Knochen zueinander, ein verschmälerter Gelenkspalt, lässt auch Rückschlüsse über den Zustand des Gelenkknorpels ziehen. Je geringer der Gelenkspalt, desto weniger Gelenkknorpel ist noch im Gelenk als Schutzschicht vorhanden. Je geringer also der Gelenkspalt, desto fortgeschrittener ist die Arthrose.

 

Ultraschall und Kernspintomographie zur weiteren Abklärung.

„Zusätzlich zur Röntgenaufnahme können sich zur Diagnose einer Arthrose des Knies noch Ultraschalluntersuchungen, eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) anschließen“, so Kniespezialist Prof. Dr. Pavel Dufek, Chefarzt der Orthopädie in der Schön Klinik Neustadt. „Mit Hilfe der  Ultrschalluntersuchung lassen sich z.B. die Weichteile wie Muskeln und Kapsel gut darstellen, auf den Bildern des MRT sind Bänder, Sehnen und Menisken sehr gut zu sehen.“

Bei Verdacht auf eine rheumatisch bedingte oder bakterielle Gelenkentzündung wird zusätzlich eine Blutuntersuchung oder auch die Punktion des Gelenkes notwendig.

 

Konservative Therapie. Knie-Behandlung ohne OP

Arthrose heißt nicht gleich künstliches Kniegelenk.

Für viele Patienten ist ein künstliches Gelenk zwar eine deutliche Verbesserung, aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Kniearthrose (Gonarthrose) zunächst konservativ zu behandeln – also ohne Operation.

 

Konservative Therapie bei Arthrose im Knie.

Ist die Arthrose im Knie noch nicht weit fortgeschritten, kann der Gelenkverschleiß gut mit Physiotherapie behandelt werden.

Ist die Arthrose im Knie noch nicht weit fortgeschritten, kann der Gelenkverschleiß gut mit Physiotherapie behandelt werden.

Oberste Priorität hat für uns dabei immer die Schmerztherapie. Die Kombination aus Medikamenten, Krankengymnastik, Elektrotherapie oder Röntgenbestrahlung kann möglicherweise bereits die  Kniebeschwerden lindern – vor allem in einem frühen Stadium von Knieverschleiß. Im Einzelfall können auch Knorpelaufbaupräparate eine Verbesserung im Kniegelenk erzielen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der konservativen Behandlung bei Arthrose im Knie ist das Muskelaufbautraining. Hierbei wird die umgebende Muskulatur des Kniegelenks gekräftigt, daneben werden auch Koordination und Stabilität des Gelenks verbessert.

 

Operative Versorgung bei Kniearthrose.

Das eigene Gelenk erhalten: Operationen bei Kniearthrose.

Wenn keine konservative Operation hilft, sollte über eine Operation nachgedacht werden.

Wenn keine konservative Operation hilft, sollte über eine Operation nachgedacht werden.

Erst wenn alle konservativen Möglichkeiten zur Verbesserung der Schmerzen und der Beweglichkeit im Knie ausgeschöpft sind, sollte über eine Operation des Kniegelenks nachgedacht werden. Dabei muss nicht gleich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden. Es stehen auch Operationsverfahren zur Verfügung, die das eigene Gelenk sanieren, wie zum Beispiel die Umstellungsosteotomie. Hierdurch kann ein mögliches Knie-Implantat bzw. eine Knieprothese eventuell abgewendet oder hinausgezögert werden.

 

Arthroskopie bei kleineren Schäden im Kniegelenk.

Kleinere Meniskus- und Knorpelschäden werden bei einer Gelenkspiegelung - auch bekannt als Arthroskopie im Knie - wieder in Form gebracht. Eine Umstellungs-OP (Osteotomie) kann die Statik des eigenen Kniegelenks verbessern. Hiermit können Fehlstellungen wie O- und X-Beine korrigiert werden. Sind Bänder beschädigt und aus diesem Grund das Kniegelenk besonders instabil, ist eine Gelenksstabilisierungs-Operation empfehlenswert.

 

Sanierung oder Prothese?

Künstliches Kniegelenk? Oder lieber eine Gelenksanierung? Wir zeigen, welche Methode für welchen Patienten am besten geeignet ist.

Gelenksanierung versus Prothese

 

Künstliches Knie (Knie-TEP). Der richtige Zeitpunkt

Beschädigt. Zerstört. Totalschaden: Ist die Arthrose im Knie bereits weit fortgeschritten,  ist ein künstliches Kniegelenk, die sogenannte Knieendoprothese, der letzte Ausweg.

 

Wann sollten Sie sich für eine OP entscheiden?

„Der richtige Operationszeitpunkt ist gekommen, wenn die eigene Lebensqualität erheblich leidet“, ist sich Prof. Dr. Pavel Dufek, Chefarzt der Orthopädie in der Schön Klinik Neustadt, sicher.

„Wenn die Beweglichkeit im Knie erheblich reduziert ist, die Schmerzen schlecht erträglich geworden sind und die konservativen Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Besserung geführt haben – dann ist sicher der richtige Zeitpunkt für eine Knie-Operation gekommen.“

 

Dauer der OP & des Klinikaufenthaltes.

Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks dauert in der Regel eine Stunde, ist aber natürlich abhängig von der Art und dem Umfang der OP. Der anschließende stationäre Aufenthalt dauert etwa 8 bis 10 Tage. Bessere Implantate und schonendere Operationstechniken sorgen zudem für eine kürzere Verweildauer in der anschließenden Reha-Behandlung. 

 

Künstliches Gelenk (Knieprothese). Was passiert bei der OP?

Im Knie wird bei der Entscheidung für eine Prothese nicht das bisherige ausgebaut und das künstliche eingesetzt. Ersetzt wird lediglich die oberste Schicht des Gelenkknochens. Die Knieprothese wird sozusagen aufgesetzt und die Gelenkknochen bekommen eine neue Oberfläche. So übernimmt das Implantat eher die Funktion des Gelenkknorpels. Es sorgt dafür, dass Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe nicht aufeinander reiben. Es wird als Platzhalter eingebaut.

Es gibt zwei verschiedene Arten von künstlichen Kniegelenken:

  • Den teilweisen Oberflächenersatz (unikondylärer Kniegelenk-Oberflächenersatz bzw. Schlittenprothese) 
  • Ein kompletter Oberflächenersatz ist auch möglich. (=Knie-Endoprothese bzw. Knie-TEP (Knietotalendoprothese))

Computergestützt milimetergenau eingepasst und eingestellt, sitzt ein künstliches Kniegelenk dann wie angegossen an seinem Platz.

 

Heutige Prothesen werden sehr individuell gefertigt.

Das Kunstgelenk soll die Mechanik des eigenen Gelenks bestmöglich nachahmen. Abhängig von der Ausdehnung der Arthrose im Knie, der Knochenqualität, der Gelenkstabilität und Achsfehlstellung, treffen wir in der Schön Klinik im Vorfeld der Operation eine individuelle Auswahl möglicher Implantate. Hierbei spielen auch das Alter unserer Patienten, Geschlecht, Knochenqualität, Körpergewicht und nicht zuletzt die Aktivitäten des täglichen Lebens eine Rolle.

Haltbarkeit eines künstlichen Gelenks

Aktuell erreicht ein künstliches Kniegelenk eine Haltbarkeit von 8 bis 15 Jahren. Danach muss es erneuert bzw. ausgetauscht werden.

 

Computereinsatz im OP

Künstliche Kniegelenke können - unterstützt durch den Computer - noch sicherer und passgenauer eingesetzt werden.

Protheseneinsatz mit Computer

 

Rehabilitation. Zurück ins Leben nach Arthrose im Knie

Neues Knie – neues Bewegungsgefühl.

Nach der Wundheilung zum Schwimmen: Im Bewegungsbad wird die Muskulatur des Knies schonend gekräftigt.

Nach der Wundheilung zum Schwimmen: Im Bewegungsbad wird die Muskulatur des Knies schonend gekräftigt.

Für viele unserer Patienten beginnt mit dem operierten oder künstlichen Kniegelenk ein neuer Lebensabschnitt. Vorbei ist die Zeit mit Sand im Getriebe, Stein im Schuh oder wie auch immer der Patient sich den Schaden seines Kniegelenks visualisiert hat. Das Gelenk kann jetzt wieder seine Funktion erfüllen. Ohne Einschränkungen. Ohne große Schmerzen. Aber auch nach der OP ist der Weg zurück zu einem beschwerdefreien Leben noch weit .

Allein die durch jahrelange Schon- und Fehlhaltung verkürzten Muskeln, Sehnen und Bänder im Knie müssen gekräftigt und gestärkt werden. Deshalb empfiehlt sich nach einer Kniegelenks-OP eine intensive und fachmännisch angeleitete Rehabilitation. Diese kann sowohl stationär als auch ambulant erfolgen –je nach Gesundheitszustand.

 

Individuelles Therapie-Konzept für jeden Patienten.

In der Schön Klinik ist es unser Anspruch, ein Behandlungskonzept aus verschiedenen Bausteinen individuell für jeden unserer Patienten zusammenzustellen – nach den Maßgaben des operierenden Arztes. „Bei den Visiten werden die Stationsärzte die Therapie-Maßnahmen mit Ihnen durchsprechen“, erläutert Professor Dr. Pavel Dufek, Chefarzt der Orthopädie in der Schön Klinik Neustadt stellvertretend. „Die Pläne werden je nach Therapie-Fortschritt mehrfach anpasst.“

Bereits am Tag nach der OP werden ersten Schritte versucht: Aufstehen aus dem Bett, alleine durch das Zimmer gehen – ein wenig Gangschulung und Übungen auf der Motorbewegungsschiene.

 

Alle für einen – übergreifende Zusammenarbeit.

Um die individuellen Therapiepläne unserer Patienten umsetzen zu können, arbeiten verschiedene Therapie-Abteilungen zusammen: Die Abteilung für physikalische Therapie, die Physiotherapie, Ergotherapie und die Abteilung für medizinischen Trainingstherapie.

In der Abteilung für physikalische Therapie werden Wärmeanwendungen, Massagen, Lymphdrainagen, Wannenbäder, Güsse, Inhalationen und Elektrotherapie durchgeführt. Die Physiotherapeuten verbessern die Beweglichkeit der Gelenke, zeigen Übungen zur Kräftigung und Koordination. Sie korrigieren Fehlhaltungen, um gemeinsam ergonomische Bewegungsabläufe neu zu entwickeln.

 

Vorbereitung auf den Alltag.

Neben den Einzeltherapien finden abgestimmte Gruppentherapien speziell für Kniegelenks-Patienten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen statt. Nach abgeschlossener Wundheilung ist auch Physiotherapie im Bewegungsbad (Schwimmbad) möglich.

In der medizinischen Trainingstherapie wird gezielt in Teilbereichen der Muskulatur trainiert. Durch sich steigerndes, umfassendes und spezifisch angepasstes Training, fördern unsere Patienten Ihre Ausdauer, Koordination und Kraft. Tägliche Trainingseinheiten an medizinischen Trainingsgeräten, aber auch in Gruppenräumen, im Bewegungsbad oder im Freien, erzeugen wichtige Synergie-Effekte mit den Anwendungen der Physiotherapie. Alles zusammen bereitet wieder auf die Anforderungen im Alltag vor.

 

Arthrose im Knie

Ein Knie wie eine knarzende Tür: Wenn das Gelenk immer weniger beweglich wird, ist es wahrscheinlich von Verschleiß betroffen.

Arthrose im Knie

Patientenbericht Knie-TEP

Irgendwann kamen die Schmerzen und blieben: Eine Arthrose. Nach langem Hin und Her entschied sich Herr M. für ein künstliches Kniegelenk.

Patientenbericht künstliches Knie

 

Vorsorge & Ratgeber

Welche Risiken birgt eine Knie-OP und wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk gekommen? Wir geben Rat & Hilfestellung im Alltag.

Vorsorge & Ratgeber im Alltag

Behandlungserfolg & Qualität

Über 98 % unserer Kniepatienten* können wieder längere Gehstrecken bewältigen. Erfahren Sie mehr über unsere Behandlungserfolge.

Schön Klinik Qualität

 

Ärzte & Therapeuten

Für die Behandlung von Arthrose im Knie haben wir Spezialisten ? deutschlandweit. Finden Sie hier einen Kniearthrose-Experten in Ihrer Nähe.

Ärzte & Therapeuten

Spezialisierte Kliniken

Acht Schön Klinik Standorte haben sich auf die Behandlung von Kniearthrose spezialisiert. Finden Sie hier ein Krankenhaus in Ihrer Nähe!

Unsere Kniegelenk-Kliniken

 

Das ENDO AKTIV Programm

Unser ganzheitliches Therapie-Konzept bietet frühere Mobilisation und raschere Genesung bei Gelenkersatz von Knie & Hüfte.

Hüft-TEP & Knie-TEP

Kniegelenk-Arthroskopie

Kleiner Schnitt, große Wirkung: Mit Hilfe der Arthroskopie können Operationen am Kniegelenk minimal-invasiv und schonend durchgeführt werden.

Arthroskopie am Knie