Arthrose im Knie. Vorsorge & Ratgeber

Wann sollte man bei Gelenkschmerzen im Knie zum Arzt gehen?

Bei länger anhaltenden Kniebeschwerden sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden.

Bei länger anhaltenden Kniebeschwerden sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden.

Schmerzhaft und länger andauernd als einige Wochen – wenn diese Kriterien auf Ihre Beschwerden zutreffen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn Ihr Gelenk blockiert, vor allem bei größeren Belastungen schmerzt oder geschwollen ist. Auch unklares Fieber mit Gelenkschmerzen sollte abgeklärt werden.

 

Wann sollte man sich am Kniegelenk operieren lassen?

Wir sind der Meinung: Der richtige Operationszeitpunkt ist gekommen, wenn die eigene Lebensqualität erheblich leidet. Wenn die Beweglichkeit stark reduziert ist, die Schmerzen schlecht erträglich geworden sind und die konservativen Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Besserung geführt haben. Sprechen Sie hierüber auf jeden Fall mit Ihrem behandelnden Arzt.

Würden Sie alle Fragen mit ja beantworten?

  • Haben Sie massive Schmerzen?
  • Sind die Funktionseinschränkungen Ihres Knies massiv?
  • Beeinträchtigt das betroffene Knie Ihr tägliches Leben stark?
  • Treten bei Ihnen chronische Ruhe- und nächtliche Schmerzen auf?
 

Gibt es Alternativen zum Gelenkersatz?

Durch Sanierungsarbeiten am eigenen Gelenk kann in einer Operation versucht werden, den künstlichen Gelenkersatz im Knie oder gar den Einsatz von Prothesen hinauszuschieben. Hierbei werden die Gelenkflächen rekonstruiert. Auch Achskorrekturen oder Knorpelplastiken verzögern den Einsatz von Prothesen. Eine gute Ergänzung ist die Therapie mit Hyaloronsäure. Diese wird direkt in das Gelenk gespritzt, wirkt als Gleitmittel und reduziert dabei nicht nur den Abrieb, sondern auch die Entzündung.

 

Ratgeber Gelenkersatz am Knie & künstliches Kniegelenk.

Welche Risiken birgt eine gelenkersetzende OP?

Künstliche Gelenke sind Fremdkörper, die vom Körper aber in der Regel gut toleriert werden. Oft besteht im Bereich der Prothese eine geringe Durchblutung. Wie bei jeder Opration besteht die Gefahr einer Thrombose, Medikamentenunverträglichkeiten oder die Schädigung der umgebenden Strukturen des Gelenks: Gefäße, Nerven, Knochen, Muskeln. Ist Ihr Immunsystem geschwächt oder gehören Sie zu einer Risikogruppe, besteht ein erhöhtes Infektrisiko. Zur Risikogruppe zählen:

  • Diabetiker
  • Patienten die älter als 75 oder 80 Jahre sind
  • voroperierte Patienten
  • Rheumatiker
  • Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen
 

Wie lange dauert die OP für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks? Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks dauert in der Regel eine gute Stunde, ist aber natürlich abhängig von der Art und dem Umfang der OP.

Der anschließende stationäre Aufenthalt dauert etwa 5 Tage. Bessere Implantate und schonendere Operationstechniken sorgen zudem für eine kürzere Verweildauer in der anschließenden Reha-Behandlung. Dauerte diese früher 6 Wochen, sind heute nur 3 Wochen nötig. Die meisten Patienten können daher nach etwa 3 Wochen ihren Alltag wieder alleine meistern und nach Hause entlassen werden.

 

Welche Arten von Prothesen für das Knie gibt es?

Der mediale Schlitten wird gerne eingesetzt, wenn der Gelenkknorpel im Knie nur einseitig abgenutzt ist.

Der mediale Schlitten wird gerne eingesetzt, wenn der Gelenkknorpel im Knie nur einseitig abgenutzt ist.

Je nach Abnutzungsgrad des Gelenks gibt es verschiedene Gelenksprothesen. Der medialen Schlitten kann zum Beispiel minimalinvasiv eingesetzt werden. Hier darf die Arthrose aber noch nicht weit fortgeschritten sein und sich meist nur auf einer Seite abzeichnen. Der Schlitten übernimmt die Funktion des Gelenkknorpels als Abstandhalter und unterstützt die Führung der Gelenkknochen.

Desweiteren gibt es den teilweisen Oberflächenersatz und den Oberflächenersatz. Ersetzt wird hierbei lediglich die oberste Schicht des Gelenkknochens. Das künstliche Gelenk wird auf die bestehenden Gelenkknochen aufgesetzt. Wieder übernimmt das künstliche Gelenk eher die Funktion des Gelenkknorpels.

Ebenfalls ist der Einsatz von teil- oder vollgekoppelten Prothesen möglich. Gekoppelte Knieendoprothesen haben eine zentrale mechanische Gelenkführung in Form einer starren Achse oder eines anderen Koppelungsmechanismus. Dies lässt ähnlich des natürlichen Kniegelenks eine Drehbewegung des Unterschenkels um seine eigene Achse zu. Gekoppelte Knieprothesen werden bevorzugt dann eingesetzt, wenn der Bandapparat nicht mehr ausreichend stabil ist.

Die Entscheidung, welche Prothese eingesetzt wird, wird individuell mit jedem Patienten besprochen und ist abhängig von Fehlstellungen, Bandstabilität, Knochenqualität und Begleiterkrankungen.

 

Wann kann ich nach der Knieoperation wieder "richtig" gehen?

Der Patient kann nach der Operation, je nach Muskelkraft,  zunächst unter physiotherapeutischer Anleitung und später auch selbständig mit Vollbelastung an 2 Unterarmgehstützen gehen. Nach 5 Tagen kann er das Krankenhaus verlassen und – je nach Wunsch – die Reha, ambulant oder stationär, beginnen.

 

Wie lange dauert die Nachbehandlung?

Der stationäre Aufenthalt nach der Knieoperation beträgt ca. 5 Tage im Krankenhaus und anschließend ca. 3 Wochen in einer stationären Anschlussheilbehandlung. Diese Anschlussheilbehandlung kann auch ambulant durchgeführt werden. Je nach Bedarf ist anschließend zusätzliche Physiotherapie notwendig.

 

Wie hoch ist der Abrieb der Prothese im Gelenk?

Die gelenkig miteinander verbundenen Prothesenanteile bestehen meist aus Metall  und Polyethylen. Diese Materialien sind sehr gut verträglich und sichern eine geringe Reibung. Trotzdem können im Laufe der Jahre geringste Mengen an Abrieb entstehen – wie bei einem Radiergummi. Die Radierflusen können im Gelenk verbleiben. Trotzdem ist dieser Abrieb nach vielen Jahren relevant. Er kann sich zwischen Knochen und Prothesenanteilen anlagern und dort die Knochenauflösung und letztlich die Lockerung der Prothese begünstigen.

 

Wie lange hält eine Kniegelenksendoprothese?

Der Orthopäde nennt das "Standzeit". Die "Standzeit" einer Kniegelenksprothese ist von sehr individuellen Faktoren abhängig. In der Regel halten Knieprothesen 15 Jahre. Wichtige Faktoren für die Langlebigkeit sind die verwendeten Materialien der Implantate, die korrekte Implantatspositionierung während der Operation, die körperliche Aktivität und die Knochenqualität des Patienten.

 

Übergewicht & Gelenke

Übergewicht ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Abnutzung des Knorpels und einen frühzeitigen Gelenkverschleiß.

Übergewicht & Gelenke

 

Sport mit künstlichem Kniegelenk & Knie-TEP.

Kann ich mit einer Knieprothese Sport betreiben?

Radfahren ist nach einer Schonfrist von etwa einem halben Jahr durchaus wieder möglich.

Radfahren ist nach einer Schonfrist von etwa einem halben Jahr durchaus wieder möglich.

Ziel jeder Behandlung ist es, die Lebensqualität durch die Implantate zu erhöhen und einen schmerzfreien Alltag zu ermöglichen. Die Sportfähigkeit hat dabei nicht höchste Priorität. Viele Patienten können allerdings wieder Sport treiben und gehen ihren früheren Aktivitäten mit Begeisterung nach – gerade diejenigen mit Oberflächenersatzprothesen.

Wenn die volle Kraft der Gelenke wieder spürbar ist, können Sie wieder vorsichtig mit Sport anfangen.

  • Radfahren
  • Wandern
  • leichtes Joggen
  • Spaziergänge von 1-2 Stunden sind bedenkenlos, dazwischen sollten Ruhepausen eingelegt werden
  • Schwimmen (beim Brustschwimmen: Vermeidung von Abduktionsbewegungen)
  • Leichtes Tennis, bei guter Technik
  • Golf

 

Sportarten, die Sie nach der OP besser meiden:

  • alpiner Skisport ist generell ungeeignet (wenn, dann frühestens nach 1 Jahr) und Skilanglauf wegen der Sturzgefahr sowie
  • sämtliche Wettkampfsportarten mit direktem Gegnerkontakt
  • reines Krafttraining der Hüftmuskulatur ist nicht zu empfehlen
  • Tragen von Lasten sollte unterbleiben
 

Spürt man das künstliche Gelenk als eine Art Fremdkörper?

Jedes künstliche Gelenk ist zunächst ein Fremdkörper, der von jedem Menschen unterschiedlich gut oder schlecht angenommen wird. Bei modernen Prothesen ist die Konstruktion aber der eigenen Anatomie schon so gut nachempfunden, dass das Fremdkörpergefühl meist schnell verloren geht. 

 

Sport mit Endoprothese

Die Angst vieler Patienten: Darf ich mit einem künstlichen Gelenk überhaupt noch sportlich aktiv sein? JA, unbedingt sagt der Experte. Patienten sollten weiterhin Sport treiben.

Aktiv mit künstlichem Gelenk

 

Das ENDO AKTIV Programm

Unser ganzheitliches Therapie-Konzept bietet frühere Mobilisation und raschere Genesung bei Gelenkersatz von Knie & Hüfte.

Hüft-TEP & Knie-TEP

Patientenbericht Knie-TEP

Irgendwann kamen die Schmerzen und blieben: Eine Arthrose. Nach langem Hin und Her entschied sich Herr M. für ein künstliches Kniegelenk.

Patientenbericht künstliches Knie

 

Diagnostik, Therapie & OP

Eine Kniearthrose kann je nach Art und Schweregrad konservativ, operativ oder im Rahmen einer Rehabilitation behandelt werden.

Diagnostik, Therapie & OP

Behandlungserfolg & Qualität

Wie erfolgreich sind unsere Therapien? Geht es den Patienten spürbar und messbar besser?

Schön Klinik Qualität

 

Ärzte & Therapeuten

Für die Behandlung von Arthrose im Knie haben wir Spezialisten ? deutschlandweit. Finden Sie hier einen Kniearthrose-Experten in Ihrer Nähe.

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Spezialisierte Kliniken

Acht Schön Klinik Standorte haben sich auf die Behandlung von Kniearthrose spezialisiert. Finden Sie hier ein Krankenhaus in Ihrer Nähe!

Unsere Kniegelenk-Kliniken