Hohes Verletzungsrisiko für Fußballer.

Fußballer benötigen eine besonders gute Versorgung, um schnell wieder auf den Platz zurückkehren zu können.

Fußballer benötigen eine besonders gute Versorgung, um schnell wieder auf den Platz zurückkehren zu können.

Eben noch in Richtung Tor gesprintet und schon mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einer Liege vom Platz getragen... Für einen Fußballprofi gehört die bittere Szene zwischendurch zum Alltag. Einige mussten es bereits vor Beginn der EM erleben. Was aber passiert mit dem Profi, wenn er den Platz verlässt? Ganz einfach: Sie werden in einer Klinik behandelt, z.B. im FIFA Medical Centre of Exellence in der Schön Klinik München Harlaching. Hier steht die nächste Profi-Mannschaft, ein Team aus Ärzten und Therapeuten, bereit. Optimal! Dr. Christian Schneider, Chefarzt am dortigen Sportorthopädischen Institut, gibt gerne einen kleinen Einblick.

 

Die perfekte Mannschaft für den verletzten Fußballprofi.

Wenn ein Fußballer vom Platz direkt in die Klinik kommt, will er vor allem eines – so schnell wie möglich wieder auf das Spielfeld zurück. Natürlich wird kein Profi auf den Platz geschickt, bevor seine Verletzung nicht ausgeheilt ist. „Wirklich beschleunigen kann man die Geweberegeneration meistens nicht,“ gibt Chefarzt Dr. Christian Schneider zu bedenken, „aber wir können sie unterstützen.“ Dennoch hat der Profi, was die medizinische Versorgung betrifft, eine fast traumhafte Ausgangssituation: Sein Team ist eine perfekte Aufstellung aus Spezialisten: Sportmedizinern und Physiotherapeuten. Sie alle kennen die typischen Verletzungen der Fußballer, können schnell diagnostizieren, setzen die richtige Therapie an und können genau abschätzen, wann Mensch und Ball wieder gemeinsam auf die Wiese dürfen. 

 

Therapie für Sportler: kurzfristig und langanhaltend.

Auch Profis müssen sich Schritt für Schritt wieder in die Belastung einarbeiten.

Auch Profis müssen sich Schritt für Schritt wieder in die Belastung einarbeiten.

Kommt der Fußballprofi zum Sportorthopäden, wird zunächst diagnostiziert. An erster Stelle steht die Anamnese. Der Patient berichtet, was genau passiert ist und wo der Schmerz sitzt. Dann tastet der Arzt die Stelle ab und klärt, welche Bewegungen möglich sind und welche nicht. Manchmal werden bildgebende Verfahren notwendig, also ein Röntgenbild gemacht oder ein MRT, um die schweren Verletzungen, die vielleicht operiert werden müssen, von den harmloseren mit Sicherheit unterscheiden zu können.
Zu den typischen Verletzungen zählen Muskelverletzungen an Ober- und Unterschenkel, Bänderverletzungen am Sprunggelenk oder Knie teilweise mit Instabilitätssymptomen also z.B. Kreuzband- und Meniskusverletzungen – eigentliche Brüche sind selten. Ist die Diagnose gesichert, wird über die weiteren Maßnahmen im Team entschieden. Die Therapie soll kurzfristig beginnen und wirken aber auch langfristig die Beschwerden nehmen. Auch dem Physiotherapeuten kommt eine immens wichtige Bedeutung dabei zu.. Schritt für Schritt darf der Fußballer sich dann wieder in die Belastung „reinarbeiten“. Die Therapie muss so abgestimmt sein, dass die Verletzung so schnell wie möglich ausheilen kann, keine Zusatzverletzung entsteht und während der Heilungsphase möglichst wenig Muskelmasse abgebaut wird – eine wichtige Voraussetzung, dass der Spieler wieder „arbeiten“ kann. 

 

Return to play–Therapie auch für Hobbysportler.

Das Sportorthopädische Institut der Schön Klinik München Harlaching ist auf die Behandlung von Sportverletzungen spezialisiert und bietet diese Expertise nicht nur Profisportlern an. Auch Hobbysportler können sich vertrauensvoll in die erfahrenen Hände der Spezialisten begeben und von ihrem Wissen profitieren, denn schließlich wollen auch Hobby- und Amateursportler möglichst schnell ihren Sport wieder ausüben.

 

Schnell, aber nicht zu schnell zurück.

Natürlich wird auch der begehrteste Profi nicht wieder auf den Platz geschickt, bevor er nicht wirklich einsatzfähig ist. Entschieden wird über den Zeitpunkt zusammen mit Ärzten und Physiotherapeuten aber auch mit dem Sportler, Trainer und Sportwissenschaftlern. Ein wichtiges Spiel darf kein Grund sein, den Heilungsprozess nicht endgültig abzuwarten. Alles in allem kommen Profis allerdings verhältnismäßig schnell wieder auf die Beine, erklärt Dr. Schneider. „Der Profi ist durchtrainiert. Er kommt von einem höheren körperlichen Niveau und hat eine medizinische Rundumversorgung. Das bedeutet auch, dass er eine gute Chance hat, schnell wieder auf das alten Fitness-Level zurück zu kommen.“ 

 

Profi oder Laie: Die Verletzungen sind dieselben.

Die körperliche Ausgangssituation ist der größte Unterschied zwischen dem Laienkicker und dem Profi. Die Verletzungen nämlich sind weitgehend die gleichen. Feststellen lässt sich allerdings, dass Amateure häufiger mit Umknickverletzungen zum Arzt kommen, weil Beinmuskulatur und Bänder weniger koordiniert trainiert sind als beim Berufssportler. Natürlich soll der Laie – auch wenn er keinen Medizinerstab am Spielfeldrad sitzen hat – genau wie der Profi, schnell und professionell versorgt werden. 

 

Aufwärmen schützt vor Verletzungen.

Ganz vermeiden lassen sich Verletzungen bei einem so schnellen Sport wie Fußball nicht – aber in einem gewissen Maße vorbeugen. Ganz oben steht dabei das richtige Aufwärmen – und da hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. „Früher ist man zwei Runden um den Platz gerannt um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Heute weiß man, dass das nicht reicht. Der gesamte Körper muss intensiv aufgewärmt werden. Und das bedeutet wirklich von Kopf bis Fuß,“ erklärt der Chefarzt Dr. Schneider. Wie genau ein ideales Aufwärmtraining aussieht, kann man sich auf der Seite des DFB ansehen. „11+“ heißt das Programm, das in enger Zusammenarbeit mit den FIFA Medical Centren entstanden ist und das allen Spielern ein verletzungsfreies Spiel ermöglichen soll. Ein besonderes Augenmerk wird hier auf die Bauch- und Rückenmuskulatur gelegt: In einer Studie, die in der Schön Klinik München Harlaching  gerade beendet wurde, konnte nachgewiesen werden, dass viele Nachwuchsspieler unter Rückenproblemen leiden und von dem „11+“ Aufwärmprogramm auch die Rumpfmuskulatur profitiert. Seitdem die Rumpfmuskulatur intensiver mittrainiert wird, konnten die Verletzungen und Beschwerden in dem Bereich nachweislich reduziert werden. 

 

Das Leben nach der Karriere.

Während der beruflich aktiven Zeit hat der Profifußballer eine hohe Belastung und eine professionelle medizinische Versorgung. Und wie sieht es danach aus? „Natürlich kann es sein, dass wiederholte Verletzungen am Knie eine Arthrose im Alter begünstigen. Aber es muss nicht so sein“, erklärt Dr. Schneider. Fußballer erleiden zwar in ihrem Leben mehr Verletzungen als andere Menschen, sie sind aber auch überdurchschnittlich trainiert und können Instabilitäten besser durch eine gute Muskulatur abfangen. Vermutlich hält sich beides – das höhere Verschleißrisiko durch Verletzungen und der Vorzug des durchtrainierten Körpers – die Waage. Hierzu laufen in der Schön Klinik derzeit aktuelle Studien. „Ich hoffe also, mehr Antworten auf diese Frage in einigen Jahren geben zu können“, so der Chefarzt.

 

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