Behandlungsmethoden.

Die Spezialisten in der Tinnitus-Behandlung.

Die Behandlung eines Tinnitus zeichnet sich in der Schön Klinik Roseneck durch ein ganzheitliches Konzept aus. Wir kombinieren verschiedene Therapiebausteine miteinander, um individuell auf die Probleme unserer Patienten eingehen zu können. Denn häufig bestehen neben dem Tinnitus weitere seelische Erkrankungen wie zum Beispiel eine Depression, (Versagens)Ängste oder auch ein noch nicht erkanntes Burnout-Syndrom. Daher beinhaltet Ihr Therapieplan nicht nur eine Hörtherapie und HNO-ärztliche Aufklärung, sondern auch Psychotherapie, verschiedene Formen der Entspannungstherapie und Sport.

Die Rückmeldung unserer Patienten auf dieses Konzept fällt sehr positiv aus: Mehr als 86 Prozent fühlen sich in unserer Klinik rund um sehr gut betreut.

 

Spezialisierte Tinnitus-Diagnostik.

Wir verfügen über alle diagnostischen Möglichkeiten, um eventuell übersehene körperliche Ursachen Ihres Tinnitus abzuklären oder lückenhafte Untersuchungsbefunde zu komplettieren.

Im Mittelpunkt steht jedoch die psychosomatische Diagnostik. Mithilfe eines von unseren Experten entwickelten Tinnitus-Fragebogens und eines Leitfadeninterviews fragen wir Ihre persönliche Krankheitsgeschichte ab. Nach der Auswertung aller Informationen und Befunde können wir dann ein individuelles Therapieprogramm für Sie planen.

 

Therapie: Wahrnehmung und Entspannung trainieren.

Das Gehirn macht das Geräusch, nicht das Ohr. Diese zentrale Erkenntnis ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie. Hier setzen wir an und schulen mit verhaltenstherapeutischen und kognitiven Techniken Ihre Wahrnehmung. Ziel ist es, den Teufelskreis aus Ohrgeräusch und hierdurch erzeugten Stress zu durchbrechen. Durch ein Aufmerksamkeitstraining lernen Sie, das zermürbende Geräusch in den Hintergrund zu drängen – indem ihm die Bedeutung und Aufmerksamkeit entzogen wird.

Ergänzend kommen innerhalb der Therapie auch physio-, ergo- und kunsttherapeutische Anwendungen zum Einsatz. Hierdurch werden Stress und körperliche Anspannung reduziert, um keinen neuen Nährboden für einen Tinnitus zu bieten. Im Idealfall verschwinden die Geräusche so wieder von selbst oder treten stark in den Hintergrund. Unsere Studienergebnisse zeigen: Nach etwa einem Jahr sind die meisten unserer Patienten beschwerdefrei oder leiden zumindest nicht mehr unter ihrem Tinnitus.

 

Nach der Klinik: Gut vorbereitet für den Alltag.

Unsere Behandlung ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. So haben wir als praktische Stütze für den Alltag die Informationen, Techniken und Übungen, die Sie bei uns erlernt haben, zum Nachlesen auf Informationsbögen zusammengefasst. Als sogenannter Notfallkoffer können Sie diese nach der stationären Behandlung mit nach Hause nehmen – um sich wieder erinnern zu können, sollte es mal wieder im Ohr piepsen.

Durch eine enge Kooperation mit der Deutschen Tinnitus Liga sind wir zudem deutschlandweit mit zahlreichen Selbsthilfegruppen vernetzt. Hier finden Sie auch außerhalb unserer Klinik kompetenten Rat und Austauschmöglichkeiten. Bei der Kontaktaufnahme zu einer Gruppe in Ihrer Wohnortnähe helfen wir Ihnen sehr gerne.

 

Unsere medizinischen und therapeutischen Leistungen umfassen insbesondere …

Diagnostik:  

  • Tinnitus-Fragebögen und strukturiertes Tinnitus-Interview nach Goebel und Hiller am Anfang und Ende der Behandlung
  • Hörtests
  • Test auf Geräuschempfindlichkeit
  • Untersuchung des Trommelfells
  • Instrumentelle Untersuchung bei Verdacht auf Hyperakusis

Therapien:

  • Verhaltenstherapie
  • Allgemeine Psychotherapie in der Gruppe
  • Tinnitus-Bewältigungsprogramm in Gruppen- und/oder Einzeltherapiesitzungen
  • Störungsspezifische Psychotherapie in Indikativgruppen mit fester Patientenzusammensetzung (z.B. unterteilt in Depression, Burnout oder Ängste)
  • Therapeutische Entspannungstechniken: Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Techniken zur Aufmerksamkeitslenkung, Achtsamkeits- und Wahrnehmungstraining
  • Biofeedback
  • Physiotherapeutische Techniken bei Verspannungen
  • Physikalische Therapie (Massagen, Elektrotherapie, medizinische Bäder)
  • Ergotherapie
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Medizinisch kontrollierte Entwöhnung von Medikamenten, Beruhigungsmitteln oder Alkohol
  • Sport- und Bewegungstherapie (körperbezogenes Achtsamkeitstraining)