Essstörungen. Spezialstation für Jugendliche
Spezielles Angebot für Jugendliche zwischen 14-18 Jahren.
Essstörungs-Patienten werden immer jünger. Eine frühe Therapie erhöht die Chance auf Genesung
Seit 26 Jahren werden in unserer Klinik Patienten mit Essstörungen behandelt. In Studien zeigte sich, dass Mädchen und Jungen in immer jüngerem Alter an Essstörungen erkranken.
Aus diesem Grund bieten wir nun ein spezielles Angebot für jugendliche Patienten an: In unserer Fachabteilung behandeln wir Jugendliche mit psychischen Störungen - Schwerpunkt Essstörungen - im Alter von 14-18 Jahren.
Denn unsere Erfahrung zeigt: Je früher eine Therapie einsetzt, desto besser sind die Chancen, dass die Erkrankung die jungen Patienten nicht bis ins Erwachsenenalter hinein belastet.
Das Besondere: Intensive Betreuung
Jugendliche Patienten benötigen eine intensivere Betreuung als Erwachsene. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Psychologen, Co-Therapeuten und Mitarbeitern weiterer Fachrichtungen betreuen die jugendlichen Patienten rund um die Uhr.
Unsere Therapiebausteine
Einzel- und Gruppenpsychotherapien
Bearbeitung von Krankheitsentwicklung und Erarbeitung von Strategien zur Krankheitsbewältigung.
Essstörungs-Bewältigungs-Therapiegruppe (EBT)
Die Gruppe vermittelt grundlegende Informationen über gesundes Essverhalten und die Regulation des Körpergewichts. Darauf aufbauend werden Ihrem Kind sinnvolle Ziele für seine Therapie gesetzt. Mit Hilfe einer individuellen Verhaltensanalyse lernt es die Bedingungen der Entstehung und des Verlaufs seiner Essstörung kennen und erarbeitet für sich neue Problemlösestrategien. Ein sinnvoller Umgang mit Gefühlen und die Akzeptanz des eigenen Körpers sind weitere Schwerpunkte.
Lehrküche
Vermittlung der Fähigkeit, ausgewogene Mahlzeiten selbst vor- und zuzubereiten und Bearbeitung der Vorbeugung von Rückfällen.
Gruppentherapie Soziale Kompetenz (GSK)
In dieser Therapiegruppe soll sozial kompetentes, selbstsicheres Verhalten aufgebaut und eingeübt werden. Neben der Vermittlung einer theoretischen Grundlage, liegt der Schwerpunkt auf praktischen Übungen, die möglichst realitätsnah sein sollen. Deshalb wird auch anhand von eigenen Beispielen geübt. Wichtige Themenbereiche sind unter anderem 'Nein Sagen', 'Kritik Äußern', 'Kritik Annehmen' sowie 'Persönliche Rechte in Anspruch nehmen'.
Gestaltungstherapie
Gestalten mit Farben und Materialien ermöglicht einen Zugang zu Gefühlen und eine Annäherung an das eigene Körperbild.
Sport- und Bewegungstherapie
Eine Verbesserung von Wahrnehmung und Akzeptanz des Körpers sind zentrale Inhalte.
Sozialtherapie
Beratung zur weiteren therapeutischen oder sozialen Einbindung und auch zu schulischen Fragen wird angeboten.
Physikalische Therapie und Entspannungsverfahren
Förderung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.
Das Besondere: Einbindung der Familie
Bei jugendlichen Patienten ist die Einbindung der Familie in die Therapie von besonderer Bedeutung. Die Familie wird daher nach Möglichkeit aktiv in die Behandlung einbezogen. So können die Patienen und ihre Angehörige lernen, gemeinsam die Essstörung zu bewältigen.
Sprechen Sie uns offen an, wenn Sie Kontakt zu Ihrem Kind wünschen und es therapiefördernd ist.
Zurück in die Normalität: Die Schule im Therapiekonzept
Sobald sich der Gesundheitszustand der jugendlichen Patienten stabilisiert hat, besteht die Möglichkeit, therapiebegleitend eine Schule vor Ort zu besuchen. Je nachdem, auf welche Schule Ihr Kind gegangen ist, kann es das Priener Gymnasium, die Real- oder Hauptschule besuchen. Der Vorteil: Die Schulen sind kliniknah. Zudem kann auch Kontakt zur Heimatschule aufgenommen werden, um Lerninhalte abzusprechen.
Leitung der Station. Kompetent und erfahren
Die Jugendstation verfügt über 24 Betten.
Mit unserem Team aus ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten, Cotherapeuten, Oecotrophologen, Gestaltungstherapeuten, Sport- und Bewegungstherapeuten und Sozialtherapeuten haben die Jugendlichen immer einen Ansprechpartner, an den sie sich bei Sorgen und Nöten wenden können.
Dr. Silke Naab, Leitende Ärztin, leitet die Spezialstation für Jugendliche mit Essstörungen. Seit 1997 ist sie an unserer Klinik tätig. Sie ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychatrie und Jugendpsychotherapie sowie Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Essstörungen.
Dr. Carl Leibl ist Chefarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor unserer Klinik. Er ist seit 1985 an unserer Klinik tätig und hat den Essstörungs-Bereich mit aufgebaut. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Psychosomatische Medizin.
Telefonische Sprechstunde
In unserer neuen Telefonsprechstunde für Jugendliche (14-18 Jahre) - Schwerpunkt Essstörungen - können Betroffene oder Angehörige Fragen zur Symptomatik, zum Vorgehen bei einem Aufnahmewunsch in die Schön Klinik Roseneck stellen oder Informationen zum Behandlungskonzept für Jugendliche erhalten.
Montags von 18.00 bis 19.00 Uhr
Donnerstags von 10.00 bis 11.00 Uhr
Forum Essstörungen
Tauschen Sie sich hier mit Betroffenen, Angehörigen, Freunden&Bekannten und unseren Experten zum Thema Essstörungen aus.
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