Schlaf-Störungen (Insomnie)
Mögliche Ursachen von Schlaf-Störungen
Man kann hier unterscheiden zwischen
- organisch bedingte Schlaf-Störungen
- im Rahmen von psychischen Erkrankungen auftretende Schlaf-Störungen
- psychophysiologischen Schlaf-Störungen
Organisch bedingte Schlaf-Störungen
Eine Vielzahl internistischer und neurologischer Krankheitsbilder kann zu erheblichen Schlafstörungen führen. Die am häufigsten vorkommenden Erkrankungen, die mit Schlaf-Störungen einhergehen sind Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen, Nieren-erkrankungen, chronische Schmerzen, Kopfschmerzen, chronische und degenerative Hirnerkrankungen, Tinnitus, Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe-Syndrom.
Schlaf-Störungen im Rahmen von psychischen Erkrankungen
Im Rahmen von psychischen Erkrankungen kommt es häufig zum Auftreten von Schlaf-Störungen, dies ist besonders häufig der Fall bei Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen und Schizophrenien.
Psychophysiologische Schlaf-Störungen
Bei psychophysiologischen Schlaf-Störungen lassen sich keine organischen oder psychischen Erkrankungen finden. Die genaue Ursache dafür kennt man noch nicht, man vermutet, dass diese Schlaf-Störungen im Laufe des Lebens in einer Belastungssituation (z. B. Tod eines Angehörigen, Arbeitsplatzwechsel, Umzug) entstehen und durch ungünstige Bedingungen (z. B. körperliche Anspannung, gedankliche und emotionale Anspannung, ungünstige Lebens- bzw. Schlafgewohnheiten, langfristige Schlafmitteleinnahme, Alkohol) aufrechterhalten werden.
Wie entstehen Schlaf-Störungen und wie werden sie aufrechterhalten?
Bei der Entstehung von Schlaf-Störungen spielen vielfältige Faktoren eine Rolle. In der Hauptsache kann man vor allem vier große Faktoren unterscheiden. Dies sind:
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sog. dysfunktionale Schlafgewohnheiten, wie langes Wachliegen im Bett
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ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
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lange Bettzeiten
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aber auch Tagesschlaf
Ein weiterer Faktor sind sog. schlafbehindernde Gedanken, zu denen wir Grübeln oder auch negative Gedanken zählen, wie auch das Nachdenken über die Schlaflosigkeit und über mögliche negative Konsequenzen der Schlaf-Störungen. Diese beiden Faktoren führen einerseits zu einer Aktivierung auf emotionaler, motorischer und autonomer Ebene, zum anderen zu realistischen Konsequenzen in Form von Tagesmüdigkeit, Erschöpftheit, Stimmungsbeeinträchtigung, Einbußen in der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, einer reduzierten Lebensqualität und einer Einschränkung sozialer Aktivitäten.
Teufelskreis bei Schlaf-Störungen
Dieses Vier-Faktoren-Modell kann als Teufelskreis angesehen werden. Jeder dieser Faktoren wird einerseits durch einen anderen verstärkt, andererseits verstärkt er aber auch selbst die anderen. Somit ist es also notwendig, an verschiedenen Stellen in den Teufelskreis dieser Faktoren, die Schlaf-Störungen verursachen und gleichzeitig auch aufrechterhalten, einzugreifen. Dies bildet die Grundlage unserer Therapie zur Bewältigung von Schlaf-Störungen in der Klinik Roseneck.