Was ist ein Trauma und was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?
In der Gestaltungstherapie können Patienten ihr Trauma bildlich verarbeiten.
Mehr als die Hälfte aller Menschen erleben mindestens einmal in Ihrem Leben eine Situation, die eine außergewöhnliche Bedrohung beinhaltet und auf die sie mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen reagieren. Zu diesen als Trauma bezeichneten Erlebnisse gehören z.B. Unfälle, Beobachtung von Tod oder Verletzung sowie Brände und Naturkatastrophen; aber auch Kriegserfahrungen, kriminelle Gewaltdelikte und sexuelle Mißbrauchserfahrungen werden als Trauma erlebt und können zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung führen.
Häufigkeit der Posttraumatischen Belastungsstörung
Nicht jede traumatische Erfahrung führt langfristig zu einer psychischen Beeinträchtigung. Zwischen 10% und 30% aller von einem Trauma Betroffenen entwickeln jedoch dauerhaft spezifische auf das Trauma zurückzuführende psychische Symptome, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung in den sozialen, beruflichen oder anderen Lebensbereichen führen und die als Posttraumatische Belastungsstörung bezeichnet werden.
Wann wird eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert?
Eine Posttraumatische Belastungsstörung wird dann diagnostiziert, wenn diese Symptome zu einer erheblichen Beeinträchtigung in den sozialen, beruflichen oder anderen Lebensbereichen der Betroffenen führen und mindestens einen Monat andauern. Besteht die Posttraumatische Belastungsstörung über einen längeren Zeitraum, können sich zusätzliche Störungen wie Depressionen, Substanzmissbrauch, Angststörungen und körperliche Beschwerden wie z.B. Schmerzsyndrome entwickeln.
Die wichtigsten Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung sind:
Wiedererleben des traumatischen Ereignisses (z.B. durch ungewollte Erinnerungen (Intrusionen), Alpträume, Erinnerungsattacken (flash backs) oder auch massive Belastungen und physiologische Reaktionen (Schwitzen, Zittern, Herzklopfen etc.) bei Ereignissen, die an das Trauma erinnern)
Vermeidung traumaassoziierter Stimuli (z.B. sich anstrengen, abzuschalten, um ja nicht an das belastende Ereignis zu denken; bewußtes Vermeiden von Orten, die mit dem Trauma in Verbindung stehen; Erinnerungslücken)
emotionale Taubheit (z.B. das Gefühl der Fremdheit und Isolierung von anderen Menschen; nicht mehr lieben, trauern, mitfühlen zu können; sich wie erstarrt fühlen; der Eindruck, keine Zukunft mehr zu haben; Interesselosigkeit) andauernde Symptome einer erhöhten Erregung (Schlafstörungen, Reizbarkeit und Wutausbrüche, Konzentrationsstörungen, ständiges Gefährdungsgefühl, heftige, übertriebene Schreckreaktionen)
Weitere Informationen zum Behandlungsbild ‚Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung‘ finden Sie hier
Die medizinischen Schwerpunkte in unserem Krankenhaus sind u.a.
Das oberste Qualitätsziel der Schön Klinik Roseneck ist ein individuell auf den Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept auf dem neuesten Stand der empirischen Forschung. Mehr als 25 Jahre Erfahrung und eine enge Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität unterstreichen das hohe Behandlungsniveau des Krankenhauses auf wissenschaftlich neuestem Stand. Das Krankenhaus wird jährlich nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Das Krankenhaus am Chiemsee verfügt über 385 Betten und behandelt pro Jahr rund 2500 Patienten.