Schlaf-Störungen (Insomnie)

Die Bedeutung von Schlaf und Schlaf-Störungen

Schlaf-Störungen sind häufig

Schlaf-Störungen sind häufig

Der Schlaf spielt eine bedeutende Rolle für unser tägliches Wohlbefinden. Er nimmt in unserem Leben eine besondere Position ein. Solange wir keine Schlaf-Störungen haben und uns nach den nächtlichen Schlafphasen wohl und ausgeruht fühlen, beschäftigen wir uns üblicherweise nicht mehr mit dem Thema Schlaf. Wird es aber schwierig, den Schlaf als nützlich und erholsam zu empfinden, z. B. wenn Sie nicht ein- und durchschlafen können, über eine verminderte Schlafdauer klagen oder häufig unter Tagesmüdigkeit leiden, dann stellen sich immer häufiger Fragen über Schlaf und Schlaf-Störungen.

Häufigkeit von Schlaf-Störungen

Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 10% der deutschen Bevölkerung unter behandlungsbedürftigen Schlaf-Störungen leidet. Dem behandelnden Arzt sind die Beschwerden häufig jedoch nicht bekannt, da nur etwa 50% der Patienten mit chronischen Schlaf-Störungen wegen ihrer Schlafbeschwerden einen Arzt konsultieren.

Medikamente gegen Schlaf-Störungen sind keine langfristige Lösung

Sehr häufig werden an erster Stelle in der Behandlung von Schlaf-Störungen einfach Medikamente verordnet. Dieser scheinbar „einfache Weg“ geht aber mit einer Reihe von möglichen Komplikationen einher. Nicht selten werden die Medikamente dann über mehrere Monate bzw. sogar Jahre vom Patienten eingenommen. Er gewöhnt sich an die Dosis, was im schlimmsten Falle zu einer Abhängigkeit führen kann. Bei abruptem unkontrollierten Absetzen nach länger Einnahme können sich die Schlaf-Störungen massiv verschlechtern und zu einem „Teufelskreis“ von erneuter Einnahme von noch stärkeren Medikamenten führen. Nach international gültigen Empfehlungen ist daher die Gabe, vor allem von Schlafmitteln aus der Gruppe der Benzodiazepine auf eine Zeit von maximal 2 bis 4 Wochen eingeschränkt.

Schlaf-Störungen. Verhaltensmedizinische Therapieansätze sind vielversprechend

Verhaltensmedizinische Therapieansätze haben in den letzten Jahren zunehmend ihre langfristige klinische Wirksamkeit erwiesen. Sie stellen somit eine wichtige Alternative zur medikamentösen Behandlung gerade im Bereich der chronischen Schlaf-Störungen dar.

Wie sind Schlaf-Störungen definiert?

Schlaf-Störungen sind definiert als ein Mangel an Schlafqualität und/oder Schlafquantität. Schlaf-Störungen entstehen aus einem Missverhältnis zwischen Schlafbedürfnis und Schlafvermögen. Eine Schlaf-Störung (Insomnie) wird diagnostiziert, wenn folgende Kriterien erfüllt sind (nach ICD-10):  

  • Klagen über Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität.
  • Die Schlaf-Störungen treten wenigstens dreimal pro Woche, mindestens einen Monat lang auf.
  • Es besteht ein überwiegendes Beschäftigtsein mit den Schlaf-Störungen nachts, während des Tages eine übertriebene Sorge über deren negative Konsequenzen.
  • Die unbefriedigende Schlafdauer (und/oder Schlafqualität) verursacht entweder deutlichen Leidensdruck oder wirkt sich störend auf die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit aus.

Weitere Informationen zum Behandlungsbild ‚Schlaf-Störungen‘ finden Sie hier


Ihr Ansprechpartner

Voderholzer

Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer

Tel.: 08051 68-3510

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