Von der Wiege der Orthopädie zum Multispezialitätenzentrum.
Die Anfänge. Wie alles begann.
Die Geschichte der Orthopädischen Klinik München beginnt im Jahr 1896 und ist untrennbar mit dem Namen Professor Fritz Lange verbunden. Er kommt in diesem Jahr nach München mit dem festen Entschluss, seine Aktivitäten ausschließlich dem noch jungen und fachlich unselbstständigen Fachgebiet Orthopädie zu widmen. Im Jahr 1910 führt ihn der Zufall mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Heim zusammen, dem er von dem "großen Krüppelelend" (so wurden früher Menschen mit sichtbaren Erkrankungen des Bewegungsapparates bezeichnet) erzählt: Die Behandlungsmöglichkeiten orthopädischer Leiden sind unzureichend und die räumlichen Verhältnisse der wachsenden Zahl aufnahmesuchender Kinder nicht mehr gewachsen. Daraufhin stellt Dr. Heim im Landtag einen Antrag, der den Bau von zwei eigenständigen Einrichtungen vorsieht, die miteinander verbunden werden sollen: der Neubau der Landesanstalt für krüppelhafte Kinder und der Orthopädischen Klinik.
Historische Fotodokumente - Bildergalerie
Bitte klicken Sie zur Vergrößerung auf eines der Bilder.
Bewegte Jahre. Von der Eröffnung bis zur Nachkriegszeit.
Zum 1. Dezember 1913 ist die Orthopädische Klinik fertiggestellt und wird mit 70 Patientenbetten eröffnet. Sie ist die erste Staatliche Orthopädische Klinik in Deutschland. In Gegenwart der königlichen Familie findet am 26. März die feierliche Einweihung statt. Mit Ausbruch des I. Weltkrieges wird der Klinikbetrieb stillgelegt. Einen Monat später wird sowohl die Orthopädische Klinik als auch die Landesanstalt für krüppelhafte Kinder zum Lazarett umfunktioniert. In den zwanziger Jahren wird die Klinik kontinuierlich ausgebaut. Die Bettenkapazität wird auf 250 Betten erhöht, große Laboratorien und besondere Werkstätten entstehen, die das Klinikum gleichzeitig zur ersten Forschungsanstalt für Orthopädie in Deutschland machen. Zu verdanken ist dies dem Orthopäden und Stifter Dr. Gustav Krauß, der dem Haus in seinem Testament 1,5 Millionen Reichsmark zugesprochen hat. Während des II. Weltkrieges wird die Klinik durch einen Bombenangriff auf München zerstört. Nach Ende des Krieges wird sie unter dem neuen Klinikleiter, Prof. Dr. Georg Hohmann, wieder instand gesetzt und erlebt eine Blütezeit.
Von der staatlichen Klinik zur erfolgreichen Privatisierung.
Im Jahr 1996 wurde die von der Schließung bedrohte Klinik privatisiert. Seither wurden über 90 Mio. Euro in Gebäude, in modernste Medizintechnik und in Komfort für die Patienten investiert und zahlreiche neue Arbeitspätze geschaffen. Die Wirkung dieser Investitionen läßt sich mit drei Werten deutlich machen: Die Zahl der Operationen hat sich seit 1996 auf heute über 8.000 pro Jahr verfünffacht. Die gemessenen Qualitätsindikatoren sind deutlich besser als der Bundesdurchschnitt. 99,1 Prozent der 2006 befragten Patienten würden die Klinik weiterempfehlen. Das ist selbst innerhalb der Schön Kliniken ein Spitzenwert. Mit anderen Worten: die Patienten sind sehr zufrieden, die medizinische Qualität ist überdurchschnittlich und die Auslastung ist hoch. Grundlage für diesen Erfolg war ein klares Konzept und eine konsequente Umsetzung der erforderlichen Schritte.
Wieder Spitzenplatz in der Orthopädie. Die Klinik heute.
Knapp 100 Jahre nach ihrer Gründung und zehn Jahre nach ihrer Privatisierung, ist die Schön Klinik München Harlaching heute Multispezialitätenzentrum für Orthopädie und wieder an die Position zurückgekehrt, die ihr einst den ehrenvollen Beinamen "Wiege der Orthopädie" eingebracht hat. Das belegen auch die zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich hier behandeln ließen.
Über die Schön Klinik
Die Schön Klinik ist eine Klinikgruppe in privater Trägerschaft (Familie Schön) mit den Schwerpunkten Orthopädie, Neurologie, Chirurgie, Psychosomatik und Innere Medizin. Unter dem Dach der Schön Klinik GmbH und der Schön Holding GmbH, Prien am Chiemsee, befinden sich heute bundesweit fünfzehn Kliniken als rechtlich selbstständige Einheiten. Zehn Kliniken befinden sich in Bayern, zwei in Schleswig-Holstein, zwei in Hessen und eine in Hamburg. Die Klinikgruppe mit einer Gesamtbettenzahl von mehr als 4200 beschäftigt insgesamt rund 7300 Mitarbeiter.
Ihr Ansprechpartner
Beratung & Anfragen
Interessieren Sie sich für unser Behandlungsangebot, möchten Sie sich anmelden, haben Sie Fragen an Klinik oder Verwaltung? Hier ...