Helmtherapie: Behandlungsoption für Babys mit schiefem Kopf
Schädelverformungen bei Babys durch bevorzugte Lagerung
Die Helmtherapie ist eine therapeutische Möglichkeit zur Unterstützung des Spontanverlaufs.
Am häufigsten werden Schiefschädel durch eine bevorzugte Lagerung des Kindes hervorgerufen. Diese ist meist durch eine funktionelle Einschränkung der Halswirbelsäule verursacht. Aber auch andere Ursachen können hierfür verantwortlich sein. Neben der abwechselnden Lagerung und Krankengymnastik steht die manualmedizische Untersuchung und Behandlung zur Verbesserung der Beweglichkeit im Vordergrund. Ein individuell angepasster Helm kann bei lagerungsbedingtem Schiefschädel, begleitend zur Therapie einer vorhandenen Grunderkrankung eine therapeutische Option sein.
Voruntersuchung und Diagnose.
Liegt bei Kindern mit einem Schiefschädel eine strukturelle oder funktionelle Grunderkrankung vor, wird diese zunächst exakt diagnostiziert und die Therapie entsprechend eingeleitet. Hierbei wenden wir auch manualmedizinische Techniken in der für Kinder angepassten schonenden Weise an. Hierzu gehört auch, bei funktionellen Auffälligkeiten, die radiologische Beurteilung der Halswirbelsäule. Nur nach exakter Beurteilung der Stellung der einzelnen Halswirbelsäulenabschnitte, insbesondere der Kopfgelenke, und dem Ausschluss von pathologischen Veränderungen kann eine gefahrlose Behandlung durchgeführt werden. Dies ist ein substanzieller Bestandteil unseres Therapiekonzeptes für Kinder mit einem Schiefschädel oder sonstigen Asymmetrie.
Schonendes Messverfahren mit dem Laserscanner.
Mittels eines Laserscans kann der Grad der Verformung bestimmt werden.
Um das Ausmaß der Verformung zu beurteilen und den Verlauf zu dokumentieren steht uns ein Laserscanner zur Verfügung. Innerhalb von nur eineinhalb Sekunden wird der Kopf des Kindes berührungsfrei vermessen. Die Eltern werden ausführlich informiert über die Grundlagen des Kopfwachstums, die motorische Entwicklung des Kindes, den Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen, die therapeutischen Möglichkeiten und die eigenen klinischen Erfahrungen. Gemeinsam wird daraufhin der therapeutische Weg festgelegt und beschritten. Die Behandlung wird von einem ausgesprochen erfahrenen Spezialisten durchgeführt. Dr. Hans-Joachim Kirlum verfügt über diagnostische und therapeutische Kompetenz auf diesem Gebiet und wendet sowohl die manuelle Therapie als auch die Helmtherapie bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich an.
Hohe Therapietoleranz bei den Kindern.
Der Helm wird bei der Probe sorgfältig angepasst.
Fällt die Entscheidung zur Helmtherapie ist für die Anfertigung des Helms kein Gipsabdruck erforderlich. Mit den Daten des Laserscanners kann dieser direkt angefertigt werden. Die Helmtherapie nutzt das eigene kindliche Kopfwachstum. Dies gelingt dadurch, indem das Wachstum der verformten Kopfstellen erleichtert wird. In der Regel beginnt die Therapie zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat bei stabiler Kopfkontrolle und endet zwischen dem zwölften und 14. Lebensmonat – je nach Verlauf auch früher. Die Kinder akzeptieren die in bunten Farben gestalteten Helme sehr gut.
Übernahme der Therapiekosten durch die gesetzlichen Kassen
Für eine erfolgreiche Therapie sollten Kinder den Helm 23 Stunden am Tag tragen, besonders während des Schlafs. In der verbleibenden Zeit können Eltern den Helm reinigen. Durchschnittlich dauert die Behandlung zwischen vier bis sechs Monaten, eine Verbesserung ist jedoch häufig schon nach wenigen Wochen sichtbar. Die Entwicklung wird mit regelmäßigen Messungen und Fotos bis zum zweiten Geburtstag ausführlich dokumentiert. Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Behandlung übernehmen, müssen betroffene Eltern jeweils im Einzelfall abklären. Meistens werden die Helme erstattet. Die Eltern werden hierbei aktiv von der Werkstatt und den behandelnden Ärzten unterstützt.
Der Weg von der Anfertigung zum idealen Helm.
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Die Schön Klinik München Harlaching ist ein angesehenes deutsches Fachkrankenhaus und verfügt in medizinischen Fachkreisen weltweit über eine ausgezeichnete Reputation. Mit großem Erfolg behandeln die Spezialisten des Krankenhauses im international agierenden „Kompetenzzentrum Bewegungsapparat“ orthopädische Erkrankungen aller Schweregrade. Medizinische Schwerpunkte sind: Wirbelsäulenchirurgie, Knie-, Hüft- und Schulterchirurgie, Handchirurgie, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, Sportorthopädie, Kinderorthopädie, Septische und Rekonstruktive Chirurgie sowie Anästhesiologie und Intensivmedizin. Als eines von weltweit 18 FIFA Medical Centre of Excellence, als medizinisches Zentrum des Olympiastützpunktes Bayern und als Partner des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland genießen die hoch spezialisierten Ärzte und Therapeuten das Vertrauen vieler Profisportler. Zum umfangreichen medizinischen Angebot des Krankenhauses gehören Prävention ebenso wie ambulante Rehabilitation. Im Oktober 2009 wurde die Klinik offiziell zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg (PMU) ernannt. Bereits seit 1999 ist die Klinik nach DIN EN ISO zertifiziert. Auch nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 konnte das Gütesiegel gesichert werden. Das Krankenhaus beschäftigt 480 Mitarbeiter, verfügt über knapp 200 Betten und behandelt pro Jahr rund 9.200 Patienten.
Die medizinischen Schwerpunkte in unserem Krankenhaus sind u.a.