Kinderorthopädie. Neuroorthopädie. Behandlung & Therapie

Experten für kleine Patienten

Wir sorgen dafür, dass unsere kleinen Patienten Freude an der Therapie haben

Wir sorgen dafür, dass unsere kleinen Patienten Freude an der Therapie haben

Generell gilt: Angeborene Fehlstellungen oder später ausgebildete Veränderungen an Knochen, Muskeln und Gelenken sollten schnell entdeckt und konsequent behandelt werden. Nur so können Schmerzen und spätere Beeinträchtigungen verhindert oder eingeschränkt werden. Die Kinderorthopäden unseres Hauses sind darauf spezialisiert, diese Erkrankungen zu erkennen und zu therapieren. Wir verfügen über eine eigene Kinderstation mit der Möglichkeit von Rooming-in für begleitende Eltern. Wir behandeln und betreuen auch mehrfach schwer Körperbehinderte.

Inhalte dieser Seite

Schonende Operationsmethoden und Sensibilität bei der Nachbehandlung

Unsere Kinderkrankenschwestern sind mit viel Herz und Engagement für unsere kleinen Patienten da.

Unsere Kinderkrankenschwestern sind mit viel Herz und Engagement für unsere kleinen Patienten da.

Kranke Kinder benötigen besondere Fürsorge. Wir wenden schonende Operationsmethoden an, die eine schnelle Genesung und Belastbarkeit möglich machen. Und wir sorgen dafür, dass unsere kleinen und großen Patienten vor und nach einer Behandlung nicht unter Schmerzen leiden müssen. Hier kommen auch homöopatische Medikamente zum Einsatz. Und, was noch viel wichtiger ist, ein kompetentes Pflege-Team ist rund um die Uhr für unsere Patienten im Einsatz und auch im Umgang mit schwer oder schwerst behinderten Kindern sehr erfahren.

Beispiele kindgerechter Behandlungsmaßnahmen

  • Kurze Liegezeiten durch Einsatz von ultraleichtem Kunststoffgips
  • Vermeiden des schmerzhaften Fädenziehens durch Verwendung von selbst auflösendem Faden
  • Anwendung durchsichtiger Hydrokolloid-Pflaster oder spezieller Reißverschluss-Verbände, die man nicht alle zwei Tage wechseln muss
  • Angenehmer Aufenthalt für Eltern und Kind durch Mitaufnahme eines Elternteils auf Station

Spezialgebiet Brucker-Biofeedback-Methode

Geschulte Therapeuten leiten die Kinder fachkundig an und motivieren.

Geschulte Therapeuten leiten die Kinder fachkundig an und motivieren.

Ein wesentlicher Schwerpunkt unseres Zentrums ist die Behandlung der orthopädischen Probleme von Kindern mit Körperbehinderungen. Diese Kinder sind in den meisten Fällen zunächst beeinträchtigt durch eine Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems. In den USA wird bereits seit Jahren erfolgreich die Brucker-Biofeedback-Methode angewandt. Eine Lerntechnik, die es möglich macht, noch normal funktionierende Nervenzellen zu trainieren, neue Verbindungen zum Muskel herzustellen und damit Muskelfunktion zu verbessern. Dadurch ist auch noch nach Jahren der Schädigung eine funktionelle Verbesserung des Patienten möglich.

Helmtherapie. Behandlungsoption bei lagerungsbedingtem Schiefschädel

Die Helme gibt es in vielen bunten Farben und Designs.

Die Helme gibt es in vielen bunten Farben und Designs.

Eine Verformung des Kopfes in den ersten Lebensmonaten ist nicht nur ein kosmetisches Problem, auch die motorische Entwicklung der Kinder kann dadurch beeinträchtigt werden. Ursachen für eine frühkindliche Kopfdeformität können unter anderem ein muskulärer Schiefhals, eine Kopfgelenksblockade oder ein Tumor sein. Kopfdeformitäten können mit einem individuell angepassten Helm korrigiert werden. Diese Therapie wird in unserer Klinik besonders schonend und von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt.

Säuglingsfuß. Unser Behandlungskonzept

Bei der Behandlung orientieren wir uns an den modernsten funktionsorientierten Verfahren. Dabei wird auf eine ständige Ruhigstellung im festen Gips verzichtet. Stattdessen erfolgt eine regelmäßige Dehnungsbehandlung und Bewegungstherapie, unterstützt durch zwischenzeitliche Fixierung in leichten Kunststoffschienen. So wird aus einem deformierten, funktionsgestörten Fuß ein gerader funktionierender. Die Operationsbedürftigkeit wird hierdurch deutlich reduziert. Falls doch eine Operation notwendig wird, führen wir eine Lösung der vernarbten Gelenke über einen Minischnitt an der Innenseite des Fußes durch. Das Ziel der Operation ist es, den Fuss wieder in seine anatomisch richtige Stellung zu bringen und eine spätere Versorgung mit Nachtschienen, komplizierten Einlagen und schwerem orthopädischen Schuhwerk über einen langen und für das Kind lästigen Zeitraum zu vermeiden. Nach unseren Korrekturoperationen können die Kinder in aller Regel mit völlig normalem Schuhwerk laufen. Auch bei der Nachbehandlung von Klumpfüßen nach Operationen wird eine frühzeitige postoperative Durchbewegung des Fußes durchgeführt. Vorteil dieser Methode ist die wesentlich bessere Beweglichkeit der Füße nach den entsprechenden Eingriffen im Vergleich mit Füßen, die sehr lange im Gips ruhig gestellt werden. Dadurch wird die Nachbehandlung ebenfalls kindgerechter gestaltet, da die Häufigkeit und Dauer der Physiotherapie nach Operation bei einem schon vorher gut beweglichem Fuss mit gut vortrainierter Muskulatur deutlich reduziert werden kann.

Behandlung der Säuglingshüfte

Bei frühzeitiger Erkennung von Hüftreifungsstörungen kann mit einfachem Schienen eine vollständige Ausheilung erzielt werden. Wir verwenden die besonders komfortable Tübinger Hüftbeugeschiene, die bei leichter Handhabung den Kindern größtmögliche Bewegungsfreiheit gewährt. Es werden nur leichte Kunststoffmaterialien als Gipsersatz verwendet, die nicht mehr wie rüher für sechs Wochen, sondern höchstens für drei Wochen belassen werden. Frühestmöglich wird das Kind wieder dazu gebracht, die normale Hüftgelenksbeweglichkeit zu erreichen. Dies hat den Vorteil, dass die Muskulatur schon frühzeitig gekräftigt wird und das Kind auch nicht psychisch unter allzu langen Krankenhausaufenthalten leiden muss. Bei älteren Kindern mit verbleibenden Gelenkfehlstellungen führen wir gelenkverbessernde operative Eingriffe durch. Die von uns geförderte enge Zusammenarbeit mit den Kinderärzten in Kliniken und Praxen ermöglicht bereits in der Neugeborenenperiode die optimale kinderorthopädische Versorgung bei eventuellen Missbildungen oder Fehlstellungen des Bewegungsapparates.

Hüfterkrankungen im Wachstum (Morbus Perthes)

Auch hier wenden wir möglichst schonende Operationsverfahren an. Bei Morbus Perthes werden in unserem Zentrum folgende Operationen durchgeführt: Knöcherne Korrekturoperationen am hüftgelenksnahen Oberschenkelknochen sowie Eingriffe an der Hüftgelenkspfanne. Zusätzlich ist es an unserer Klinik möglich, durch Einspritzung von Botulinumtoxin A in durch die Perthes-Erkrankung verkürzte Muskulatur wieder eine bessere Aufdehnung der verkürzten Muskelstrukturen innerhalb kurzer Zeit zu erreichen. Dies ist eine neuartige und sehr effektive Therapieform, mit der unser kinderorthopädisches Zentrum bereits langjährige und gute Erfahrungen im Zusammenhang mit der Botulinumtoxintherapie zur Behandlung spastischer Muskelverzürzungen gesammelt hat.

Erkrankungen der Wirbelsäule (Skoliose)

Auch hier kommen in Kooperation mit der Wirbelsäulenabteilung unseres Hauses konservative und operative Maßnahmen zum Einsatz. Für Skoliose-Patienten haben wir eigens eine Sprechstunde eingerichtet. Das Sprechstundenteam setzt sich zusammen aus einem Spezialisten der Wirbelsäulenabteilung, einem Kinderorthopäden und dem Orthopädietechniker des Hauses, der auch die Korsettversorgung der Skoliose übernimmt. Das Team erarbeitet eine individuelle Behandlungsstrategie und die Kinder können altersgemäß und entsprechend ihres Skoliosewinkels optimal beraten werden. Sollte eine Operation trotzdem unumgänglich sein, wird diese in Zusammenarbeit mit dem Wirbelsäulenspezialisten im Hause durchgeführt. Regelmäßige Korsettkontrollen und individuelle Anpassungen durch unseren Orthopädietechniker im Haus, der sich auf die Herstellung von entsprechenden Korsetten spezialisiert hat, runden das Therapieangebot ab. Er steht in ständigem Austausch mit Spezialisten dieses Fachgebiet, was eine Korsettversorgung nach neuestem Stand der Wissenschaft ermöglicht. Im Einzelfall nehmen wir die Patienten auch stationär auf, um eine entsprechende krankengymnastische Übungsbehandlung zu ermöglichen und die Anpassung des Korsettes unter ärztlicher Überwachung und psychologischer Führung und Beratung von Kind und Eltern durchzuführen.

Infantile Cerebralparese (ICP)

Soweit möglich, führen wir alle notwendigen Korrekturoperationen auf einmal, d.h. in einer Narkose durch. Wir verwenden dabei möglichst minimal-invasive Behandlungsmethoden, unter anderem die perkutane Myofasziotomie, bekannt auch unter Ulzibat-Methode. Das bedeutet für die betroffenen Kinder eine besondere Erleichterung der Behandlung. Die postoperative Nachbehandlung orientiert sich intensiv an modernen Verfahren zur Erhöhung des Patientenkomforts. Alle Wunden werden mit selbst auflösender Hautnaht versorgt und mit transparentem, wasserdichtem Wundverband abgedeckt, der postoperativ selten gewechselt werden muss. Die Ruhigstellung nach der Operation wurde auf das minimal notwendige Maß verkürzt, es werden modernste, teils biegsame und besonders leichte Kunststoffmaterialien verwendet. Später können die meisten Kinder mit Einlagen in Sonderfertigung (sogenannten "Jahrling-Einlagen") versorgt werden.

Spina bifida

Auch hier bedeutet es eine Erleichterung für die kranken Kinder, wenn alle erforderlichen Eingriffe, das heißt sowohl knöcherne als auch weichteilige, in einer Sitzung durchgeführt werden. Zur Erleichterung der postoperativen Nachbehandlung werden selbstauflösende Nahtmaterialien verwendet, sowie transparente Wundverbände, die während der gesamten Wundheilung in der Regel belassen werden können. Wir ermöglichen weitgehend kurze Ruhigstellungszeiten in leichten Kunststoffgipsen.

Behandlung von Muskelerkrankungen (Muskeldystrophie)

Wir führen unter anderem die Weichteil entspannende Operation (sogenanntes "Rideau-Programm") und die Korrektur der Wirbelsäulenfehlstellung bei diesen Patienten durch. Die Wirbelsäulenoperationen erfolgen zusammen mit dem Wirbelsäulenzentrum im Hause. Die folgenden Operationen bei Muskeldystrophie werden in unserem Kinderorthopädischen Zentrum durchgeführt: Verlängerung von Hüftbeuger, Kniebeuger und Achillessehne. Das Ziel ist, dass mittels Durchtrennung der verkürzten Sehnen bzw. deren Verlängerung im Muskel wieder eine Neutralstellung im entsprechenden Gelenk erreicht werden kann. Dadurch können die Gelenke wieder ganz gebeugt und gestreckt werden und der Kraftaufwand beim Sitzen, Stehen und Gehen ist für die Kinder wieder geringer.

Ihr Ansprechpartner

Bernius

Dr. med. Peter Bernius

Tel.: 089 6211-2071

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Brucker-Biofeedback

Therapie- und Schulungszentrum mit eigenem Labor.

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