Aktivitäten im Qualitätsmanagement.

Projektüberblick "Rauchfreie" Schön Klinik Neustadt.

Rauchen gehört zu den schwerwiegendsten Gesundheitsrisiken überhaupt. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich mehr als vier Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Seit 2002 ist ein wirksamer Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz verpflichtend. Ein Krankenhaus ist nicht nur eine Betriebsstätte, sondern auch ein Ort, an dem die Patienten gesund werden wollen. Deshalb ist für ein gesundheitsschädliches Verhalten wie das Rauchen hier eigentlich kein Platz. Auch in der Schön Klinik Neustadt haben sich Patienten und Mitarbeiter immer wieder zu Wort gemeldet und trotz der bereits heute bestehenden Rauchverbote in verschiedenen Bereichen eine weitere Einschränkung gefordert. Im Mittelpunkt der Kritik stand dabei insbesondere das Rauchen vor den Eingangstüren und in der Cafeteria. Unter Mitarbeitern wurde auch das Nacharbeiten von Rauchpausen mehrfach gefordert.

 

Aufgrund zahlreicher Verbesserungsvorschläge beschäftigte sich die Qualitätskommission mit diesem Thema. Hieraus resultierte das Projekt "Rauchfrei - die Schön Klinik Neustadt auf dem Weg zum rauchfreien Krankenhaus". Im Rahmen des Projekts wurden Konzepte zur Mitarbeiterinformation und -motivation entwickelt. In Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Klinikleitung erfolgte die Festlegung eines Maßnahmenkataloges zur Umsetzung. Mit Hilfe eines Ideenwettbewerbes unter den Mitarbeitern wurde ein "Logo" gesucht - und gefunden! Unter dem Motto "Wir atmen durch" steht es heute als Symbol für das Projekt und die Rauchfrei-Ausrichtung der Schön Klinik Neustadt. Die Akzeptanz des Rauchverbotes bei Mitarbeitern, Patienten und Besuchern ist erstaunlich hoch. Nikotinersatzpräparate werden kaum nachgefragt, die Nichtraucherseminare in der Reha-Klinik aufgrund mangelnden Interesses eingestellt. Besonders erfreulich ist die erzielte Änderung des Rauchverhaltens. Auch wenn einige Mitarbeiter keine Angaben machten, so lässt sich doch ein Trend aufzeigen, da sich aktuell nur noch 23 Prozent (gegenüber 31 Prozent 2005) als Raucher bezeichnen. Außerdem gaben 30 Mitarbeiter an, dass sie mit dem Rauchen aufgehört haben, 50 weitere Mitarbeiter rauchen heute bis zu zwei Drittel weniger. Vielen von ihnen ist das sogar ohne eine Teilnahme an den Nichtraucherkursen gelungen.