Orthopädie & Unfallchirurgie. Medizinische Versorgung

Von der Nofallversorgung über Knochenbrüche bis hin zum Gelenkverschleiß.

In der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wird das gesamte Spektrum orthopädischer und unfallchirurgischer Operationen und konservativer (nicht-operativer) Therapien angeboten. Unsere Schwerpunkte liegen dabei in der Behandlung von Verschleißerkrankungen, besonders der großen Gelenke wie Hüft-, Knie-, Schulter-, und Sprunggelenke, der Unfallchirurgie sowie der Sportorthopädie und Arthroskopischen Chirurgie. Auch das Fachzentrum für Hand-, Brust- und Plastische Chirurgie ist seit Juli 2016 fester Bestandteilt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Aufgrund des umfassenden Spektrums bieten wir für alle Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates eine Spezialsprechstunde an:

  • Sprechstunde Endoprothetik 
  • Sprechstunde Unfallchirurgie
  • Sprechstunde Schulter- und Ellenbogenchirurgie
  • Sprechstunde Sportorthopädie und Arthroskopische Chirurgie
  • BG-Sprechstunde (D-Arzt, Berufsgenossenschaftliches Heilverfahren) 
  • Sprechstunde Hand-, Brust- und Plastische Chirurgie 

Der Voraussetzung für eine erfolgreiche operative Tätigkeit ist neben der Qualifikation der Ärzte die medizinisch-technische Ausstattung des OP-Bereichs. Die gesamte Konzeption unserer Operationssäle, die technische Ausstattung sowie die Hygiene- und Klimatechnik entsprechen daher den neuesten medizinisch-technischen Standards.

Schwerpunkt unserer orthopädischen Behandlungen ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Akutorthopädie und der orthopädischen Rehabilitation. Diese feste Kooperation ermöglicht uns eine effektive und sehr komplexe Behandlung, die zu einem ausgezeichneten Ergebnis führt.

 

Moderne Ausstattung und qualifizierte Gelenkspezialisten.

In der Orthopädie und Unfallchirurgie wurden in den vergangenen Jahrzehnten bedeutende medizinische Fortschritte verzeichnet. Wir folgen diesem Fortschritt, indem wir unseren Spezialisten moderne Technologien zur Verfügung stellen. Die Operationssäle entsprechen daher den neuesten medizinisch-technischen Standards. Das heißt für Sie als Patient: ein geringes Risiko und ein größtmöglicher Behandlungserfolg.

Die enge Zusammenarbeit unserer Spezialisten ermöglicht zudem eine komplexe Behandlung von problematischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

 

Operationsspektrum der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Operationen am Hüftgelenk.

Künstliches Hüftgelenk (Hüft TEP).

Ein künstliches Hüftgelenk garantiert wieder schmerzfreies Gehen

Ein künstliches Hüftgelenk garantiert wieder schmerzfreies Gehen

Das Hüftgelenk ist häufig von einer fortgeschrittenen Verschleißerkrankung (Arthrose) betroffen. Zur Linderung der Schmerzen und zur Verbesserung der Beweglichkeit wird ein künstliches Hüftgelenk (Hüft-Totalendoprothese) eingesetzt.

Die Endoprothesen können bei Bedarf individuell an die einzelnen Patienten angepasst werden. In den meisten Fällen verwenden wir zementlose Prothesensysteme. Nur in notwendigen Fällen, z.B. bei Osteoporose, werden Teile der Prothesen zementiert. Im Allgemeinen kann das operierte Bein nach ca. 14 Tagen wieder voll belastet werden.

 

Patienteninformation Hüftendoprothese (Hüft-TEP).

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Umstellungsoperationen am Hüftgelenk.

Auch am Hüftgelenk gibt es Fehlstellungen der Gelenkknochen, vergleichbar mit X- oder O-Beinen am Kniegelenk. Häufig bestehen diese Fehlstellungen aufgrund einer angeborenen Entwicklungsstörung am Hüftgelenk (Hüftdysplasie). Um einem frühzeitigen Verschleiß vorzubeugen, kann diese Fehlstellung "begradigt" werden. Am Hüftgelenk oder im Beckenbereich werden dafür Umstellungsoperationen durchgeführt. Durch diese Umstellungsoperationen kann man im frühen Stadium einer Verschleißerkrankung und bei jungen Patienten das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten.

 

Operationen am Schultergelenk.

 

Operationen am Kniegelenk.

Künstliches Kniegelenk (Knie TEP).

Bei fortgeschrittener Arthrose kann eine Knieprothese wieder für mehr Lebensqualität sorgen.

Bei fortgeschrittener Arthrose kann eine Knieprothese wieder für mehr Lebensqualität sorgen.

Ist bei Ihnen die Verschleißerkrankung (Arthrose) im Kniegelenk fortgeschrittenen, muss häufig ein künstliches Kniegelenk (Knie-TEP) eingesetzt werden. Die abgenutzten Gelenkflächen werden dabei während der OP entfernt und durch künstliche ersetzt. Diese bestehen aus Metall und Kunststoff und werden mit einem Spezialzement am Knochen befestigt. In aller Regel können Sie am ersten Tag nach der Operation bereits aufstehen, nach ca. 14 Tagen können Sie das Knie wieder voll belasten.

 

Patienteninformation Knieendoprothese (Knie-TEP).

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Der Vorteil von Gelenkspiegelungen (arthroskopische Eingriffe).

In den meisten Fällen können arthroskopische Eingriffe ambulant durchgeführt werden oder es ist nur ein Krankenhausaufenthalt von wenigen Tagen notwendig. Dieses Operationsverfahren ist besonders schonend und das Bein kann schon nach wenigen Tagen wieder voll belastet werden.

Die Knie-Arthroskopie wird auch oft als "Schlüsselloch-Operation" bezeichnet. Durch zwei kleine Schnitte werden hier eine Kamera und die benötigten Operationsinstrumente in das Knie eingeführt. Die Operation wird dann über einen Bildschirm verfolgt. Durch dieses Verfahren werden Verletzungen der Kniegelenke, wie z.B. ein beschädigter Meniskus, behandelt. Auch ein zerrissenes Kreuzband kann so ersetzt werden. Bei Verschleißerkrankungen im frühen Stadium können Gelenksäuberungen und Knorpelglättungen durchgeführt werden.

 

Korrekturen von Achsfehlstellungen (X- oder O-Beine).

Häufige Fehlstellungen der Beinachsen sind X- und O-Beine. Diese führen zu einer Fehlbelastung im Kniegelenk und damit zu einer vorzeitigen Verschleißerkrankung (Arthrose). Um dieser Entwicklung vorzubeugen, können solche Fehlstellungen "begradigt" werden. Die notwendigen Korrekturen werden ober- oder unterhalb des Kniegelenkes am Ober- oder Unterschenkel durchgeführt. Die Nachbehandlung ist dabei schwieriger, da das operierte Bein für mehrere Wochen nicht belastet werden darf.

 

Operationen am Sprung- und Fußgelenk.

Erkrankungen und Deformitäten des Vorfußes.

Vorfußdeformitäten können häufig durch einen kleinen Eingriff gut behandelt werden.

Vorfußdeformitäten können häufig durch einen kleinen Eingriff gut behandelt werden.

Häufige Deformitäten des Vorfußes sind z.B. der Hallux valgus ("Ballenerkrankung") und die Hammer-, oder Krallenzehen. Diese Fehlstellungen können wir operativ korrigieren, dazu stehen je nach Ausprägung der Erkrankungen verschiedene Operationsmethoden zur Auswahl. Sie reichen von reinen Weichteileingriffen bis hin zu Umstellungsoperationen an den beteiligten Knochen. Bei einer schmerzhaften Arthrose des Großzehengrundgelenkes, die operativ behandelt werden muss, wird ein gelenkerhaltendes Operationsverfahren eingesetzt.

 

Verschleißerkrankungen (Arthrose) der Sprunggelenke.

Bei Arthrose oder bei Knorpelverletzungen nach Unfällen besitzen wir die Möglichkeit, eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie), durchzuführen. Wie bei der Knie-Arthroskopie werden auch hier durch zwei kleine Schnitte eine Kamera und die notwendigen Operationsinstrumente in das Gelenk eingeführt. Dabei können, je nach Untersuchungsergebnis, Glättungen des Knorpels, Säuberungen und Spülungen des Gelenkes durchgeführt werden.

Ist die Arthrose schon fortgeschritten, kann im oberen und unteren Sprunggelenk die Versteifung des Gelenkes eine Beschwerdelinderung bringen. In einigen Fällen setzen wir bei schwerer Arthrose des oberen Sprunggelenkes ein künstliches Gelenk ein.

 

Operation von Bandinstabilitäten am oberen Sprunggelenk.

Bei sportlich aktiven Menschen kommt es häufig zu Bänderverletzungen im oberen Sprunggelenk. Diese können zu einer Instabilität des Gelenkes führen und somit ein häufiges "Umknicken" des Fußes begünstigen. Durch eine operative Stabilisierung des Bandapparates können chronische Instabilitäten eine erhebliche Linderung der Beschwerden bringen.

 

Voroperative Sprechstunde.

In der „voroperativen Sprechstunde“ erfolgt eine gründliche Untersuchung in unserer Klinik. Dabei besprechen unsere Ärzte mit Ihnen, welche Behandlungsalternativen es für Ihre Erkrankung gibt. Ist eine Operation erforderlich, werden Sie in einem Aufklärungsgespräch über die Einzelheiten und möglichen Risiken aufgeklärt. Nachdem der Aufnahme- und Operationstermin vereinbart wurde, stellen Sie sich in der Narkosesprechstunde vor.

 

Stationäre Aufnahme erst am Tag der Operation.

Am Tag vor Ihrer geplanten Operation kommen Sie in unsere Klinik und werden für den Eingriff am nächsten Tag vorbereitet. An diesem Tag werden die bürokratischen Formalitäten erledigt, es erfolgen eine ärztliche Untersuchung sowie die Röntgenuntersuchung und Blutentnahmen sowie ggf. zusätzliche Untersuchungen. 

Außerdem erhalten Sie weitere Informationen über die Operation und die geplante Nachbehandlung.

Sollten wir in unserer Sprechstunde oder bei der Vorbereitung zur Operation medizinische Gründe feststellen, die eine stationäre Aufnahme bereits am Vortag der Operation notwendig machen, werden Sie direkt auf eine unserer Stationen aufgenommen. Falls keine medizinischen Einschränkungen dagegen sprechen,  können Sie ansonsten ab 15.30 Uhr die Klinik  verlassen und die Nacht vor der Operation entspannt zu Hause verbringen.

Sollte der Heimweg zu weit sein, buchen wir für Sie ein Hotel in der Umgebung. Selbstverständlich  organisieren wir für Sie einen Transport, der Sie am Tag vor der Operation ins Hotel bringt und am Operationstag selbst vom Hotel abholt und zu uns in die Klinik bringt. Falls Sie zu Hause schlafen, teilen wir Ihnen eine Uhrzeit mit, zu der Sie am Operationstag in der Klinik erscheinen sollten.

 

Unsere medizinischen Schwerpunkte:

Endoprothetik (Gelenkersatz)

Korrekturoperationen

  • Korrekturoperationen bei angeborenen oder erworbenen Gliedmaßenfehlstellungen (z.B. X- und O-Beine)
  • Achskorrekturen des Oberschenkelhalses und des Kniegelenks

Sportorthopädie und Arthroskopische Chirurgie

  • Arthroskopische (minimal-invasive "Schlüsselloch-") Eingriffe am Knie-, Schulter-, Sprung- und Ellenbogengelenk
  • Meniskusoperationen (Arthroskopische Naht, Stabilisierung)
  • Kreuzbandersatz
  • Knorpelchirurgie (Mikrofrakturierung, Osteochondrale Knorpel-Knochen-Transplantation und Knorpeltransplantation) 
  • Stabilisierungsoperationen der Schulter
  • Rekonstruktion der Rotatorenmanschette der Schulter
  • Entlastungseingriffe am Schulterdach
  • Bandoperationen und Rekonstruktionen bei akuten oder chronischen Instabilitäten an Knie-, Sprung- und Ellenbogengelenk

Sprunggelenk- und Fußchirurgie 

  • Operative Stabilisierungen des Bandapparates bei chronischen Instabilitäten
  • Fußchirurgische Eingriffe (z. B. Krallen-/Hammerzehe, Verschleiß des oberen und unteren Sprunggelenkes) 
  • Hallux valgus
  • Hallux ridigus
  • Neuroorthopädische Eingriffe (z. B. bei Spastiken der unteren Extremitäten und Kontrakturen der Gelenke) 
  • Kinderorthopädische Eingriffe (z. B. Achskorrekturen der langen Röhrenknochen und des Schenkelhalses am Hüftgelenk) 

Sportmedizinische Betreuung

Wir betreuen Sportvereine, behandeln Sportverletzungen und führen regelmäßig Sportsymposien zu aktuellen Themen durch.

Unfallchirurgische Behandlung

Akutversorgung von Unfallverletzten mit Knochenbrüchen, Weichteil- und Gelenkverletzungen. Wiederherstellungschirurgie.

Konservative Frakturbehandlung mit intensiver, frühfunktioneller krankengymnastischer Übungsbehandlung zur Vermeidung von Folgeschäden

Berufsgenossenschaftliches Heilverfahren (D-Arzt)

Im Rahmen unserer Ermächtigung durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung diagnostizieren und behandeln wir Verletzungen und Erkrankungen von Arbeits- und Wegeunfällen.