Rückenschmerzen bei Morbus Parkinson.
Ein Patient erzählt.

Von Aachen an die Ostsee für
spezialisierte interdisziplinäre Therapie.

Ständige einseitige Schulterschmerzen, der fortschreitende und schließlich komplette Verlust des Geruchsinns sowie das allgemeine Gefühl „irgendetwas stimmt nicht mit mir“… - so beschreibt Harald Holzhäuser rückblickend die körperlichen Symptome, die er im Jahr 2011 an sich selbst bemerkte. Seine erste Recherche, welches Krankheitsbild dahinter stecken könnte, führte ihn wie viele andere Menschen heutzutage auch ins Internet – und dann direkt zum Neurologen. Dieser bestätigte schließlich die Diagnose „Morbus Parkinson“. „Das war für mich anfangs ganz schön hart“, beschreibt der damals 59-Jährige seine Gefühlslage, „insbesondere, weil die Einschränkungen so massiv wurden, dass ich meinen Beruf als Programmierer schließlich nicht mehr ausüben konnte und deshalb in Altersteilzeit gehen musste.“

 

Parkinson-Selbsthilfegruppe als wichtiger Anker

Aber Harald Holzhäuser ist kein Mensch, der sich hängen lässt – im Gegenteil: Er wurde aktiv und suchte Unterstützung bei anderen Betroffenen. Zunächst als Mitglied aktiv, leitet er seit 2015 die Selbsthilfegruppe der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV) in seinem Wohnort in Aachen mit derzeit etwa 130 Mitgliedern.

Aber Harald Holzhäuser ist kein Mensch, der sich hängen lässt – im Gegenteil: Er wurde aktiv und suchte Unterstützung bei anderen Betroffenen. Zunächst als Mitglied aktiv, leitet er seit 2015 die Selbsthilfegruppe der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV) in seinem Wohnort in Aachen mit derzeit etwa 130 Mitgliedern.

 

„Der Austausch untereinander und die gemeinsamen Aktivitäten sind ein wichtiger Anker für mich“, erzählt der heute 65-Jährige. Beim regelmäßigen Monatstreff wird beispielsweise über neue Forschungserkenntnisse oder Therapien berichtet, werden Teilnehmer für wissenschaftliche Studien gesucht oder wird einfach miteinander gelacht und auch gegenseitig getröstet.

 

Seltenes Parkinson-Therapieangebot mit Fokus auf Rücken-und Gelenkbeschwerden

Seine körperlichen Einschränkungen wurden trotz medikamentöser Behandlung und sportlicher Aktivität nicht deutlich besser; insbesondere starke Schmerzen im Rücken ließen Harald Holzhäuser nachts oft kaum schlafen. Über die DPV-Landesbeauftragte für Nordrhein-Westfalen, Frau Barbara Sonntag, erfuhr er schließlich von der Schön Klinik Neustadt und ihrem in Deutschland sehr seltenen Therapieangebot: Da viele Parkinson-Betroffene im Verlauf der Erkrankung zunehmend an orthopädischen Problemen leiden, die zu irreversiblen Rücken- und Gelenkschädigungen führen können, werden Parkinson-Patienten hier von Beginn an in einem interdisziplinären Team aus Neurologen, Orthopäden und Wirbelsäulenchirurgen behandelt.

 

Fast 600 km von Aachen nach Neustadt

Für Harald Häuser stand fest, dass er den zugegeben weiten Weg von Aachen an die Ostseeküste auf sich nimmt. Und er hat es nicht bereut: Nach einer zweiwöchigen Parkinson-Komplexbehandlung im Februar 2017 ging es ihm deutlich besser, sogar so gut, dass seine Rückenbeschwerden zunächst überhaupt nicht gesondert behandelt wurden. Allerdings kehrten die Schmerzen nach nur kurzer Zeit zurück, so dass er sich wenige Wochen nach diesem Aufenthalt erneut in die Schön Klinik Neustadt begab und hier eine Infiltrationstherapie in der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie erhielt. Bei dieser praktisch schmerzfreien Behandlung werden Arzneistoffe direkt in den schmerzenden Bereich der Wirbelsäule injiziert. „Die Rückenschmerzen sind jetzt wesentlich besser“, freut er sich über das positive Behandlungsergebnis. „Ich bin wirklich froh, dass ich mich für eine Therapie in der Schön Klinik Neustadt entschieden habe.“

„Mit der Parkinson-Krankheit muss ich leben, aber ich möchte anderen Betroffenen Mut machen, dass sie Hilfe und Unterstützung bei ebenfalls an Parkinson Erkrankten und natürlich bei ärztlichen Spezialisten suchen“, gibt Harald Holzhäuser Parkinson-Patienten und auch ihren Angehörigen abschließend mit auf den Weg.