Russisches Erstes Fernsehen zu Gast

Chefarzt Professor Henry Halm gibt Interview im Rahmen eines Spendenaufrufs für ein kleines russisches Mädchen.

Der Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum, Professor Henry Halm, beim Dreh des TV-Beitrages des Ersten Russischen Fernsehen.

Der Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum, Professor Henry Halm, beim Dreh des TV-Beitrages des Ersten Russischen Fernsehen.

Das Erste Russische Fernsehen war im Dezember in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum (WSC) zu Gast, um hier mit Chefarzt Prof. Henry Halm einen kurzen Interview-Beitrag zu drehen.

Voraussichtlich im März diesen Jahres wird Prof. Halm die neunjährige Ekaterina Grigoryeva operieren. Sie leidet seit frühester Kindheit an einer spinalen Muskelatrophie (laienhaft als „Muskelschwund“ bezeichnet); diese neuromuskuläre Erkrankung hat zu einer starken Skoliose geführt (79 Grad nach Cobb) und wird bei Nichtbehandlung zu einer stetig voranschreitenden Verformung der Wirbelsäule mit Verlust der freien Sitzfähigkeit führen. Diese ist bereits jetzt eingeschränkt. Das Mädchen war nie steh- oder gehfähig und sitzt daher ihr bisheriges Leben lang im Rollstuhl. Nach der geplanten operativen Begradigung der Wirbelsäule wird Ekatarina wenigstens aufrecht und frei ohne Abstützung durch Arme und Hände in ihrem Rollstuhl sitzen können, so jedenfalls das Ziel der Operation, die aufgrund der Vorerkrankung der Neunjährigen wahrscheinlich kein leichtes Unterfangen werden wird.

Innerhalb von sieben Minuten nach dem TV-Beitrag war das Geld für OP gespendet

Nach der Skoliose-Operation von Margarita Roldugina kontrolliert Professor Halm das Ergebnis.

Nach der Skoliose-Operation von Margarita Roldugina kontrolliert Professor Halm das Ergebnis.

Ekatarina hatte sich bereits im September letzten Jahres mit ihrer Mutter in der WSC-Ambulanz vorgestellt. Über die Dolmetscherin Aljona Martschuk, die schon mehrfach für die WSC bei der Behandlung von russischen Patienten übersetzt hat, war der Kontakt zu der Familie zustande gekommen. Da diese die finanziellen Mittel für die Operation von Ekatarina nicht allein aufbringen kann, wurde das russische Fernsehen eingeschaltet, um einen Beitrag über das Schicksal des Mädchens zu drehen und einen Spendenaufruf zu starten. Prof. Halm erklärte sich gern zu einem Interview bereit, das im Rahmen des Spendenaufruf-Beitrages am 14. Dezember russlandweit gesendet wurde. Das absolut überwältigende Resultat des TV-Beitrages: Innerhalb von sieben Minuten war die für die Operation benötigte Summe gespendet! Von dem Geld, das darüber hinaus gespendet wurde, sollen weitere Kinder aus Russland in unserer Klinik operiert werden.

Wie auch in vielen anderen Ländern weltweit genießt unsere Wirbelsäulenchirurgie unter Chefarzt Prof. Halm auch in Russland großes Renommee. Zeitgleich zum Dreh des russischen Senders hielt sich eine weitere Patientin aus Russland in der Wirbelsäulenchirurgie auf. Auch dieser Kontakt war über die Vermittlung durch die Dolmetscherin Aljona Martschuk zustande gekommen, die gemeinsam mit Bettina Schmedemann, Assistentin der Wirbelsäulenchirurgie, die sehr aufwendige Organisation rund um die Behandlung von Margarita Roldugina realisierte.

Zwischen Ängstlichkeit und Vorfreude

Margarita Roldugina (Mitte) und ihre Mutter Tatjana (links) mit Dolmetscherin Aljona Martschuk nach der erfolgreichen Operation.

Margarita Roldugina (Mitte) und ihre Mutter Tatjana (links) mit Dolmetscherin Aljona Martschuk nach der erfolgreichen Operation.

Die 19-Jährige litt an einer idiopathischen Skoliose, die im Alter von zwölf Jahren festgestellt und seitdem auch konservativ  therapiert wurde. So hat Margarita nach eigenen Angaben jahrelang ein Korsett getragen und im Gipsbett geschlafen; dennoch hat die Skoliose weiter zugenommen (bis auf 65 Grad nach Cobb) und war schon relativ steif. Deshalb habe sie sich vor gut einem halben Jahr zu einer operativen Korrektur entschlossen, so Margarita, die von ihrer Mama Tatjana während des Aufenthalts in unserer Klinik begleitet wurde. Die Woche vor der OP am 29. November sei sie sehr nervös gewesen, sowohl aus Angst vor dem Eingriff selbst, aber auch vor Freude auf das Ergebnis danach. Und diese Vorfreude hat sich Dank Prof. Halm und dem Team unserer Wirbelsäulenchirurgie-Spezialisten auch erfüllt: Mit einer post-operativen Verkrümmung von nunmehr 25 Grad (nach Cobb) war die Fusion der Wirbelsäule ein Erfolg. Trotz der anfänglich sehr großen Schmerzen nach der Operation sagt Margarita selbstbewusst: „Ich habe die Entscheidung zur OP nicht bereut! Und ich freue mich sehr, nun auch einmal etwas Figur betontere Klamotten zu tragen.“

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Tel.: 04561 54-1825

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