1. Borderline Trialog in Hamburg.

Bislang gibt es kaum Angebote, die Angehörige und das Umfeld der Patienten gemeinsam mit Experten an einem Tisch einbeziehen. Wichtiger Ansatz der modernen psychiatrischen Behandlung ist es, nicht nur dem Patienten eine Therapie anzubieten, sondern auch sein Lebensumfeld und die Behandler zeitgleich einzubeziehen. Hierzu werden wir in Hamburg erstmalig ein neues Angebot zum gemeinsamen Austausch schaffen, bei dem der Patient mit seinen Angehörigen und Experten zusammen kommt. Denn das Denken, Handeln und Fühlen von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist ebenso wie die Behandlung für Außenstehende häufig nur begrenzt nachvollziehbar. Insbesondere Angehörige kommen in der Arbeit bzw. im Kontakt mit Betroffenen immer wieder an ihre Grenzen und wissen in der Regel nur bedingt darüber Bescheid, was Betroffene in Ihren Therapien erarbeiten. Daher ist es unverzichtbar, dass wir eine Begegnung zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten schaffen.

Austausch zu verschiedenen Themen.

Die Hamburger Borderline-Trialoge geben ab März 2011 in regelmäßigen Treffen Hilfestellungen, schaffen Kontakte und laden die Beteiligten zum Austausch der gemachten Erfahrungen ein, z.B. zu Themen wie Schwierigkeiten in der Partnerschaft. Borderline-Betroffene sind Experten in eigener Sache, Angehörige haben eine wichtige Funktion bei der Alltagsbewältigung und der gesellschaftlichen Re-Integration der Betroffenen. Wir als Experten haben das therapeutische Know-how. Diese Kompetenzen wollen wir durch den Trialog gemeinsam nutzen.

Veranstaltungsdatum.

Die Eröffnungsveranstaltung der Hamburger Borderline-Trialogreihe findet am Samstag, 26. März 2011 von 11.00-16.00 Uhr statt.

Veranstaltungsort.

Schön Klinik Hamburg Eilbek

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Dehnhaide 120

22081 Hamburg

Programm des 1. Hamburger Borderline-Trialogs.

  • 11.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung, Wie entstand die Idee, den Borderline-Trialog in Eilbek zu etablieren, Bernhard Düformantel
  • 11.15 Uhr Entstehung des Borderline-Trialog, Anja Link
  • 11.45 Uhr Ursprung und Entwicklung der Trialog-Idee, Prof. Dr. Thomas Bock
  • 12.15 Uhr Pause mit Getränken und kleinem Imbiss
  • 12.45 Uhr Aktive Teilnehmer berichten: "Trialog aus der Sicht des Behandlers", . med. M. Armbrust, Betroffene und Angehörige berichten, Betroffene und Angehörige melden sich zu Wort
  • 13.30 Uhr Pause
  • 14.00 Uhr Selbsthilfe-Initiativen stellen sich vor
  • 14.30 Uhr Abschluss der Veranstaltung mit Bekanntgabe des ersten Trialog-Datums, anschließend Raum für offene Gespräche
  • 16.00 Uhr Geplantes Ende

Anmeldung.

Da die Teilnehmergröße auf 150 Personen beschränkt ist, ist eine Anmeldung erbeten. Weitere fachliche Informationen erhalten Sie bei Hr. Sönke Hammann.

Referenten.

  • Dr. med. Michael Armbrust, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, DBT-Therapeut, Chefarzt, Schön Klinik Bad Bramstedt
  • Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Thomas Bock, Leiter der Sozialpsychiatrischen Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Bernhard Düformantel, Betroffener und Ex-In Genesungsbegleiter
  • Anja Link, Dipl.-Sozialpädagogin, Betroffene, Organisatorin der bundesweiten, Borderline-Trialogveranstaltungen

Fortbildungspunkte.

Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Hamburg mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt.

Ihr Ansprechpartner

Spauschus

Dr. Alexander Spauschus

Tel.: 040 2092-1402

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