Spenden ermöglichen Operation von Mascha (10) aus Weißrussland

Verein „Gomel Hilfe“ aus Poing unterstützt Kinder aus Weißrussland

Ermöglichten die Operation von Mascha (10): Prof. Dr. med. Cornelius Wimmer und der Kaufmännische Leiter Dr. Alexander Schmid (v.l.n.r.)

Ermöglichten die Operation von Mascha (10): Prof. Dr. med. Cornelius Wimmer und der Kaufmännische Leiter Dr. Alexander Schmid (v.l.n.r.)

Wenn sich die Wirbelsäule zu einem schweren Rundrücken verkrümmt, droht Kindern ein Leben im Rollstuhl. Bei Mascha (10) aus Weißrussland kamen zur Diagnose „congenitale Kyphose“ noch weitere Schicksalsschläge hinzu. Die kleine Patientin, die jetzt in der Schön Klinik Vogtareuth an der Wirbelsäule operiert wurde, ist von Geburt an behindert und verlor im letzten Sommer ihre Mutter. Der Poinger Verein „Gomel Hilfe“ nahm sich des Mädchens aus der weißrussischen Stadt Gomel an und organisierte mit Spenden eine medizinische Behandlung in Deutschland, die im Heimatland nicht möglich war.

Unterstützung für Mascha (10)

„Das Schicksal von Mascha hat uns sofort bewogen zu helfen“, erklärte Chefarzt Prof. Dr. med. Cornelius Wimmer. Er verzichtete auf sein Honorar, um das russische Mädchen operieren zu können. Seine Klinik für Wirbelsäulenchirurgie ist auf Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert und operiert kleine Patienten aus ganz Europa. „Das Engagement in Poing, bei dem sogar Schulkinder für Mascha gespendet haben, hat uns sehr beeindruckt“, sagte der Kaufmännische Leiter Dr. Alexander Schmid, der eine Behandlung in seiner Klinik ermöglichte.

Gomel Hilfe engagiert sich für kleine Patienten

Dr. Schmid weist darauf hin, dass noch weitere Mädchen und Jungen in Weißrussland auf medizinische Hilfe warten. Hier hofft der Vorsitzende der Gomel Hilfe, Prof. Dr. Dieter Knautz, auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn selbst wenn Kliniken eine Behandlung zu reduzierten Sätzen ermöglichen, kostet schon die Anreise aus dem mehrere tausend Kilometer entfernten Gomel viel Geld. Bereits 20 Operationen konnte die „Gomel Hilfe“ mit Unterstützung von Spendern aus Deutschland ermöglichen.

Professor Wimmer ist zuversichtlich, dass seine kleine Patientin nach der Operation wieder beweglicher sein wird. „Sie ist sehr tapfer“, sagt er über Mascha, die bereits einen Eingriff gut überstanden hatte. Jetzt hofft das weißrussische Mädchen, das Marija Wassiljewna Kazhamiakina heißt und „Mascha“ gerufen wird, auf einen Operationserfolg in Vogtareuth. Mascha hat nur einen großen Wunsch: Sie will mit ihren Freunden in Gomel wieder beschwerdefrei spielen können.

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