Dr. Manfred Kudernatsch leitet Klinik für Neurochirurgie und Epilepsiechirurgie
Neuer Chefarzt: Die Patienten im Blick
Seit 13 Jahren in Vogtareuth und jetzt Chefarzt: Dr. Manfred Kudernatsch
Es ist ein Glücksfall, wenn der neue Chef vom ersten Tag an mit seinen Mitarbeitern ein eingespieltes Team bildet. So ist es bei Dr. Manfred Kudernatsch: Der neue Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Epilepsiechirurgie ist bereits seit 13 Jahren in der Schön Klinik Vogtareuth tätig. Dass er sein Team kennt und schätzt, hilft ihm bei seiner herausfordernden Aufgabe. Denn das Fachzentrum führt jährlich über 1.100 mikrochirurgische Eingriffe durch: von der minimalinvasiven Behandlung eines Bandscheibenvorfalls über die Operation eines Gehirntumors bis zur Behandlung von Kindern mit schweren Epilepsien.
Der Facharzt für Neurochirurgie absolvierte sein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Oberarzt in Vogtareuth widmet er sich dann der Epilepsiechirurgie und absolvierte intensive Weiterbildungen an spezialisierten Kliniken in Deutschland, Frankreich und Italien. Jetzt hat er die Leitung des Vogtareuther Fachzentrums übernommen.
Roboter unterstützen bald komplizierte Operationen in Vogtareuth
Unter seiner Leitung wird die Vogtareuther Neurochirurgie noch in diesem Jahr als erste Neurochirurgische Klinik in Deutschland Roboter-assistierte Operationen durchführen. Spezielle Operationen am Gehirn werden mit Hilfe dieses Verfahrens noch genauer, OP- und Narkosezeit verkürzen sich. Den medizinischen Fortschritt betrachtet Dr. Kudernatsch immer aus der Perspektive des Patienten. Deshalb ist es ihm wichtig zu betonen, dass auch zukünftig ein Mensch operiert – und die Maschine nur für noch präzisere Orientierung sorgt.
Auch sonst stehen Patienten im Denken und Handeln von Dr. Manfred Kudernatsch im Vordergrund. „Der Versorgungsauftrag ist uns als Klinik ein besonderes Anliegen“, sagt der neue Chefarzt, „wir stehen in der Notfallversorgung 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr bereit“. Zwei etablierte Behandlungsschwerpunkte sind Dr. Kudernatsch wichtig: die neurochirurgische Versorgung von Verschleißerkrankungen insbesondere der Halswirbelsäule. Derartige Rückenbeschwerden häufen sich bei einer immer älter werdenden Bevölkerung. Dazu kommt die bessere Überwachung und Versorgung von Patienten vor, während und nach Kopfoperationen z.B. durch Neuromonitoring und Neuronavigation. Dr. Kudernatsch versteht sich als Teamplayer und möchte die Zusammenarbeit mit anderen Klinik-Abteilungen intensivieren. „Patienten werden individuell am besten versorgt, wenn wir als Neurochirurgen gemeinsam mit Kollegen aus den anderen chirurgischen, orthopädischen und nicht operativen Abteilungen alle zur Verfügung stehenden Behandlungskonzepte nutzen“, sagt der neue Chefarzt.
Blick für die Bedürfnisse kleiner Patienten und ihrer Familien
Als Vater von drei kleinen Kindern kann Dr. Kudernatsch die Sorgen seiner Patienten und ihrer Familien gut nachvollziehen. Sie optimal zu beraten und zu begleiten liegt ihm am Herzen. Seine Frau, selbst Ärztin und früher in der neurologischen Kinderabteilung tätig, schärft ebenfalls seinen besonderen Blick für die Bedürfnisse kleiner Patienten. „Ich sehe es als eine meiner ärztlichen Grundaufgaben an, immer ein Ohr für meine Patienten und deren Familien zu haben“, so Dr. Manfred Kudernatsch.
Die medizinischen Schwerpunkte in unserem Krankenhaus sind u.a.
Seit des Gründung des Krankenhauses 1985 steht die Schön Klinik Vogtareuth ganz im Dienste der Akut- und Rehabilitationsmedizin in Bayern. Leitziel ist die „ganzheitliche Versorgung unter einem Dach“. Das Krankenhaus hat die Schwerpunkte Diagnostik, operative und konservative Therapie sowie stationäre, teilstationäre und ambulante Rehabilitation und Nachsorge. In der chirurgischen Versorgung Erwachsener hat das Krankenhaus einen überregionalen Bekanntheitsgrad erreicht, der bei der Behandlung neurologisch erkrankter Kinder sogar weltweit besteht. Die Schön Klinik Vogtareuth verfügt über 376 Betten und behandelt pro Jahr rund 12.000 Patienten stationär, 16.000 ambulant.