Pathologischer Computer-Gebrauch. Behandlungskonzept
Unser Behandlungsangebot im Bereich pathologischer Computer-Gebrauch richtet sich an volljährige Patienten, die ihren Computer exzessiv nutzen und bei denen sich infolgedessen bereits erhebliche Folgeprobleme eingestellt haben. Wir bieten ein intensives und auf den Patienten zugeschnittenes Behandlungskonzept aus verhaltenstherapeutischen und medizinischen Behandlungen sowie ergänzenden Therapiemaßnahmen wie Ergotherapie oder Sozialberatung.
Die Betreuung: Ein interdisziplinäres Team.
Betreut wird der Patient von einem Bezugstherapeuten (Arzt oder Psychologe) und einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Psychologen, Cotherapeuten (Krankenpflegekräfte mit therapeutischer Zusatzausbildung) sowie Fachtherapeuten (zum Beispiel Sporttherapeuten, Kunst- und Ergotherapeuten, Sozialarbeiter). Denn oft leiden die Betroffenen außerdem unter einer oder mehreren akuten psychischen Störungen, wie Depression, Adipositas oder Angststörung. Dementsprechend ist unsere Behandlung sowohl auf die pathologische Computer-Nutzung als auch auf die gleichzeitig vorhandenen Probleme und psychischen Störungen ausgerichtet.
Das Ziel: Eine sinnvolle Computer-Nutzung in Beruf und Alltag.
Ein Verzicht auf Computer und Internet ist heutzutage kaum möglich. Unser Ziel ist es daher, unseren Patienten wieder einen sinnvollen Umgang mit dem Computer zu ermöglichen, beruflich wie privat. Darüber hinaus ist unser Behandlungskonzept darauf ausgerichtet, auch die weiteren psychischen Störungen und psychosozialen Probleme des Betroffenen zu lindern. Ob Ursache oder Folge des pathologischen Computer-Gebrauchs – sie führen zu einem Leidensdruck, den es zu reduzieren gilt. Ein zentrales Anliegen ist uns außerdem, gemeinsam mit dem Patienten eine Perspektive für die Zeit nach der Entlassung zu entwickeln. Dazu zählen zum Beispiel geeignete Lösungsstrategien. Diese sollen helfen, mit dem potenziell aufkommenden Verlangen nach den alten Verhaltensweisen umzugehen und so Rückfälle in die pathologische Computer-Nutzung zu vermeiden.
Der Weg: Eine individuelle Therapie.
Wenn der Patient zu uns kommt, verschaffen wir uns zunächst gemeinsam mit ihm einen Überblick zu der Gesamtproblematik seines Krankheitsbildes. Nur so können wir die spezifischen Ursachen und Zusammenhänge seines pathologischen Computer-Gebrauchs verstehen. Zusammen mit seinem Bezugstherapeuten erarbeitet der Patient dann sein individuelles Störungsmodell. Darauf aufbauend entwickeln wir die persönlichen Therapieziele und den Behandlungsplan des Patienten. Neben der Einzeltherapie stehen dabei vor allem Gruppentherapien im Vordergrund.
Weitere mögliche Therapieelemente sind zum Beispiel die (Wieder-)Herstellung eines strukturierten Tagesablaufs, die Förderung sozialer Kompetenzen sowie des positiven Erlebens von Aktivitäten außerhalb der virtuellen Welt. Dazu zählen etwa gemeinsames Essen, Sport, Gespräche sowie die Planung und Durchführung gemeinsamer Freizeitaktivitäten. Mit Hilfe einer Sozialberatung können die Patienten zudem neue Perspektiven für ihr heimisches Umfeld entwickeln. Das kann zum Beispiel den Arbeitsplatz, die Familie oder den Freundeskreis betreffen.
Welche einzelnen Behandlungsschritte der Patient durchläuft, hängt von seinen individuellen Bedürfnissen ab. Auf der Basis regelmäßiger Feedback-Gespräche passt der Bezugstherapeut den Behandlungsplan zudem an die Entwicklung des Patienten an, die er in unserer Klinik macht. So sichern wir, dass unsere Patienten jederzeit die bestmögliche Behandlung erhalten.
Weitere Infos zum pathologischen Computer-Gebrauch.
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