Soziale Phobie - Wenn die Schüchternheit zur Qual wird

GesundheitsGespräch am 30. September 2010 um 19 Uhr

In unseren GesundheitsGesprächen erklären Experten in leicht verständlicher Form verschiedene Krankheitsbilder und deren Behandlungsformen.

In unseren GesundheitsGesprächen erklären Experten in leicht verständlicher Form verschiedene Krankheitsbilder und deren Behandlungsformen.

Die Schön Klinik Bad Bramstedt befasst sich in ihrer Vortragsreihe "GesundheitsGespräche" am Donnerstag, den 30. September 2010, mit dem Thema "Soziale Phobie - Wenn die Schüchternheit zur Qual wird". Es referiert Dr. med. Inka Meißner, Oberärztin in der Schön Klinik Bad Bramstedt.

 

Wenn Menschen den Kontakt mit der Umwelt meiden

Die junge Heldin errötet und senkt den Blick schüchtern nach unten. Diese Szene ist der Klassiker in historischen Filmen. Wenn aber Menschen im normalen Alltag den Kontakt mit ihrer Umgebung meiden, spricht man von einer psychischen Störung. Mit "sozialer Phobie" beschreiben Ärzte und Therapeuten ein eigenständiges Krankheitsbild, das sich von anderen Angststörungen unterscheidet und – je nach Altersgruppe – zwischen 2 und 14 Prozent der Bevölkerung betrifft.

Soziale Ängste führen häufig schon in der Pubertät zur Vermeidung verschiedener Lebenssituationen. Betroffene Menschen erleben den normalen Alltag als Herausforderung, der sie sich nicht stellen können und wollen. Dazu zählen z.B. Begegnungen mit fremden Menschen, Telefonate am Arbeitsplatz, bei denen Kollegen oder Vorgesetzte mithören können, aber auch das Essen und Trinken auf öffentlichen Plätzen. Die Patienten leiden unter dauerhafter Angst, Fehler zu machen oder peinlich aufzufallen. In den Bereich der sozialen Phobie fallen auch Prüfungsängste und die Angst vor dem Erröten.

Angst mit der Angst bekämpfen

Um zu vermeiden, dass entsprechende Symptome sichtbar werden, wenden die Betroffenen unterschiedliche Verhaltensweisen an, wodurch sie oft erst recht auffällig werden. So sprechen sie oft leise oder halten beim Reden die Hand vor den Mund, sie wenden sich beim Trinken ab, damit niemand die möglicherweise zitternde Hand bemerkt und sie meiden oft den Blickkontakt.

Ausgelöst wird die soziale Phobie oft durch einschneidende Erlebnisse in Kindheit und Jugend, wie z.B. Hänseleien in der Schule oder Auslachen bei falschen Antworten. Zur Behandlung der sozialen Phobie gehören in erster Linie Expositionen. Dabei bekämpft man – vereinfacht erklärt – die Angst mit der Angst. Die Menschen begeben sich nach entsprechender Vorbereitung in die angstauslösende Situation und machen dabei die Erfahrung, dass die bestehenden Befürchtungen nicht eintreten und sie die Situation erfolgreich bewältigen können.

Wann wird aus Zurückhaltung eine "soziale Phobie"? In ihrem Vortrag geht Oberärztin Dr. Meißner darauf ein, wie soziale Phobien entstehen, stärker werden und welche Ziele eine Therapie verfolgt.

Termin

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 30. September 2010, statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort

Schön Klinik Bad Bramstedt Birkenweg 10 24576 Bad Bramstedt

Nützliche Informationen


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In unseren GesundheitsGesprächen erklären Experten in leicht verständlicher Form verschiedene, psychosomatische Krankheitsbilder und deren Behandlungsformen. Im Anschluss an die Vorträge der Referenten haben die Besucher und Interessenten Gelegenheit, ihre Fragen zum Thema an die Fachleute zu richten.

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Hille

Adina Hille

Tel.: 04192 504-502

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