Wie Patienten in der Schön Klinik Bad Aibling gepflegt werden, ist im Pflegeleitbild festgeschrieben. Wie das im Alltag umgesetzt wird, beschreiben Mitarbeiter
Modernes, individuelles und patientennahes Wundmanagement auf dem neuesten Stand der Wissenschaft
Frau A., Sie sind Wundexpertin in der Schön Klinik Bad Aibling und arbeiten nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wie sieht Ihr Alltag als Wundbeauftragte in der Schön Klinik Bad Aibling aus? Was ist Ihre Aufgabe?
Insgesamt sind wir drei Wundbeauftragte im Haus, für jedes Stockwerk eine. Wir führen Dienstags eine „Wundvisite“ durch, bei der Kollegen vorab Patienten melden können, die Probleme haben. Dann schauen wir uns mit der betreuenden Pflegekraft die Wunde an und machen, eventuell zusammen mit dem jeweiligen Oberarzt, Vorschläge zum Wundverband. Die Wunde wird von uns wöchentlich visitiert, um den Wundverlauf im Blick zu haben. Somit können wir eine gemeinsame, aktuelle und wirkungsvolle Linie in der Wundbehandlung garantieren, die individuell auf den Patienten abgestimmt ist .
Sie führen Schulungen für die ganze Klinik und in der ganzen Klinik durch. Wen schulen Sie? Was vermitteln Sie? Wie kommt das an?
Zum einen führen wir interne Fortbildungen für die Kollegen durch, zum anderen sind wir bei den Patienten am Bett. Diese Kombination kommt gut an. Wir geben Empfehlungen zu Lagerungsmaterial, Druckentlastung, Wundverband. Der Wundzustand und die Maßnahmen werden dokumentiert und gleich in die Übergabe an die nächste Schicht weitergegeben. Wenn nötig leiten wir (neue) Kollegen auf Station beim anlegen der Wundverbände und der Wunddokumentation an.
Wie haben Sie sichergestellt, dass sich Ihre Informationen an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren? Wie tun Sie das laufend?
Wir haben alle eine Ausbildung zur „Wundexpertin“ bei der Initiative für Chronische Wunden e.V. gemacht. Das Curriculum entspricht den neuesten Studienergebnissen und ist auch von der EWMA (European Wound Management Association) anerkannt. Das Zertifikat gilt fünf Jahre lang und beinhaltet die Verpflichtung, pro Jahr mindestens ein bis zwei Fortbildungen zum Thema „Moderne Wundversorgung“ zu besuchen. So bleiben wir immer aktuell.