Schlafstörungen beeinträchtigen die Leistung und Konzentration.
Schlafstörungen sind ein sehr häufiges Phänomen und betreffen bis zu 20% der Menschen im Alter bis zu 20 Jahren und über 50% der Menschen im Alter über 70 Jahren. Die Folgen von Schlafstörungen sind nicht zu unterschätzen: Erhöhte Müdigkeit am Tag, verringerte Leistungsfähigkeit, erhöhte Unfallgefahr durch zum Beispiel Sekundenschlaf beim Autofahren. Darüber hinaus kann eine Schlafstörung auch auf ein erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko hindeuten.
Besonderheiten des Schlaflabors
Zertifiziert von
Patienten / Jahr
Besteht seit
der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
ca. 150
2004
Ziel: Schlafstörungen erkennen und behandeln.
In unserem Schlaflabor werden nachts Untersuchungen zu Schlaftiefe, - verlauf und -qualität durchgeführt. Zudem nehmen wir Messungen zu bestimmten körperlichen Signalen, wie der Atmung, vor. Unser Ziel ist dabei, mögliche organische Ursachen einer Schlafstörung zu erkennen und ein objektives Bild über das Ausmaß zu gewinnen. Wir haben dazu zwei Messplätze zur Verfügung.
Was im Schlaflabor wie gemessen wird
Im Schlaflabor wird ein genaues Bild von Schlafstörungen gewonnen - schmerzfrei und mit größtmöglicher Bequemlichkeit
Während der Schlafuntersuchung werden mit Hilfe von Elektroden /Sensoren, die vor dem Schlafengehen am Körper mit einem hautfreundlichen Spezialklebstoff angebracht werden, folgende Aktivitäten im Schlaf überwacht und registriert:
Hirn- und Muskelaktivität
Augenbewegungen
Atmung über Mund und Nase
Atmungsanstrengung
Schnarchen
Pulsschlag
Sauerstoffgehalt im Blut
Beinbewegungen.
Zusätzlich wird eine Videoaufzeichnung erstellt, so dass später eventuelle Auffälligkeiten im Schlaf in die Analyse einbezogen werden können. Das Verfahren zur Überwachung und Registrierung des Schlafes ist mit keinerlei Schmerzen verbunden. Die technischen Geräte, die dabei zum Einsatz kommen, sind so konstruiert, dass sie dem Patienten größtmögliche Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit bieten. Eine Nachtwache hat die gesamte Nacht die Möglichkeit, den Schlaf über Video und Mikrofon zu verfolgen.
Wie eine typische Schlafuntersuchung (Polysomnographie) abläuft
Nacht 1
nach Termin
vorstationäre Untersuchung
20 bzw. 21 Uhr
Anbringen der Untersuchungskabel
22 Uhr
Licht löschen, Beginn des Nachtschlafs
06 Uhr
wecken und entfernen der Untersuchungskabel
Vormittag
Auswertung der ersten Polysomnographie
Nachmittag
Diskussion der Ergebnisse und therapeutischen Möglichkeiten mit dem Leiter des Schlaflabors
Nacht 2
20 bzw. 21 Uhr
Anbringen der Untersuchungskabel zur Ergebnisbestätigung oder der Überprüfung der eingeleiteten Therapien
22 Uhr
Licht löschen, Beginn des Nachtschlafs
06 Uhr
wecken und entfernen der Untersuchungskabel
Vormittag
Auswertung der beiden Polysomnographien, Zusammenfassung der Befunde in einem Arztbrief
Welche Schlafstörungen in einem Schlaflabor behandelt werden können
Schlafstörungen treten sehr häufig auf, viele sind vorübergehender Natur. Nicht jede Schlafstörung muss behandelt oder gar im Schlaflabor untersucht werden. Wann Sie auf jeden Fall aktiv werden sollten, zeigt folgende Übersicht:
Problem
Mögliches Vorgehen
Schlaflabor
Nächtliches Schnarchen
Einfaches Schnarchen - d.h. ohne Atempausen - ist nicht gefährlich, kann aber den Partner in seiner Nachtruhe stören. Eventuell kann es sinnvoll sein, einen HNO-Arzt zu konsultieren.
Nicht sinnvoll
Nächtliches Schnarchen mit Atemaussetzern, tagsüber dem Gefühl der Zerschlagenheit, Augen fallen beim Auto fahren zu
Da es sich um eine Schlaf-Apnoe handeln könnte, sollte auf jeden Fall der Hausarzt konsultiert werden, damit eine Screeninguntersuchung durch einen Facharzt und dann eine Untersuchung im Schlaflabor durchgeführt werden können.
Sinnvoll
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, Kompensation durch langen Mittagsschlaf
Schlafverbesserung durch Verkürzung der Zeit im Bett (Schlafrestriktion + Stimuluskontrolle), Regeln für einen gesunden Schlaf (Schlafhygiene)
Unter Umständen sinnvoll
Gefühl, dass die Beine nachts nicht zur Ruhe kommen; Schlaf so gut wie unmöglich
Da es sich um ein Restless-Legs-Syndrom handeln könnte, sollte auf jeden Fall der Hausarzt oder Neurologe konsultiert werden.
Unter Umständen sinnvoll
Was man für eine Untersuchung im Schlaflabor benötigt
Stationären Einweisungsschein durch Hausarzt, HNO-Arzt, Lungenfacharzt oder Neurologen/Nervenarzt/ Psychiater.
Bei Verdacht auf Schlaf-Apnoe-Syndrom möglichst vorherige HNO- und Lungenfachärztliche Untersuchung vornehmen.
Terminvereinbarung /Vorgespräch mit unserem Schlaflabor
Die medizinischen Schwerpunkte in unserem Krankenhaus sind u.a.
Die Schön Klinik Bad Aibling ist eine der größten Fachkliniken für Neurologie in Europa, die über eine Akutabteilung, eine Stroke Unit, zwei Intensivstationen, die Rehabilitationsbereiche B, C und D (Früh-, weiterführende Rehabilitation, Anschlussheilbehandlung), teilstationäre Rehabilitation und ein konzeptuell in Deutschland einmaliges neuropsychiatrisches Behandlungszentrum für Demenzerkrankungen (Alzheimer Therapiezentrum) verfügt. Unser Konzept für Alzheimer-Patienten findet mittlerweile deutschlandweit Nachahmer, das Krankenhaus ist eines der größten neurologischen Rehabilitationszentren für schwerst Schädel-Hirn-Erkrankte in Deutschland und Europa, insbesondere nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. Das Krankenhaus verfügt über 286 Betten und behandelt ca. 3.000 Patienten pro Jahr. Das Krankenhaus wird jährlich nach DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Damit entspricht unser Krankenhaus höchstem Qualitätsstandard. Zudem besteht eine enge Kooperation des Krankenhauses mit den beiden Universitätskliniken in München.