Den Fortschritt in Bewegung halten

Impulse für die internationale Neurorehabilitations-Forschung durch Innovative technische Verfahren

Studien, die unsere Ärzte, Therapeuten und wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich der Diagnostik oder der rehabilitativen Therapie neben dem Klinikalltag durchführen, erhalten nicht selten internationale Aufmerksamkeit. Unser Ziel: Wir wollen Erkenntnisse der Grundlagenforschung für die Behandlung unserer Patienten nutzen, diese wissenschaftlich überprüft anwenden und so immer die bestmögliche Therapie für Patienten anbieten.

 

Spacecurl im Einsatz bei Studie zu Schwindel & Gleichgewicht

Der Spacecurl wird systematisch zur Erforschung von Gleichgewichtsstörungen eingesetzt.

Der Spacecurl wird systematisch zur Erforschung von Gleichgewichtsstörungen eingesetzt.

In  Zusammenarbeit mit dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum für Schwindel, Gleichgewichts- und Augenstörungen (IFB) der Ludwig-Maximilan-Universität, einem international einzigartigen interdisziplinären Forschungs-, Behandlungs-, Studien- und Referenzzentrum für Krankheitsbilder mit den Leitsymptomen Schwindel, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen für wir eine Studie zum Einsatz des Spacecurls durch. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Rehabilitation bei Patienten nach einem Schlaganfall mit dem Pusher-Syndrom (von engl. to push = drücken; aktives Drücken der nichtgelähmten Seite zur gelähmten Seite, so dass der Patient aus dem Gleichgewicht kommt und große Sturzgefahr besteht) oder dem Neglect-Syndrom (von engl. neglect = vernachlässigen, Wahrnehmungsstörung  in Form der Vernachlässigung einer Raum- bzw. Körperhälfte).

 

Studie zur pharyngealen Elektrostimulation bei Schluckbeschwerden

Bei mehr als 50 % aller Schlaganfallpatienten tritt innerhalb einer Woche nach der Schädigung eine Schluckstörung des Rachenraumes auf. Einige dieser Patienten erlangen innerhalb des ersten Monats eine teilweise Schluckfähigkeit zurück. Bei anderen Patienten verbessert sich die Schluckfunktion mit der Zeit noch weiter. Kürzlich durchgeführte Untersuchungen zeigen aber, dass bis zu 40 % der Patienten noch nach einem Jahr unter Schluckstörungen leiden und dass das Risiko einer Lungenentzündung bei diesen Patienten infolge des Verschluckens von Nahrungssubstanzen um das 3-fache erhöht ist.

In der Studie wird geprüft, ob elektrische Stimulation des Gehirns über die Nerven im Rachen mithilfe einer Sonde die Wiederherstellung der Schluckfunktion beschleunigen kann. Folgende Ziele sollen damit erreicht werden:

•    Reduziertes Risiko des Verschluckens von Flüssigkeit in die Lunge. (Aspiration)
•    Reduziertes Risiko Lungenentzündungen zu bekommen
•    Früheres sicheres Konsumieren von Speisen und Getränken verschiedener Konsistenzen