Frührehabilitation. Je früher desto besser

Rehabilitation beginnt bestenfalls bereits in der Akutphase

Nach einer akuten Erkrankung oder einer Verletzung, wie z.B. einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma, muss der Patient auf der Intensivstation, Stroke Unit oder Akutstation versorgt und stabilisiert werden. Sind seine Vitalfunktionen stabil, kommt der eventuell noch bewußtlose Patient in die Frührehabilitation, deren Ziel die weitere Stabilisierung seiner Körperfunktionen sowie eine Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Je früher mit der Rehabilitation begonnen wird, optimalerweise bereits auf der Intensivstation, umso besser ist oft seine Prognose.

 

Besonderheiten der Frührehabilitation

Besteht seit
1994 (Bau der Klinik)
Besteht seit 1994 (Bau der Klinik)

Die Schön Klinik Bad Aibling ist ein Pionier der neurologischen Frührehabilitation, also der Zusammenführung von akutmedizinischer und rehabilitativer Behandlung von Patienten. Die Klinik wurde 1994 gebaut, um die traditionelle Trennung der Bereiche Akutbehandlung und Rehabilitation zu überwinden und so neurologisch schwerst betroffene Patienten von Anfang an optimal zu versorgen.

 

Entscheidend für den Patienten: Gute Teamarbeit

Gemeinsam vorankommen: Eine Patientin wird von ihrer Physio- und ihrer Schlucktherapeutin unterstützt

Gemeinsam vorankommen: Eine Patientin wird von ihrer Physio- und ihrer Schlucktherapeutin unterstützt

Dass das Team um den Patienten - Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten aus der Ergo-, Physio- und Sprach-/Schlucktherapie sowie der Neuropsychologie - perfekt aufeinander eingespielt ist, macht den Erfolg seiner Behandlung aus. Diese muss individuell auf seine Situation, Bedürfnisse und Ziele abgestimmt sein.

 

Expertenteams immer greifbar

Schluckstörung, Wundmanagement, Atemtherapie, Kontinenz - für mögliche viele Probleme unserer Patienten haben wir überdisziplinäre Expertenteams im Haus, die bei Bedarf sofort zur Stelle sind und die optimale Behandlung und Therapie festlegen und deren Fortschritte auch kontrollieren.

 

Frührehabilitation in Zahlen

Durch den frühzeitigen Beginn der Rehabilitation und die intensive Zusammenarbeit von Ärzten, spezialisierten Pflegemitarbeitern und Therapeuten können unsere Patienten wichtige Ziele erreichen. Von den jeweils betroffenen Patienten gegen Ende der Frührehaphase

  • sind 98 % von den Beatmungsgeräten entwöhnt, d.h. Atmen ohne Geräteunterstützung ist möglich
  • wurden 62 % die Trachealkanülen (Beatmungskanülen) entfernt, d.h. selbständiges Atmen ist möglich
  • wurden 63 % die Ernährungssonde entfernt, d.h. normales Essen ist möglich.
 

Besuchszeiten Frühreha-Stationen
Zwischen 15 und 19 Uhr können Sie gerne Ihre Angehörigen besuchen. Wir bitten Sie jedoch, auf Behandlungen und Untersuchungen Rücksicht zu nehmen.
Besuchszeiten Frühreha-Stationen Zwischen 15 und 19 Uhr können Sie gerne Ihre Angehörigen besuchen. Wir bitten Sie jedoch, auf Behandlungen und Untersuchungen Rücksicht zu nehmen.

Aktuelle Forschungsergebnisse & Studien

Als Pioniere der Neurorehabilitation ist unser Ziel, unsere oft schwer betroffenen Patienten optimal zu versorgen und durch wissenschaftliche Forschung auch zum Fortschritt bei  Behandlungsmethoden beizutragen. Alle unseren Studien wurden von einer unabhängigen Ethikkommission zustimmend bewertet. Eine Auswahl der wichtigsten wissenschaftlichen Studien in der Frührehabilitation:

 

Rehabilitation der Motorik durch Geräte- & Roboterunterstützung

   
Titel der Studie NETS 2011
Status läuft seit 2011
Ziel Wie wirksam kann die Handfunktion durch Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) und physiotherapeutischem Training für Patienten nach Schlaganfall verbessert werden?
Charakteristika & Partner doppelblind
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
   
Titel der Studie Erigo
Status abgeschlossen
Ziel Fördert die schonende Aktivierung der Beine durch den Erigo die Wachheit von Wachkomapatienten?
Charakteristika & Partner monozentrisch,randomisiert, kontrolliert
ETH Zürich
Titel der Studie NETS 2011
Status läuft seit 2011
Ziel Wie wirksam kann die Handfunktion durch Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) und physiotherapeutischem Training für Patienten nach Schlaganfall verbessert werden?
Charakteristika & Partner doppelblind
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Titel der Studie Erigo
Status abgeschlossen
Ziel Fördert die schonende Aktivierung der Beine durch den Erigo die Wachheit von Wachkomapatienten?
Charakteristika & Partner monozentrisch,randomisiert, kontrolliert
ETH Zürich

Pharmakologische Unterstützung der Neurorehabilitation

Titel der Studie Amantadin
Status abgeschlossen
Ziel Wie wirksam ist der Wirkstoff Amantadin bei Patienten, die sich nach Schädel-Hirn-Trauma noch im Wachkoma oder in sehr frühen Übergängen nach dem Koma befinden?
Charakteristika & Partner Multizentrisch, prospektiv, randomisiert, kontrolliert
JFK-Johnson Rehabilitation Center, USA
Titel der Studie Status Amantadin abgeschlossen
Titel der Studie Ziel Amantadin Wie wirksam ist der Wirkstoff Amantadin bei Patienten, die sich nach Schädel-Hirn-Trauma noch im Wachkoma oder in sehr frühen Übergängen nach dem Koma befinden?
Titel der Studie Charakteristika & Partner Amantadin Multizentrisch, prospektiv, randomisiert, kontrolliert
JFK-Johnson Rehabilitation Center, USA

Ernährung und Metabolismus bei schwerkranken Patienten

Titel der Studie Ernährungsbeobachtung 2010
Status abgeschlossen
Ziel Besteht bei Patienten der Neurologischen Frührehabilitation eine Mangelernährung und wie wirkt sich diese auf infektiologische Ereignisse aus? Korreliert ein erniedrigter Vitamin D Spiegel mit einer erhöhten Anzahl von Sturzereignissen?
Charakteristika & Partner monozentrisch, offen, prospektiv, national
Titel der Studie Status Ernährungsbeobachtung 2010 abgeschlossen
Titel der Studie Ziel Ernährungsbeobachtung 2010 Besteht bei Patienten der Neurologischen Frührehabilitation eine Mangelernährung und wie wirkt sich diese auf infektiologische Ereignisse aus? Korreliert ein erniedrigter Vitamin D Spiegel mit einer erhöhten Anzahl von Sturzereignissen?
Titel der Studie Charakteristika & Partner Ernährungsbeobachtung 2010 monozentrisch, offen, prospektiv, national