Qualitätsbericht 2008 // Psychosomatik.

Mit den Gefühlen am Boden

Wenn Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und fehlende Lebensfreude ein Ausmaß annehmen, in dem sie den Alltag des Patienten massiv beeinträchtigen, spricht man von Depressionen. Die Betroffenen leiden auch unter weiteren Symptomen, beispielsweise unter Schlaf- oder Konzentrationsstörungen. Depressionen können ohne einen sichtbaren Anlass auftreten. Oft stehen sie aber im Zusammenhang mit Veränderungen der Lebensverhältnisse oder Schicksalsschlägen. Auch Konflikte in der Familie, Partnerschaft oder am Arbeitsplatz können zur Auslösung von Depressionen beitragen. Depressionen lassen sich medikamentös und psychotherapeutisch gut behandeln. Als eines der wirksamsten psychotherapeutischen Verfahren hat sich dabei die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Bei dieser Therapieform werden die Patienten dazu bewegt, sich bewusst mit depressionsfördernden automatischen Denkmustern auseinanderzusetzen und diese durch hilfreichere Gedanken zu ersetzen. Die Patienten werden auch dabei unterstützt, ungünstige Verhaltensmuster zu identifizieren und zunächst im Klinikumfeld und schrittweise auch zunehmend im Alltag günstigere Verhaltensweisen aufzubauen.

Messinstrument für Depressionen

Das Beck-Depressions-Inventar (BDI) stellt eine weit verbreitete Messmethode bei der Beurteilung von Schweregrad, Verlauf und Erfolg einer Therapie dar. Erfasst werden damit die jeweils aktuellen depressiven Symptome. Außerdem hilft es einzuschätzen, inwieweit sich der depressive Zustand des Patienten verändert. Ab 18 Punkten sollte die Depression behandelt werden. Das Ziel am Ende einer Behandlung: ein Wert unter 18 Punkten, wie es bei allen Mittelwerten der Schön Kliniken deutlich der Fall war.

Wie stark wirkt die Behandlung auf die Depression?

Zur Beurteilung von Therapieerfolgen durch das jeweilige Behandlungsverfahren hat sich in der Wissenschaft die Berechnung von so genannten Effektstärken etabliert. Dabei werden die Unterschiede zwischen Aufnahme und Entlassung betrachtet: Je größer die Abstände der beiden Werte, desto größer ist der Behandlungseffekt.

Sehr gute Therapieerfolge wissenschaftlich belegt

Zur Beurteilung sind bei wissenschaftlichen Untersuchungen folgende Abstufungen üblich: Bei Werten zwischen 0,2 und 0,5 spricht man von einem kleinen Effekt, zwischen 0,5 und 0,8 von einem klinisch relevanten Effekt, der also die Therapie aus ärztlicher Sicht rechtfertigt. Über 0,8 wird der Effekt der Therapie als groß angesehen, d.h., die Therapie war sehr erfolgreich. Alle Schön Kliniken, die Depressionen therapieren, zeigen Werte in diesem hervorragenden Bereich. Auch bei Werten im klinisch relevanten Bereich geht man von einem guten Behandlungserfolg aus.

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 216
Schön Klinik Berchtesgadener Land 462
Schön Klinik Bad Staffelstein 173
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 143 (Seit 04/2008)
Schön Klinik Bad Bramstedt 825
Medizinisch- Schön Klinik Große Allee 280
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 990
Schön Klinik Hamburg Eilbek 123
GESAMT 3.212

Hungern und Essen gegen den eigenen Körper

Patienten mit Essstörungen (Anorexia nervosa / Magersucht und Bulimia nervosa) leiden unter einem verzerrten Körperbewusstsein. Sie fühlen sich häufig zu dick oder unförmig, sogar bei objektivem Untergewicht. Figur und Gewicht haben übermäßig hohen Einfluss auf ihr Selbstwertgefühl. Durch exzessiven Sport, Erbrechen, Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln oder zeitweises Fasten versuchen sie zwanghaft, ihren Körper zu kontrollieren, um damit ein „Idealbild“ zu erreichen. Ein Hauptziel der Therapie besteht darin, das Essverhalten nachhaltig zu normalisieren. Dazu lernen die Betroffenen, körpereigene Signale wie Hunger oder Sättigung wieder besser wahrzunehmen und danach zu handeln. Zur Veränderung des Essverhaltens trägt auch bei, dass das Selbstwertgefühl unabhängig von Figur und Gewicht gesteigert sowie die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen und Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, verbessert wird.

Umfassendes Interview belegt erfolgreiche Therapie

Die Qualität der Therapie von Essstörungen wird mit einer gekürzten Fassung des Strukturierten Interviews für Anorektische und Bulimische Essstörungen (SIAB-S) gemessen. Mit Hilfe dieses Fragebogens wird nicht nur ermittelt, wie sich die Essstörung äußert, sondern es werden auch mögliche Einfl ussfaktoren wie Partnerschaft, soziales Umfeld, Sexualität oder psychische Probleme beleuchtet. Die Zahlen aller Kliniken zeigen deutliche Verbesserungen der Werte zwischen Aufnahme und Entlassung. [Siehe Grafik 1]

Hervorragende Erfolge bei der Behandlung von Essstörungen

Ein Blick auf die Effektstärken bestätigt den herausragenden Ruf der Schön Kliniken bei der Behandlung von Essstörungen, der auf langjähriger Erfahrung und Expertenwissen beruht. Zur Berechnung von Effektstärken sollten aus statistischen Gründen mindestens 20 Fälle vorliegen. [Siehe Grafik 2]

Kontinuierliche Steigerung auf hohem Niveau

Trotz des bereits jetzt hohen Niveaus wird ständig erfolgreich an den Therapiekonzepten gefeilt. Die Steigerung der Effektstärken in der Schön Klinik Roseneck über die letzten drei Jahre belegt dies eindrucksvoll. [Siehe Grafik 3]

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 39
Schön Klinik Berchtesgadener Land 12
Schön Klinik Bad Staffelstein 105
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 7 (Seit 04/2008)
Schön Klinik Bad Bramstedt 224
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 405
Schön Klinik Hamburg Eilbek 41
GESAMT 833

Angst – von lebensnotwendig bis lebensbestimmend

Angst ist grundsätzlich ein wichtiges Gefühl, das vor Gefahren warnt oder zu Höchstleistungen anspornt. Es gibt aber krankhafte Ängste, die das Leben bestimmen und es in der Qualität stark einschränken. Panikattacken und Vermeidungsverhalten führen dabei häufig zum Verlust des Selbstvertrauens, zu sozialer Isolierung und zusätzlichen psychischen Störungen wie Depressionen. Manchmal treten Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit sowie ein erhöhtes Selbsttötungsrisiko begleitend auf. Man geht davon aus, dass etwa 10 % der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens unter behandlungsbedürftigen Angststörungen leiden. Die Psychotherapie gilt als Königsweg der Behandlung für dieses Krankheitsbild. Im psychotherapeutischen Prozess wird der Patient bewusst mit seinen Angstsituationen konfrontiert und lernt, seine Befürchtungen zu hinterfragen. Auf diese Weise soll sich die Einstellung des Patienten zu seinen Ängsten und schließlich auch sein Verhalten ändern.

Deutliche Verbesserung der Angstzustände

In der Therapieforschung ist die Symptom Checklist (SCL-90-R) eines der am häufi gsten angewendeten und wissenschaftlich anerkannten Verfahren, um Beeinträchtigungen körperlicher und psychischer Art aus Sicht des Patienten zu messen. Der Fragebogen besteht insgesamt aus 90 Fragen. Hier ist der Bereich der Ängstlichkeit dargestellt. Werte über 60 deuten dabei auf eine krankhafte Ausprägung der Angst hin. Als normal gelten Werte bis maximal 60. Im Laufe der Therapie konnten die Werte der Patienten mit teilweise sehr schweren Angststörungen in den Schön Kliniken erheblich verbessert werden. Sie näherten sich alle deutlich der 60-Punkte-Marke. [Siehe Grafik 1]

Überwiegend gute Effekte bei der Behandlung

Bei der Betrachtung der Effekte der Behandlung auf den Gesamtzustand der Patienten sticht die Schön Klinik Starnberger See besonders hervor. Bei zwei Kliniken konnte aufgrund der geringen Fallzahlen kein statistisch aussagekräftiger Vergleich gezogen werden. [Siehe Grafik 2]

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 27
Schön Klinik Berchtesgadener Land 50
Schön Klinik Bad Staffelstein 34
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 24 (Seit 04/2008)
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Bad Bramsted 219
Medizinisch- Schön Klinik Große Allee 25
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 154
Schön Klinik Hamburg Eilbek 31
GESAMT 564

Einschneidende Erlebnisse mit weitreichenden Folgen

Nach traumatischen Erlebnissen (z.B. Gewalterfahrung, sexueller Missbrauch) können verschiedene psychische Störungen auftreten, darunter auch die posttraumatische Belastungsstörung. Das Hauptmerkmal dieser Störung ist das häufi ge, ungewollte Wiedererleben der traumatischen Erlebnisse in Form von Albträumen oder belastenden Bildern. Eine andere Form des krankhaften Wiedererlebens sind so genannte Flashbacks, d.h. so intensive und lebhafte Erinnerungen, dass die Betroffenen das Gefühl haben, als passiere das traumatische Erlebnis gerade noch einmal. Dabei können bestimmte Reize, die an traumatische Erlebnisse erinnern (z.B. Geräusche, Personen, Filme, geschlossene Türen etc.) eine starke psychische Belastung und Angst bis hin zu körperlichen Reaktionen auslösen. Anhaltende körperliche Erregung mit Nervosität, Unruhe, Zittern und erhöhter Schreckhaftigkeit (Gefühl, ständig „auf dem Sprung“ zu sein) sind weitere Kennzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die therapeutische Behandlung setzt hier sowohl beim gedanklichen Umgang mit dem Erlebten als auch beim Verhalten der Betroffenen an. Es geht darum, die traumabedingten Beschwerden zu verändern. Der Patient erhält ausführliche Informationen über seine Erkrankung und erlernt, mit den immer wieder aufkommenden Erinnerungen an sein Erlebnis so umzugehen, dass die dadurch bedingte Belastung geringer wird. Außerdem wird er dabei unterstützt, schädliches Vermeidungsverhalten schrittweise aufzugeben und mögliche Schuld- und Schamgefühle aufzuarbeiten.

Bewältigung der Belastungen

Aus der Symptom Checklist lässt sich aus Antworten auf spezifi sche Einzelfragen ein Globalwert (GSI) errechnen, der die Schwere und Komplexität der Erkrankung erfasst und darstellt. Die Schön Klinik Bad Bramstedt weist hier herausragende Ergebnisse auf. Die vergleichsweise niedrigeren Werte der Schön Klinik Große Allee lassen sich auf das Behandlungsspektrum zurückführen: Hier werden hauptsächlich Patienten mit einer Anpassungsstörung behandelt. Hinter dieser Diagnose verbirgt sich eine weniger schwere psychische Störung als hinter der posttraumatischen Belastungsstörung, die einen Schwerpunkt in den anderen Kliniken ausmacht. [Siehe Grafik 1/2]

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 9
Schön Klinik Berchtesgadener Land 76
Schön Klinik Bad Staffelstein 3
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 3 (Seit 04/2008)
Schön Klinik Bad Bramstedt 158
Medizinisch- Schön Klinik Große Allee 58
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 86
Schön Klinik Hamburg Eilbek 7
GESAMT 400

Aufleben trotz Angst und Schmerzen

Unter somatoformen Störungen versteht man körperliche Beschwerden, die nicht vollständig durch organische Befunde zu erklären sind. Trotzdem suchen Patienten mit somatoformen Störungen wiederholt Ärzte auf und fordern körperliche Untersuchungen ein. Sie lassen sich nur schwer davon überzeugen, dass psychische Probleme die Beschwerden verursachen. Besonders bei chronischen Schmerzen spielen immer körperbedingte und psychische Anteile eine Rolle. Oft treten Gefühle der Hilflosigkeit auf und die Betroffenen können ihre Krankheit nicht akzeptieren. Auch Krankheitsängste (Hypochondrie) können so schwerwiegend sein, dass sie eine Psychotherapie erfordern. Schmerzpatienten und Patienten mit somatoformen Störungen werden nach einem vielschichtigen Therapieprogramm mit den Schwerpunkten Psychotherapie, medizinisch- medikamentöse Therapie und Körpertherapie behandelt. Je nach Patient und Ausprägung kommen noch Behandlungsbausteine aus den Bereichen Physikalische Therapie, Biofeedback, Gestaltungs-, Sport und Bewegungstherapie und Sozialberatung hinzu. Bei chronischen Krankheitsängsten („Hypochondrie“) erarbeiten psychotherapeutische und medizinische Spezialisten zusammen mit den Betroffenen zunächst ein individuelles psychosomatisches Erklärungsmodell, um ein zielgerichtetes therapeutisches Vorgehen zu ermöglichen. Dazu gehört in der Regel auch die Konfrontation mit den Ängsten. Bei allen Krankheitsbildern wird in der Therapie angestrebt, das körperliche und psychische Wohlbefi nden des Patienten so zu verbessern, dass er wieder ein weitgehend normales Leben mit sozialer und körperlicher Aktivität führen kann.

Spürbare Verbesserung der Beeinträchtigungen

In allen Kliniken kam es für die Patienten zu deutlich spürbaren Verbesserungen bei den körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen. Bei fünf von sieben Kliniken sanken die Werte sogar in den unauffälligen Bereich. Bei den anderen beiden Kliniken war der jeweilige Wert bei der Aufnahme vergleichsweise hoch, so dass die Patienten hier dennoch eine wesentliche Besserung erfahren haben. [Siehe Grafik 1] Im Vergleich zu anderen Krankheitsbildern fallen die Effektstärken bei den somatoformen Störungen eher klein aus. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass diese Patienten stark auf ihre körperlichen Beschwerden oder Schmerzen fi xiert sind und nur schwer Zugang zu psychotherapeutischen Ansätzen finden; deshalb sind hier auch kleine Effekte bereits positiv zu bewerten. [Siehe Grafik 2] In der Universitären Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Eilbek liegt ein Schwerpunkt auf einer umfassenden psychologischen und körperlichen Diagnostik. Die Rahmenbedingungen einer großen Akutklinik und die Kooperation mit anderen medizinischen Abteilungen erleichtern dabei die exakte Abklärung des jeweiligen Krankheitsbildes. In der Psychosomatik der Schön Klinik Hamburg Eilbek werden Patienten mit überwiegend somatischen Erkrankungen sowie mit unklaren körperlichen Beschwerden behandelt. Aufgrund des Neuaufbaus der Abteilung wird die Datenerhebung erst seit 2009 routinemäßig durchgeführt.

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 16
Schön Klinik Berchtesgadener Land 28
Schön Klinik Bad Staffelstein 27
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 13 (Seit 04/2008)
Schön Klinik Bad Bramstedt 290
Medizinisch- Schön Klinik Große Allee 34
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 128
Schön Klinik Hamburg Eilbek 73
GESAMT 622

Der laute Folterknecht im Kopf

Drei Millionen Erwachsenen in Deutschland wird ein ständiger Ton im Kopf zur Qual: chronischer Tinnitus. Laut der Deutschen Tinnitus Liga leiden zwei Drittel davon über zwei Jahre unter den unerträglichen Geräuschen. Bei 20 % der Patienten mit chronischem Tinnitus kommt es dadurch zu ernsten seelischen Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen. Da Tinnitus nicht geheilt werden kann, setzt man mit psychotherapeutischen Strategien darauf, zumindest die belastende Wirkung auf den Einzelnen zu reduzieren. Dabei kommt eine Kombination unterschiedlicher Methoden, wie zum Beispiel Psychotherapie, Hörtherapie, HNO-ärztliche Aufklärung oder Entspannungstherapie zum Einsatz. Für den Erfolg der Behandlung ist die enge Verzahnung zwischen Ärzten und Therapeuten notwendig. Diese verschiedenen Kompetenzen werden durch einen integrierten Behandlungsansatz angeboten. Die Tinnitus- Klinik Bad Arolsen ist die größte Fachklinik ihrer Art in ganz Deutschland.

Ermittlung von Belastungen und Auswirkungen

Im Tinnitusfragebogen (TF) werden typische Beschwerden und deren Ausmaß bei den Patienten vor und nach der Therapie erhoben: emotionale Belastung, Eindringlichkeit des Tinnitus, Hörprobleme, Schlafstörungen und körperliche Auswirkungen. Auf Basis der einzelnen Werte kann ein Globalwert ermittelt werden. Insgesamt lassen sich mit dem Tinnitusfragebogen auch kleine Veränderungen und kurzzeitige Therapieeffekte messen.

Mit Tinnitus leben lernen

Ziel ist es, die Belastung durch den Tinnitus so weit zu reduzieren, dass der Patient damit besser leben kann und er den Tinnitus nicht mehr als bedrohlich erlebt. Der Patient erlernt Strategien der Aufmerksamkeitsumlenkung. Der Ton im Ohr fällt nicht mehr auf oder zumindest nicht mehr ins Gewicht. Statistisch ausgedrückt bedeutet dies, dass er einen TF-Mittelwert von deutlich unter 46 (= schwergradige Belastung) erreichen sollte. In allen drei Tinnitus-Häusern der Schön Kliniken konnte dieses „Soll“ eindrucksvoll erfüllt werden. [Siehe Grafik 1] Bei der Bewertung des Therapieerfolgs lag die Schön Klinik Bad Arolsen mit einem sehr großen Effekt knapp vor der Klinik Roseneck und der Klinik Große Allee, die ebenfalls sehr gute Ergebnisse aufweisen. Die Ausgangswerte, die nicht immer auf eine schwergradige Belastung hinweisen, lassen sich unter anderem dadurch erklären, dass die Patienten häufig noch andere behandlungsbedürftige Diagnosen aufweisen. [Siehe Grafik 2]

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BEHANDELTE PATIENTEN 2008

Kliniken Fälle
Schön Klinik Starnberger See 5
Schön Klinik Berchtesgadener Land 13
Schön Klinik Bad Staffelstein 1
Medizinisch- Schön Klinik Bad Arolsen 192 (Seit 04/2008)
Medizinisch- Schön Klinik Große Allee 290
Medizinisch- Psychosomatische Klinik Roseneck 179
GESAMT 680

Ihr Ansprechpartner

Maasakkers

Lisa van Maasakkers

Tel.: 08051 695-135