Qualitätsbericht 2008 // Chirugie. Gefässchirurgie
GEFÄSSERKRANKUNGEN
Stau in der Blutbahn
Bei der Arteriosklerose handelt es sich nicht um eine echte Verkalkung, sondern um einen Alterungsschädigungsprozess, der von verschiedenen Faktoren (z.B. erhöhtem Blutzucker, hohen Blutfettwerten, Bluthochdruck), nicht zuletzt auch von der natürlichen Alterung beeinfl usst wird. Vergleichbar ist die Arteriosklerose mit verkalkten Wasserrohren eines Hauses. Leider ist meistens das ganze „Rohrsystem“ (Gefäßsystem) geschädigt, auch wenn an einzelnen Stellen die Ablagerungen besonders ausgeprägt sein können. Der Prozess bewirkt, dass die vorher elastische Gefäßwand härter und weniger nachgiebig wird und sich die Arterienwand verdickt. Dadurch wird die Durchgängigkeit des Gefäßes eingeengt und es kommt im schlimmsten Fall sogar zu einem Verschluss. Das Rohrleitungssystem des menschlichen Körpers (Arterien und Venen) ist das Verbindungsnetz aller Organe und entscheidend für ihre ungestörte Funktion. Durch dieses Leitungssystem erfolgt die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen und der Abtransport von Abfallstoffen. Etwa 2 % der 45- bis 54-Jährigen und 6-10 % der 55- bis 64-Jährigen weisen arteriosklerotische Veränderungen ihrer Beingefäße auf. Patienten, die Durchblutungsstörungen im Bein haben, weisen meist auch keine intakte Blutversorgung von Gehirn und Herz auf.
Behandlungsmöglichkeiten: Umleitungen, Erweiterungen, Stützkonstruktionen
Die Therapie einer Verengung oder eines Verschlusses einer Schlagader besteht entweder in einer lokalen Ausschälung mit Entfernung der Ablagerungen, oder der erkrankte Gefäßbezirk muss durch Anlage eines Bypasses umgangen werden. Die Umleitung, d.h. der Bypass kann mit Kunststoffmaterialien, besser aber noch mit körpereigenem Material gelegt werden. Die Aussackungen der Schlagadern müssen ab einem bestimmten Querdurchmesser entweder durch Venen oder durch Prothesenmaterial ersetzt werden. Interventionelle gefäßmedizinische Behandlungsverfahren sind die Ballonaufdehnung von Verengungen (Angioplastie), das zusätzliche Einbringen von Gefäßstützen (Stents = Metallstützen), die Lysetherapie (medikamentöses Aufl ösen von Gerinnseln) und die Endoprothesen (Einbringen eines „inneren Bypasses“ = Stent mit Kunststoffumhüllung). Der Erfolg lässt sich an einer Erhöhung des Blutdrucks in den Beingefäßen im Verhältnis zum Armarteriendruck (Knöchel-Arm-Index) ablesen. Wenn man den Blutdruck nicht nur, wie allgemein bekannt, am Arm misst, sondern auch an den Knöchelarterien, kann eine Durchblutungsstörung festgestellt werden. Aus den Messungen kann man ein Verhältnis errechnen. Im Normalfall liegt dieser Wert zwischen 1,2 und 1,4. Bei einem Abfall auf unter 1 liegt eine Durchblutungsstörung der Beine vor. Bei einem Wert unter 0,5 ist die Durchblutungsstörung bedrohlich. Durch den Vergleich der Werte vor und nach dem Eingriff ergibt sich ein Anhalt für die erreichte Durchblutungssteigerung. [Siehe Grafik 1]
Nach dem Eingriff: Komplikationen unter Kontrolle
Zur Vermeidung von Wund- und Bypass- Infektionen sind sorgfältigste Beachtung der Hygieneregeln und höchste Sterilitätsanforderungen Voraussetzung. Eine niedrige Infektionsrate ist ein sehr aussagekräftiger Qualitätsparameter. Hier kann die Schön Klinik Vogtareuth ausgezeichnete Ergebnisse vorweisen: Die Infektionsrate bei Bypass-Operationen in der Gefäßchirurgie lag mit 1,4 % deutlich unter dem Wert, der vom Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Krankenhaushygiene von 3,2 % deutschlandweit erhoben wurde. [Siehe Grafik 2] Die Messung von weiteren relevanten Komplikationen, wie z.B. die Rate der OP-pfl ichtigen Nachblutungen oder der Frühverschlussrate, dienen der zusätzlichen Qualitäts- und Erfolgsmessung. [Siehe Grafik 3/4]
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BEHANDELTE PATIENTEN 2008
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Kliniken
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Fälle
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Schön Klinik Vogtareuth
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278
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GESAMT
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CAROTISREKONSTRUKTION
Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Verengung der Halsschlagader
In der Bundesrepublik Deutschland ist der „Schlaganfall“ die dritthäufi gste Todesursache. Da die Behandlungsmöglichkeiten bei dem Auftreten eines Schlaganfalls begrenzt sind und trotz optimaler Behandlung häufi g bleibende Behinderungen oder der Tod des Betroffenen die Folgen sind, kommt der Schlaganfallprävention größte Bedeutung zu. Als Vorbeugung besteht die Möglichkeit einer Operation der Halsschlagadern (Carotiden) bei einer höher- bzw. höchstgradigen Einengung der hirnversorgenden Halsschlagadern. Grundsätzlich sollten alle Einengungen mit Verringerung des Gefäßdurchmessers von > 70 % korrigiert werden. Im Schön Klinik Vogtareuth war diese Indikation bei jedem Patienten erfüllt. [Siehe Grafik 1]
Kaum Komplikationen nach Eingriffen
Keine Operation oder Ballonkatheterbehandlung ist aber ohne Risiko: Das Spektrum der möglichen Komplikationen umfasst die allgemeinen Operationsrisiken wie Nachblutung, Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen und Schädigung von Nerven (insbesondere Nerven der Stimmbandsteuerung sowie der Steuerung der Zunge). Besonders schlimm ist jedoch, wenn durch den Eingriff selbst ein Schlaganfall oder sogar der Tod verursacht wird. Die Schön Klinik Vogtareuth kann exzellente Ergebnisse vorweisen. Bei Carotis-Operationen gab es erfreulicherweise gar keine Wundinfektionen und in keinem Fall trat ein operativer Schlaganfall oder Tod auf. [Siehe Grafik 2/3] Bei den nicht zu übertreffenden Ergebnissen der Carotis-Chirurgie in der Schön Klinik Vogtareuth fällt eine erhöhte „OPpfl ichtige Nachblutungsrate“ von 4,5 % auf: Dies erklärt sich zum einen aus dem bewusst sehr frühzeitigen Eingreifen bei Auftreten von Blutergüssen. Hämatome im Halsbereich können zu einer Beeinträchtigung der Atmung durch Kompression der Luftröhre führen. Sie sind darüber hinaus kosmetisch störend und verursachen lang andauernde Verfärbungen. Insofern entschließen sich die Gefäßchirurgen in der Schön Klinik Vogtareuth bei der Entwicklung von Wundhämatomen sehr schnell, eine kleine operative Revision vorzunehmen. Zum anderen erklärt sich das Auftreten von Hämatomen auch dadurch, dass grundsätzlich unter Weiterführung der Medikation mit Thrombozyten- Aggregationshemmern (Hemmung der Blutplättchen) operiert wird. Es ist nachgewiesen, dass die Gabe von Blutplättchen- Hemmern deutlich dazu beiträgt, intraoperative Schlaganfälle zu verhindern. Dieses Kriterium, dass ein Schlaganfall verhindert wird, bedeutet für den Patienten einen weiteren Sicherheitsgewinn und hat absolute Priorität, auch wenn die Medikation die Möglichkeit einer Nachblutung erhöht. [Siehe Grafik 4]
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BEHANDELTE PATIENTEN 2008
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Kliniken
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Fälle
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Schön Klinik Vogtareuth
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GESAMT
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