Gewebetransplantationen sind aus der wiederherstellenden Chirurgie heute nicht mehr wegzudenken. Nur durch die Verpfl anzung gesunden Eigengewebes an eine erkrankte Körperstelle kann eine funktionelle und ästhetische Wiederherstellung von Defekten erreicht werden. Die einfache Transplantation wird in jeder chirurgischen Fachdisziplin vorgenommen: Dabei lassen sich, z.B. bei Verbrennungen, kleine Hautstücke, Fettgewebe oder Knochen übertragen. Der Körper nimmt diese Transplantate nach einigen Wochen durch die Neubildung von Blutgefäßen problemlos an.
Bei größeren Gewebedefekten funktioniert diese einfache Technik nicht. Dann muss die Rekonstruktion mit einer freien Lappenplastik erfolgen. So nennt man Gewebetransplantationen, die einschließlich des dazugehörigen Gefäßbaumes mikrochirurgisch von einem gesunden Körperteil entnommen und an einer erkrankten Stelle wieder eingepfl anzt werden. Bei diesem Verfahren müssen Gefäße präpariert und miteinander vernäht werden, die zum Teil kleiner als 1 mm sind.
Die Transplantate können aus größeren Gewebeanteilen bestehen: Beispiele sind Fettgewebe vom Unterbauch zum Wiederaufbau der Brust, ein Muskel mit seinen Nerven zur Beseitigung von Lähmungen oder Knochen und Weichteilgewebe zur Überbrückung von Defekten nach einem Unfall oder der Entfernung eines Tumors. Insbesondere durch Keime besiedelte Wunden, Knocheneiterungen oder nach Unfällen lange Zeit frei liegende Knochen werden erfolgreich mit Transplantationen behandelt.
In nahezu allen Fällen erfolgreiche Transplantation
Aufgrund des hohen Anteils an Fettgewebe in der Brust kann es nach Operationen häufi g zu Störungen der Wundheilung und zum Absterben von Gewebe kommen. Komplikationen an den betroffenen Stellen der Brust sind mögliche Folgen. Im Schön Klinik Vogtareuth lag die Wundheilungsstörung nach einer Lappenplastik bei nur 1,4 %. [Siehe Grafik 1]
Wundinfektionen sind die dritthäufigste Komplikationsrate, die sich Patienten nach einer Operation während des Klinikaufenthalts zuziehen. Da die Ursache auf mangelnde Hygiene hinweisen könnte, werden Wundinfektionen von Ärzten und Pfl egern besonders aufmerksam beobachtet. Die Schön Klinik Vogtareuth erfasst bewusst auch sekundäre Infektionen, um einerseits einen besseren Überblick zu gewinnen und andererseits die Qualitätsziele zu erhöhen. [Siehe Grafik 2]
Der Erfolg einer Lappenplastik wird vor allem durch Blutergüsse der mikrochirurgisch angeschlossenen Blutgefäße gefährdet. Als Folge solcher Komplikationen kann der komplette Gefäßlappen absterben. Bei guten und erfahrenen Transplantationszentren wuchsen diese Lappen in circa 90 % der Fälle komplikationslos mit dem Untergewebe zusammen. Die Schön Klinik Vogtareuth übertraf diesen Erfahrungswert mit 93 %. [Siehe Grafik 3]
BEHANDELTE PATIENTEN 2008
Kliniken
Fälle
Schön Klinik Vogtareuth
74
Schön Klinik Neustadt
2
Orthopädische Klinik München-Harlaching
10
GESAMT
86
BRUSTVERKLEINERUNG
Brustverkleinerung: häufigster Eingriff der plastisch-chirurgischen Brustchirurgie
Der häufigste Eingriff in der plastisch-chirurgischen Brustchirurgie ist die Brustverkleinerung. Sie wird bei übergroß gewachsenen Brüsten durchgeführt. Mit einer Brustverkleinerung kann negativen Folgen wie Verspannungen und Fehlhaltungen, Hautirritationen, Problemen im sozialen Umfeld oder einem verminderten Selbstwertgefühl entgegengewirkt werden. Der in Allgemeinnarkose stattfi ndende operative Eingriff beinhaltet die Verkleinerung und Neuformung der zu großen Brust.
Ungetrübter ästhetischer Gesamteindruck
Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Nachblutung, Infektionen oder Durchblutungsstörungen der Brustwarzen gefährden die spätere Form der Brust und das ästhetische Gesamtergebnis. Die Qualität der verbleibenden Narben steht ebenfalls in direktem Zusammenhang mit dem Auftreten von Komplikationen. Die Wundheilungs- und Durchblutungsstörungen sind bei den Schön Kliniken mit Werten zwischen 2,0 bis 2,8 % sehr niedrig. [Siehe Grafik 1/2]
Die Lebensqualität der Patienten wurde bei Aufnahme und sechs Monate nach Entlassung gemessen. Sowohl psychisch als auch körperlich lagen die Patienten vor der Operation im Normbereich, dennoch konnten beide Werte sechs Monate nach Entlassung in der Schön Klinik Vogtareuth und in der Schön Klinik Neustadt noch gesteigert werden. [Siehe Grafik 3/4]
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