Das Chiemgau Orchester fördert regionale Musiker.
Die Schön Klinik ist nicht nur an medizinischen Künsten interessiert. Seit 2010 kooperieren wir mit dem Chiemgau Orchester und freuen uns, dass das Orchester unter dem neuen Dirigenten Matthias Linke eine erfreuliche Entwicklung durchgemacht hat. An den ersten Pulten der Instrumentengruppen haben nun erfahrene Berufsmusiker Führungsaufgaben übernommen und viele neue jüngere Musiker aus der Region verstärken das Ensemble. Das Publikum hat mit verstärktem Besuch - das letzte Herbstkonzert im großem Kursaal war ausverkauft – den Qualitätssprung honoriert.
Das Herbstkonzert - ein voller Erfolg
Am 19. November fand das Herbstkonzert im großen Kursaal in Prien am Chiemsee statt. Dieses Konzert stand unter dem Motto „die musikalischen Wegbereiter Mozarts“. Der Zuhörer konnten die Entwicklung der klassischen Musik von der Früh- oder Vorklassik, deren Vertreter Johann Stamitz und Johann Christian Bach sind, bis zum alle überragenden Genie Wolfgang Amadeus Mozart als musikalischen Streifzug durch das 18. Jahrhundert genau verfolgen und miterleben.
Programm wurde begeistert aufgenommen
Die zu Anfang vorgetragene „Sinfonia Pastorale“ des Mannheimer Komponisten Johann Wenzel Stamitz (1717 – 1757) - eines der ersten Werke, das die viersätzige Form mit einem Menuett einführte, die bis in das 20. Jahrhundert hinein den Standard für die klassische Sinfonie bildete. Der junge Mozart lernte während mehrerer Mannheimer Aufenthalte den neuen Musikstil kennen und übernahm ihn für seine eigenen Werke.
Johann Christian Bach (1735 – 1782), der jüngste Sohn des Thomaskantors, war ein weit gereister Musiker und Komponist. Nach einem 8-jährigen Aufenthalt in Italien reiste er 1762 nach England (London) wo er bis zu seinem Lebensende verblieb. In London lernte ihn auch der 8-jährige Mozart kennen und schätzen. Der 21 Jahre ältere Bach beeinflußte Mozarts Stil besonders in seinen frühen Kompositionen ganz wesentlich. J.Chr. Bach gründete in London die Musikagentur „Bach-Abel-Concerts“, welche die ersten Londoner Abonnementskonzerte öffentlich aufführten. Für diese Agentur schrieb Bach ca. 15 Concertante Sinfonien.
Nach der Pause erklingt die Sinfonie Nr. 29 in A-Dur KV 201 von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Sinfonie vollendete der 18-jährige Mozart am 6. April in 1774 in Salzburg. Das schwung-volle, mitreißende Werk läßt schon die volle Meisterschaft des jugendlichen Schöpfers erkennen. Diese Sinfonie zählt zu Mozart`s beliebtesten Orchesterwerken, sie ist ein echter „Ohrwurm“.
Solisten des Abends.
Die Solisten der Sinfonia concertante A-Dur T 284,4 für Violine, Violoncello von Johann Christian Bach waren Laura Geisler, Konzertmeisterin beim Chiemgau-Orchester und Götz von der Bey, Stimmführer der Cellogruppe beim Chiemgau-Orchester.