Unsere Unternehmensgeschichte.
Vom Bauträger zum Klinikbetreiber.
Die Erfolgsgeschichte der SCHÖN KLINIK fand ihren Anfang in einer Radtour am Chiemsee.
Die Gründer unseres Unternehmens, Franz-Josef und Else Schön, waren seit den 1970er-Jahren als Bauträger aktiv. Anfang der 80er-Jahre wurde das Geschäft immer schwieriger. In ganz Deutschland tobte eine Baukrise und die Ära der Bauherrenmodelle neigte sich dem Ende zu. Die erste Krise meisterte die Schön Gruppe erfolgreich, aber dem Ehepaar Schön war bewusst, dass langfristig für das aufstrebende Unternehmen ein zweites Standbein gefunden werden musste.
Die Firmengründer kauften daher ein attraktives Grundstück am Chiemsee und entwickelten dafür das Konzept einer Herz-Kreislauf-Rehaklinik. Die fertiggestellte Klinik stand aber plötzlich ohne Patienten da, als der wichtigste Kostenträger seine Zusage zurückzog. Um zügig eine neue Nutzung für die leer stehende Krankenhausimmobilie am Chiemsee zu finden, wandten sich die Firmengründer an einen Beraterkreis der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Zum Beraterkreis der LMU gehörte damals auch der Ordinarius für Psychiatrie, Professor Hanns Hippius, einer der einflussreichsten Psychiater Deutschlands, der durch Zufall bei einer Radtour am Chiemsee an der leer stehenden Klinik vorbeikam.
Die Idee einer spezialisierten psychosomatischen Klinik am Chiemsee wird geboren.
Dr. Fichter und Prof. Hippius konnten die Familie Schön schnell überzeugen, dass aus dem leer stehenden Gebäude eine Spezialklinik für Essgestörte (mit Schwerpunkt Magersucht und Bulimie) werden sollte.
Prof. Hippius kam mit der Familie Schön ins Gespräch und entwickelte die Idee, in diesem Gebäude eine Schwerpunktstation für Essgestörte zu eröffnen unter der Leitung seines jungen Oberarztes Dr. Manfred Fichter.
Dr. Fichter war seit 1979 Oberarzt an der psychiatrischen Universitätsklinik in München und sein Forschungsschwerpunkt waren essgestörte Patienten.
Ein Presseauruf und seine Folgen.
1984, kurz vor dem Gespräch zwischen Prof. Hippius und den Firmengründern, startete Dr. Fichter einen Presseaufruf zum Thema Bulimie über mehrere Frauenzeitschriften, wie z. B. BRIGITTE. Dieser forderte Betroffene auf, zu Forschungszwecken einen 23-seitigen Fragebogen anzufordern und ausgefüllt zurückzuschicken. Man rechnete mit ca. 200 Antworten – als Vergleichsgruppe zu magersüchtigen Patientinnen, war aber nicht vorbereitet, dass sich über 3.000 Betroffene per Telefon, Brief oder auch persönlich vorstellten.
Dr. Fichter und seinem Chef Prof. Hippius wurde im Zuge dieses Presseaufrufs klar, dass es sich bei Bulimie und anderen Essstörungen tatsächlich um hochrelevante und im Ausgang nicht selten lebensbedrohliche Krankheitsbilder handelte, für die damals geeignete Behandlungseinrichtungen weitgehend fehlten. Dies wurde auch in den vielen wissenschaftlichen Fragebögen sichtbar. Hier äußerten die Betroffenen und Angehörigen ausgeprägte Verzweiflung, Depressivität bis hin zu Suizidgedanken. Prof. Hippius und sein Oberarzt Dr. Fichter erkannten, dass hier dringend geeignete Therapieplätze für Betroffene geschaffen werden mussten.
Die SCHÖN KLINIK Roseneck geht an den Start.
1985 als erste SCHÖN KLINIK eröffnet, damals noch unter dem Namen Medizinisch-Psychosomatische Klinik Roseneck.
So kam es, dass am 1. Januar 1985 die erste Schön Klinik, damals als Medizinisch-Psychosomatische Klinik Roseneck, in Prien am Chiemsee unter Leitung des zu diesem Zeitpunkt bereits habilitierten Priv. Doz. Dr. Fichter eröffnet wurde.
Bereits wenige Monate nach der Eröffnung war die Klinik voll belegt und daran hat sich bis heute nichts geändert. Prof. Fichter und Franz Josef Schön waren sich in einem immer einig: Sie wollten ihren Patienten die bestmögliche Behandlung bieten. Von Anfang an hat Prof. Fichter den Erfolg der Therapien gemessen und die Überzeugung vertreten, dass kontinuierliche Evaluation für Weiterentwicklung wichtig ist.
Dieser Anspruch ist bis heute in unserem Unternehmen fest verankert.
Einweihung und damaliges Team der Schön Klinik Roseneck.
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Das Unternehmen wächst.
1993 wurde die heutige Schön Klinik Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein eröffnet.
Anfang der 90er-Jahre begannen die Firmengründer nach Wachstumsoptionen für ihr noch kleines Krankenhausunternehmen zu suchen. Das Einzugsgebiet der Klinik Roseneck reichte weit über die bayerischen Grenzen hinaus. Der Gedanke lag nahe, dieses Erfolgskonzept an anderer Stelle zu wiederholen. Die Wahl fiel dabei auf den kleinen schleswig-holsteinischen Ort Bad Bramstedt. Schleswig Holstein war Anfang der 90er finanziell in einer schwierigen Situation und machte daher die Übernahme des defizitären Kreiskrankenhauses Neustadt in der Lübecker Bucht zur Bedingung für das visionäre Projekt einer psychosomatischen Klinik im Norden der Republik.
Der zweite medizinische Schwerpunkt der Schön Klinik, die Orthopädie, hat ihren Ursprung an der Ostsee.
Das damalige Klinikum Neustadt wurde komplett neu gebaut und 1993 wieder eröffnet.
Im Jahre 1993 nahm die Medizinisch-Psychosomatische Klinik in Bad Bramstedt die ersten Patienten auf und gleichzeitig ging das Klinikum Neustadt in die Trägerschaft der Familie Schön über. Schon bald danach entschieden Else und Franz-Josef Schön, das zu kleine und nicht zukunftsfähige Haus an der Neustädter Bucht abzureißen und durch ein deutlich größeres Gebäude zu ersetzen. Teil der Wachstumsstrategie im Klinikum Neustadt war es, den bestehenden Regelversorgungsbereichen elektivchirurgische Fachabteilungen hinzuzufügen, die eine Art medizinische Leuchtturmfunktion für das Haus haben sollten. Die Abteilung für Orthopädie wurde in Neustadt neu etabliert und entwickelte sich unter der Leitung von Prof. Pavel Dufek zu einer der leistungsfähigsten Orthopädien in Deutschland. Erfolgreich verband man unter einem Dach Akut- und Rehabilitationsmedizin.
Mit dem Bau der Schön Klinik Bad Aibling etablierte sich der dritte Schwerpunkt unseres Unternehmens – die Neurologie.
In Bad Aibling wurden bereits beim Bau die besonderen Bedürfnisse neurologischer Patienten beachtet. Die Rehaklinik wurde 1994 von Else (2.v.l.) und Franz-Josef Schön (3.v.l.) eröffnet.
Im Freistaat Bayern gab es eine Patientengruppe, für deren schwerwiegende Erkrankung geeignete Therapien fehlten: Menschen mit einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. Deshalb beauftragten die Krankenkassen und das Bayerische Sozialministerium unsere Firmengründer durch den Bau einer geeigneten Klinik, die Versorgung schwerstbetroffener neurologischer Patienten zu verbessern. So entstand 1994 die neurologische Klinik in Bad Aibling. Sie begründete – neben Psychosomatik und Orthopädie – die dritte strategische Säule des Unternehmens.
Die Schön Klinik Bad Staffelstein nahm im Jahre 1995 ihren Betrieb auf. In ihr kamen erstmals die drei strategischen Kernbereiche des Unternehmens zusammen: die Orthopädie, die Psychosomatik und die Neurologie. Im Jahre 1996 wurde die Schön Klinik Berchtesgadener Land in Betrieb genommen.
Vom Unternehmer zum Unternehmen.
Mit dem stetigen Wachstum ihres Unternehmens stellte sich für Else und Franz-Josef Schön wie bei allen Unternehmern nach einiger Zeit die Frage einer adäquaten Organisation. Es wurden Mitarbeiter eingestellt und damit der Grundstein für einen Unternehmenssitz in Prien gelegt –wo sich auch heute noch die Hauptverwaltung der Schön Klinik befindet
In dieser Zeit entstand in unseren Kliniken und der Zentrale die heute noch funktionierende Matrixorganisation. Der Führungsstil des Unternehmerehepaares basierte auf Vertrauen. Über die großen Linien sprach man gemeinsam, wenn diese feststanden machte jeder seine Arbeit – ohne, dass Einzelentscheidungen hinterfragt, noch weniger kontrolliert wurden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Neue Unternehmergeneration: Ausbau des Erfolgs mit bewährten Strategien.
Im Jahre 1996 zogen sich Else und Franz-Josef Schön aus dem aktiven Geschäft zurück und übergaben die Führung des Unternehmens an ihre Söhne Dieter und Michael. Dieter und Michael Schön haben den Ausbau des Unternehmens bis 2008 gemeinsam vorangetrieben und weitere Kliniken gebaut und gekauft. Die Größe des Unternehmens hat sich in der Zeit mehr als verdoppelt.
1997 übernahm die Familie Schön die von der Schließung bedrohte orthopädische Klinik in München Harlaching, die heute zu den führenden Orthopädien in Süddeutschland gehört. Es folgten die Übernahmen der Kliniken von Dr. Argirov und der Bau einer weiteren psychosomatischen Klinik in Nordhessen. 2006 erfolgte die viel beachtete Übernahme des AK Eilbek in Hamburg, das aus kartellrechtlichen Gründen zum Verkauf stand. Innerhalb von 5 Jahren verdoppelte die heutige Schön Klinik Hamburg Eilbek ihren Umsatz, stellte 600 neue Mitarbeiter ein und eröffnete acht neue Fachzentren. Die Klinikgruppe Harthausen wurde 2008 übernommen und 2009 die neurologische Traditionsklinik in München Schwabing.
Fokus Krankheitsbild. Damals wie heute
Anders als in der akademisch geprägten Medizin teilweise noch üblich, stand in der Klinik Roseneck vom ersten Tag an der Patient mit seinem bestimmten Krankheitsbild im Vordergrund. Man versuchte von vornherein Krankheitsbildschwerpunkte auf Stationen zu bilden und entsprechende interdisziplinäre Teams, um diese Erkrankungen besser zu behandeln. In der Schön Klinik Roseneck begann dies mit einer Doppelstation mit 37 Betten für die Behandlung essgestörter Patienten. Deutschlandweit war die Schön Klinik Roseneck damit jene Klinik für psychisch kranke Patienten, in der das Konzept der krankheitsspezifischen Spezialisierung auf Stationen am konsequentesten umgesetzt wurde. So entstand am Chiemsee von Anfang an ein Behandlungsangebot, das den Patienten, aber auch deren besorgten Angehörigen und Zuweisern eine hohe Betreuungskompetenz mit einem besonders vielfältigen Therapieangebot versprach. Dies führte zu sehr großen Fortschritten in der Behandlungsqualität. Ein Prinzip, dass sich auch auf die anderen Kliniken übertragen ließ.
Unternehmensentwicklung
Seit Eröffnung der ersten Klinik 1985 sind wir kontinuierlich gewachsen und sind eine der größten inhabergeführten Klinikgruppen am deutschen Markt.
Unternehmensentwicklung