Hintergrundinformationen zur Privatisierung

Erfolgreiche Strategie bei der Integration öffentlicher Krankenhäuser

Das öffentliche Kliniksystem in Deutschland steckt in der Krise. Vielerorts fehlt den öffentlichen Trägern das Geld, um in innovative Medizintechnik und moderne Gebäude zu investieren. Einen möglichen Weg aus dieser Krise stellt die Privatisierung von Kliniken dar, und derzeit sorgen die Übernahmen von öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern durch private Klinikbetreiber für Schlagzeilen. Von Profitgier, Arbeitsplatzabbau oder gar einer schlechteren Versorgung für die Patienten ist in diesen Fällen dann gleich die Rede, Gewerkschaften, Landesregierungen oder Kommunen schüren nicht selten die Ängste der Klinikmitarbeiter und rufen gar zu Demonstrationen oder Unterschriftenaktionen gegen eine drohende Übernahme durch einen privaten Klinikbetreiber auf.

Privatisierung ist kein Schreckgespenst

Für die Schön Klinik, eine der größten inhabergeführten Klinikgruppen in Deutschland, stellen diese Befürchtungen allenfalls Horrorszenarien dar, die der Realität nicht entsprechen. Klar ist, dass nach einhelliger Expertenmeinung viele von den derzeit rund 2.200 Krankenhäusern in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen, verstärkt Häuser unter kommunaler Regie. Dass etwa ein Drittel der Kliniken trotz intensiver Sanierungsmaßnahmen und einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit ihre bisherigen Strukturen wegen zu hoher Kostenbelastungen nicht überleben können, davon geht auch McKinsey aus. Die spürbare Restrukturierung und Marktbereinigung nach wirtschaftlichen Kriterien im deutschen Krankenhauswesen wird sich daher fortsetzen. Weitere Privatisierungen, Verkleinerungen und Spezialisierungen werden in den nächsten Jahren an der Tagesordnung sein.

Von Beginn an kontinuierliches Wachstum

„Wir haben von der Misere im Gesundheitswesen gehört“, betont Dieter Schön, Geschäftsführer der Schön Klinik. „Wir gedenken aber nicht, daran teilzunehmen. Alle unsere Kliniken haben eine Spitzenauslastung und arbeiten profitabel. Und weil alle Häuser profitabel sind, können wir mehr investieren und bleiben damit unabhängig von fremden Kapitalgebern.“ Seit 1985, als die erste Schön Klinik, die Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee eröffnet wurde, sind in den letzten zehn Jahren zusätzliche Häuser mit über 4.00 Betten hinzugekommen. Dabei werden über 85 % des Umsatzes im Akutbereich erwirtschaftet, 20 % im Reha-Bereich. 15 % aller Umsatzerlöse wandern in die eigenen Kliniken als Investitionen zurück. Damit liegt die Schön Klinik in der Branche weit vorne.

Erfolgsbeispiele der Schön Klinik

Die Klinikgruppe mit einer Gesamtbettenzahl von 4.200 beschäftigt heute insgesamt 7.900 Mitarbeiter. Der Umsatz ist im Jahr 2010 auf 560 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der stationären Fälle auf rund 87.000 erhöht.

Beispiel Neustadt

Im Juli 1993 übernahm die Schön Klinik das damalige Kreiskrankenhaus in Neustadt an der Ostsee, das kurz vor einer möglichen Schließung stand. Damals hatte die Klinik 176 Betten und vier medizinische Schwerpunktbereiche. Heute gilt die Schön Klinik Neustadt als eines der leistungsfähigsten Krankenhäuser in Schleswig-Holstein und hat sich auch international einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Stück für Stück wurden seit der Übernahme neue medizinische Fachbereiche aufgebaut, angefangen von der Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie bis hin zur Neurologie sowie diagnostischen und interventionellen Radiologie. Im Zeitraum 1997 bis 2005 hat sich die Zahl der behandelten Patienten um durchschnittlich 5,8 % pro Jahr erhöht. Und die Arbeitsplätze? Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Vollzeitkräfte fast verdoppelt. Die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen ist ein wesentlicher Kernpunkt im Selbstverständnis der Schön Klinik. Hierin sieht das Unternehmen neben der Bereitstellung einer Top-Medizin für alle Bevölkerungsgruppen und Investitionen in das Gesundheitswesen seine soziale Verantwortung.

Beispiel München

Ein anderes Beispiel ist die heutige Schön Klinik München Harlaching. Vor der Übernahme 1997 war die ehemalige Orthopädische Klinik München Harlaching ein Sanierungsfall. Zuletzt betrug die Bettenauslastung nur noch 54 %, die Klinik hatte sieben Millionen Mark Defizit. Der Bayerische Oberste Rechnungshof und viele Politiker des Münchner Stadtrats forderten die Schließung der Klinik. Dann kam die Schön Klinik und verfolgte mit dem maroden Krankenhaus eine klare Wachstumsstrategie. 30 Millionen Euro wurden investiert, neue medizinische Zentren eröffnet, ein Gesundheitszentrum mit Ambulantem Rehabilitationszentrum und drei Arztpraxen eingerichtet und eine Privatpatientenklinik mit höchstem Unterbringungskomfort gegründet. Heute ist die Schön Klinik München Harlaching ein hochmodernes, international anerkanntes Krankenhaus und behandelt fünf Mal so viele Patienten wie vor der Übernahme.

Beispiel Hamburg

Aktuellstes Beispiel war die Übernahme des Hamburger Allgemeinen Krankenhauses Eilbek (AK Eilbek) im August 2006. Die Asklepios Kliniken mussten sich aufgrund kartellrechtlicher Bestimmungen vom Krankenhaus Eilbek trennen. Auch wenn es sich hier nicht um ein öffentliches Haus handelte, fürchteten die rund 1.000 Mitarbeiter trotzdem um ihre Arbeitsplätze. Doch sie erhielten damals von der Schön Klinik eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2010. Im Sommer 2011 feierte das Krankenhaus das fünfjährige Jubiläum unter neuer Trägerschaft - mit einer überzeugenden Bilanz: Acht neue Fachzentren wurden aufgebaut und 700 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Verlässlicher Partner für Privatisierungen

„Da sich die Schön Klinik zu 100 Prozent im Familienbesitz befinden, stehen bei uns Menschen hinter den Entscheidungen, keine Heuschrecken“, so Dieter Schön. Die Beispiele Schön Klinik Neustadt und Schön Klinik München Harlaching zeigen, dass die Übergabe eines Krankenhauses von öffentlicher in private Trägerschaft mit der Schön Klinik zur Erfolgsgeschichte wird. Die übernommenen öffentlichen Kliniken werden erfolgreich geführt, sind gewachsen und haben Arbeitsplätze geschaffen. Zudem ist die Zufriedenheit der Patienten und Mitarbeiter in diesen Häusern ausgesprochen hoch. Darüber hinaus wird bei Übernahmen öffentlicher Häuser mit den Betriebsräten grundsätzlich immer kooperiert.

Auch für den Patienten vorteilhaft

Und was die Versorgung der Patienten angeht: Die hohe medizinische Qualität der Behandlung in der Schön Klinik bestätigen nicht nur die seit vielen Jahren systematisch erhobenen Qualitätskennzahlen und Erhebungen zur Patientenzufriedenheit, sondern auch die vielen individuellen Aussagen der Patientinnen und Patienten. Letztlich können die Schön Klinik die immer wieder zu hörende Meinung, in privat geführten Kliniken würden nur Privatpatienten behandelt, kurz und bündig entkräften: Für die Schön Klinik sind alle Patienten auf dem OP-Tisch gleich. Egal, ob es sich um einen gesetzlich oder privat versicherten Patienten oder um einen Selbstzahler handelt. In unseren Häusern werden kranke Menschen behandelt und zwar unabhängig von ihrer Versicherung oder ihrer Herkunft.

Ihr Ansprechpartner

Zander

Maike Zander

Tel.: 08051 695-309, mobil 0160 4774348


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